Monaco ist ein Reiseziel der besonderen Art. Das Fürstentum an der französischen Mittelmeerküste gilt als das zweitkleinste unabhängige Land der Welt. Trotzdem bietet es auf nur gut 2 km² eine Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen. Zu den interessanten Orten Monacos zählen neben der weltberühmten Formel-1-Strecke auch kulturelle und historische Attraktionen. Dies sind unsere 11 Reisetipps für Monaco.
Top-Sehenswürdigkeiten in Monaco im Überblick
Monaco gilt nach dem Vatikanstaat als das zweitkleinste unabhängige Land der Welt, mit einer Fläche von nur 2,02 km². Es liegt an der Mittelmeerküste Südfrankreichs, zwischen Nizza im Westen und der italienischen Grenze im Osten. Das Fürstentum hat knapp 39.000 Einwohner und ist damit sehr dicht besiedelt.
Eine separate Hauptstadt hat Monaco nicht, aber der Stadtteil Monaco-Ville beheimatet die Regierung und Verwaltung – neben der Altstadt und dem Fürstenpalast. Auch das bekannte Monte-Carlo mit seinem Casino und der Oper am Place du Casino ist ein weiterer Stadtteil Monacos. Weltweit berühmt ist das kleine Land außerdem für seine Formel-1-Rennen auf dem Grand-Prix-Circuit.
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1. Casino de Monte-Carlo: Historisches Casino im Belle-Époque-Stil



| Erbaut: | 1863 |
| Must-Do: | Besichtung |
| Besonderheit: | James Bond-Schauplatz |
Das Casino de Monte-Carlo, das 1863 im Belle-Époque-Stil errichtet wurde, zählt zu den berühmtesten der Welt. Der Architekt Charles Garnier (bekannt durch die Pariser Oper) schuf einen Tempel aus Marmor, Kunst und Geschichte, in dem sich bis heute die Reichen und Schönen treffen.
Es war sogar Schauplatz verschiedener James-Bond-Filme. Täglich von 10 bis 13 Uhr können Besucher die prachtvollen Säle erkunden – darunter die Salle Europe mit Kronleuchtern, die Salle Blanche im Belle-Époque-Stil und die Opéra de Monte-Carlo. Ab 14 Uhr wird gespielt: Roulette, Blackjack und Automaten – mit Stil und Dresscode.
2. Altstadt: Das mittelalterliche Stadtviertel in Monaco-Ville – „the Rock“


| Lage: | auf dem „Fürstenfelsen“ |
| Must-Do: | Altstadtbummel |
| Erbaut ab: | 1215 |
Auf dem sogenannten „Rock“ (französisch: „Rocher“), einem imposanten Felsen im Meer, thront Monacos Altstadt mit dem Fürstenpalast, der Kathedrale und ihren verwinkelten Gassen.
Der Überlieferung nach gelangten die ersten Grimaldi durch eine List in den Besitz des „Rock“, auch bekannt als „Fürstenfelsen“. Dort lebt das mittelalterliche Monaco bis heute weiter: bunte Fassaden, enge Kopfsteinpflastergassen und versteckte Treppen bilden eine mediterrane Bilderbuchkulisse. Am besten erlebt ihr die Altstadt, indem ihr euch treiben lasst durch pastellfarbene Häuserzeilen, unter Torbögen hindurch und vorbei an pittoresken Aussichtspunkten.
3. Fürstenpalast (Palais Princier): Residenz der Grimaldi-Familie

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| Erbaut: | ab 1215 |
| Must-See: | Wachablösung 11.55 Uhr |
| Must-Do: | Besichtigung Innenräume |
Seit 1297 herrscht das Haus Grimaldi vom Fürstenpalast, dem Wahrzeichen Monacos, über das kleine Land. Der Palast entstand ab 1215 auf den Resten einer genuesischen Festung und wurde im 17. Jahrhundert prachtvoll ausgebaut.
Er ist bis heute die Residenz der Fürstenfamilie. Mittlerweile sind die Prunksäle teils öffentlich zugänglich, darunter der Ehrenhof, die Spiegelgalerie, der Thronsaal und zahlreiche Fresken. 2014 entdeckten Restauratoren verborgene Wandmalereien, die aufwendig freigelegt wurden. Ein weiteres Highlight, das ihr nicht verpassen solltet, ist die tägliche Wachablösung um 11.55 Uhr auf dem Place du Palais.
4. Kathedrale Notre-Dame-Immaculée: Monacos neoromanische Kathedrale

| Erbaut: | ab 1875 |
| Must-See: | Orgel |
| Pfeifen der Orgel: | 7.000 |
Die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée von Monaco-Ville wurde ab 1875 aus weißem Stein erbaut und 1911 eingeweiht. Sie beeindruckt mit ihrem neoromanisch-byzantinischen Stil. In der Kathedrale ruhen viele Grimaldi-Fürsten, darunter Fürstin Grace Kelly.
Sehenswert sind unter anderem der Altar aus Carrara-Marmor, das Altarbild von Louis Bréa (1500) und die monumentale Orgel mit fast 7000 Pfeifen. Von September bis Juni singt sonntags um 10 Uhr der Knabenchor Petits Chanteurs de Monaco. Auch Konzerte finden in der Kathedrale statt, die täglich geöffnet ist, ausgenommen während der Gottesdienste.
5. Ozeanographisches Museum: Architektonisches Highlight an der Küste


| Eröffnet: | 1910 |
| Fläche: | 6.500 m² |
| Must-See: | Blick von Dachterrasse |
Das 1910 eröffnete Ozeanographische Museum thront spektakulär auf dem Felsen von Monaco und ist damit allein von Außen ein Highlight. Auf 6.500 m² erwarten euch im Inneren beeindruckende Aquarien sowie eine spannende Dauerausstellung zur Ozeanforschung.
Entlang eines 27 Meter langen Bühnenschiffes geht ihr auf Entdeckungsreise. Darüber hinaus machen Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst und immersive Shows wie „Immersion“ das Museum zu einer der Hauptattraktionen des Fürstentums. Außerdem gibt es einen pädagogischen Saal mit Animationen. Tipp: Genießt auf der Dachterrasse im Restaurant La Terrasse den schönsten Weitblick über das Fürstentum und das Mittelmeer.
6. Opéra de Monte-Carlo: Das kulturelle Zentrum Monacos

| Eröffnet: | 1879 |
| Must-Do: | Aufführungsbesuch |
| Kapazität: | 517 Gäste |
Die Opéra de Monte-Carlo verbirgt sich im Südflügel des Casino de Monte-Carlo. Das neumanieristische Opernhaus wurde zwischen 1878 und 1879 errichtet, nach einem Entwurf von Charles Garnier, dem Architekten der Pariser Oper.
Der prunkvolle Salle Garnier mit rotem Samt, Kronleuchtern und Fresken bietet Platz für 517 Gäste und gilt als akustisches Meisterwerk. Dort traten bereits Stars wie Pavarotti, Renée Fleming und Jonas Kaufmann auf. Das Haus bietet ein Programm aus Oper, Ballett und Konzerten. Ein Aufführungsbesuch lohnt sich, denn eine öffentliche Besichtigung ist nicht möglich.
7. Stade Louis II: Multifunktionales Stadion

| Eröffnet: | 1985 |
| Größe: | 30.000 m2 |
| Must-Do: | 1-stündige Führung |
Das 30.000 m² große Stade Louis II wurde 1985 von Fürst Rainier III. eröffnet und ist die Heimspielstätte des AS Monaco sowie des Basketballteams Roca Team. Der imposante Sportkomplex in Fontvieille bietet Platz für Fußball, Basketball, Leichtathletik und Schwimmen.
Ab Mitte April werden von Montag bis Freitag mehrmals täglich einstündige Führungen auf Französisch, Englisch und Italienisch angeboten. Dabei könnt ihr unter anderem die Umkleiden, den Spielertunnel, die fürstliche Loge und das olympische Schwimmbad entdecken. Im Stadion finden auch internationale Events wie die Champions League, das Leichtathletik-Meeting Herculis oder Fechtturniere statt.
8. Café de Paris & Place du Casino: Das Herzstück des mondänen Lebens

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| Entstanden: | 1850 (Platz), 1868 (Café) |
| Must-Do: | Kaffee auf der Terrasse |
| Must-See: | Sky Mirror |
Der Place du Casino ist seit 1850 das mondäne Zentrum Monte-Carlos, flankiert von Casino, Hôtel de Paris und dem ikonischen Café de Paris. Nach der Neugestaltung im Jahr 2020 präsentiert sich der Platz mit heller Stein-Esplanade, Palmen, Brunnen und Anish Kapoors Spiegelkunstwerk Sky Mirror.
Die Ursprünge des Café de Paris gehen auf das Jahr 1868 zurück. Heute vereint es Pariser Brasserie-Flair mit monegassischem Chic. Auf seiner großen Terrasse könnt ihr Kaffee, Lunch oder Dinner genießen, je nach Saison mit Blick auf Luxusevents oder die Rennwagen des Formel-1-Grand Prix.
9. Exotischer Garten & Rosengarten: Grüne Oasen Monacos


| Eröffnet: | 1933 bzw. 1984 |
| Must-See: | Weitblick vom Exot. Garten |
| Must-Do: | Besuch Tropfsteinhöhle |
Monaco bietet zwei traumhafte grüne Oasen: Der 1933 eröffnete Jardin Exotique thront spektakulär über dem Fürstentum, mit mehr als 1.000 Kakteen- und Sukkulentenarten aus aller Welt, die zwischen den Felsen wachsen. Der Panoramablick über Mittelmeer und Küste zählt zu den schönsten des Landes. Tief im Felsen liegt die Grotte de l’Observatoire, eine Tropfsteinhöhle mit faszinierenden Formationen. Nach einer Sanierung öffnet der Garten voraussichtlich Ende 2025 wieder.
In Fontvieille verzaubert der Rosengarten Princesse Grace seit 1984 Besucherinnen und Besucher mit 450 Rosensorten. Er ist auch Schauplatz des renommierten Wettbewerbs für neue Rosenzüchtungen.
10. Larvotto Beach: Beliebter Stadtstrand mit Wasseraktivitäten

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| Eröffnet: | 2021 |
| Must-Do: | Wassersport wie Jet-Ski |
| Must-See: | Renzo Pianos Promenade |
Monacos neu gestalteter Larvotto Beach, 2021 von Fürst Albert II. eröffnet, ist der beliebteste Stadtstrand des Fürstentums. Dort treffen sich Sonnenhungrige und Sportfans: Jet-Ski, Parasailing und Paddleboarding sorgen für Action, während Beachbars und Restaurants direkt an der von Renzo Piano gestalteten Promenade zum Verweilen einladen.
Seit 2025 führt der neue Stadtteil Mareterra samt Fußgängerzone direkt zum Strand. In der Nähe liegen der Japanische Garten, das Grimaldi Forum und die Villa Sauber. Wenn ihr mehr Exklusivität sucht, findet ihr sie an den Privatstränden und Pools der umliegenden Luxushotels.
11. Privatsammlung H.S.H. Prince Rainier III: Sammlung historischer Luxus-Oldtimer
| Kollektion seit: | 1950ern |
| Must-See: | ca. 100 Luxus-Oldtimer |
| Öffentlich seit: | 1993 |
Direkt am Port Hercule präsentiert Monaco auf 3.500 m² die beeindruckende Autosammlung von Fürst Rainier III. Der autobegeisterte Regent begann in den 1950er-Jahren mit dem Aufbau der Kollektion, die 1993 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Fast 100 Luxus-Oldtimer, Rallye- und Formel-1-Wagen erzählen dort die Geschichte von Glamour, Technik und Geschwindigkeit. Highlights sind unter anderem der Chrysler, mit dem Fürstin Grace einst abgeholt wurde, und der Lexus der Fürstenhochzeit 2011. Ferrari, Rolls-Royce, Lamborghini oder Rallye-Legenden – die Ausstellung ist ein Paradies für alle Autoliebhaber unter euch.
Weitere Reisetipps an der Côte d’Azur
Schon gewusst? Monaco wird besonders mit der Formel 1 in Verbindung gebracht – und das aus gutem Grund: Die berühmte Strecke durch Monte-Carlo besteht seit dem ersten Grand Prix im Jahr 1929 und gehört seit 1950, mit Ausnahme von 1955, zum Kalender der Formel-1-Weltmeisterschaft. Der 3,337 Kilometer lange Rundkurs schlängelt sich durch enge Straßen, Tunnel und die Haarnadelkurve am Grand Hotel – ein Highlight bei jedem Rennen. Das Formel-1-Wochenende findet jährlich Ende Mai statt, meist am letzten Maiwochenende. Doch auch im Rest des Jahres lohnt sich ein Besuch des Grand Prix Circuit: Führungen und Circuit-Walks zeigen den Kurs im Detail, etwa bei der „F1 Circuit Tour“ mit Guide. Alternativ könnt ihr die Strecke auch auf eigene Faust erkunden.
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