Die 11 besten Sehenswürdigkeiten in Washington, D.C.

Eine der beeindruckendsten Hauptstädte der USA ist Washington, D.C. Hinter der politischen Fassade verbirgt sich eine faszinierende Mischung aus Geschichte, Kunst und moderner Kultur. Das Stadtzentrum ist geprägt von berühmten Bauwerken, eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten und weltbekannten Museen. Lebendige Viertel und grüne Parks sorgen dabei für überraschende Kontraste. Kaum ein Reiseziel vereint Geschichte und Gegenwart so eindrucksvoll. Unsere Reisetipps führen euch durch Washington, D.C.!

Top-Sehenswürdigkeiten in Washington im Überblick

Washington, D.C. liegt im Osten der USA zwischen den Bundesstaaten Maryland und Virginia, rund 350 Kilometer südlich von New York City. Mit rund 700.000 Einwohnern gehört die Hauptstadt zwar nicht zu den größten Städten des Landes, ist jedoch das politische Zentrum der Vereinigten Staaten. Schließlich ist Washington, D.C. Sitz des Weißen Hauses und des Kapitols und damit für viele das Herz der USA. Hier residiert der Präsident, während im Kapitol der US-Kongress über Gesetze und politische Entscheidungen berät.

Doch Washington ist weit mehr als nur Politik: Entlang der National Mall reihen sich weltberühmte Museen der Smithsonian Institution, die kostenlos besucht werden können und jedes Jahr Millionen Besucher anziehen. Zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten zählt außerdem das Lincoln Memorial, das gemeinsam mit dem Washington Monument das Stadtbild prägt. So entsteht eine spannende Mischung aus Machtzentrum, Kulturmetropole und überraschend entspannter Großstadt.— 
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1. United States Capitol: Machtzentrum der USA

Lage:Capitol Hill
Fertigstellung:1800
Höhe:ca. 88 m

Für viele ist es das Wahrzeichen von Washington, D.C.: das United States Capitol. Direkt auf dem Capitol Hill im Herzen der Stadt ragt seine weiße Kuppel in den Himmel und ist weit mehr als nur ein architektonisches Highlight. Hier tagt der US-Kongress, bestehend aus Repräsentantenhaus und Senat. Damit ist das Kapitol eines der wichtigsten politischen Zentren der Vereinigten Staaten.

Ein Besuch lohnt sich unbedingt: Geführte Touren starten im Capitol Visitor Center und geben spannende Einblicke in Geschichte, Architektur und Politik. Neben seiner politischen Bedeutung beeindruckt das Gebäude mit prachtvollen Sälen, historischen Kunstwerken und seiner eindrucksvollen Lage auf der Anhöhe. Auch als Fotomotiv gehört das Kapitol zu den beliebtesten Orten der Stadt.

2. National Mall: Lincoln Memorial & Reflecting Pool in Amerikas Vorgarten

Länge:3 km
Fläche:59 Hektar
Öffnungszeiten:durchgehend

Die National Mall, oft einfach nur „Mall“ genannt, erstreckt sich im Zentrum von Washington, D.C. zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial. Die weitläufige Grünanlage trägt den Spitznamen „Amerikas Vorgarten“ und ist gesäumt von einigen der bekanntesten Monumenten und Museen der USA.

Hier befindet sich auch das Lincoln Memorial, eines der eindrucksvollsten Wahrzeichen Washingtons. Im Inneren des Gebäudes aus weißem Marmor sitzt die monumentale Statue von Abraham Lincoln, die an den 16. Präsidenten der USA erinnert. Das Memorial besteht aus 36 Säulen, die die 36 Bundesstaaten der USA zur Zeit von Lincolns Tod symbolisieren. Vor dem Memorial erstreckt sich der Reflecting Pool, in dem sich das Washington Monument im Wasser spiegelt. Die gesamte Anlage ist dem Gedenken und der Geschichte gewidmet und nicht zuletzt als Schauplatz der weltbekannten Rede von Martin Luther King Jr. bekannt.

3. Smithsonian National Museum of Natural History: Weltbekanntes Naturkundemuseum

Eröffnung:1910
Objekte:über 148 Mio.
Geöffnet:täglich

Das Smithsonian National Museum of Natural History liegt zentral an der National Mall und zählt zu den meistbesuchten Naturkundemuseen der Welt. Es gehört zur Smithsonian Institution und beeindruckt mit einer riesigen Sammlung rund um Natur, Evolution und Wissenschaft.

Verschiedene Ausstellungsbereiche, darunter Ozeane, Fossilien, Mineralien und die Tierwelt, machen das Museum zu einer spannenden Attraktion für Besucher jeden Alters. Zu den Highlights zählen Dinosaurierskelette, der berühmte Hope-Diamant und verschiedene interaktive Ausstellungen. Ein Besuch passt außerdem in jedes Reisebudget, denn der Eintritt ist kostenlos.

4. Washington National Cathedral: Gotisches Meisterwerk

Die majestätische Kathedrale umgeben von frischem Grün und Bäumen im Frühling.
©Sergey Novikov
Lage:Mount Saint Alban
Bauzeit:1907 bis 1990
Baustil:Gotik

Die Washington National Cathedral liegt im Nordwesten von Washington, D.C. auf einer Anhöhe im Stadtteil Cathedral Heights. Sie zählt zu den eindrucksvollsten Sakralbauten der USA. Die neugotische Kirche gehört zur Episcopal Church und ist eine der größten Kathedralen des Landes.

Mit ihren hohen Türmen, farbenprächtigen Glasfenstern und kunstvollen Details wirkt sie fast europäisch und fügt sich damit überraschend anders in das Stadtbild von Washington ein. Für euch als Besucher ist sie daher eine willkommene Abwechslung zu den politischen Monumenten der Hauptstadt. Nicht zuletzt ist die Kathedrale auch ein beliebter Aussichtspunkt mit weitem Blick über die Stadt.

5. Das Weiße Haus am Lafayette Square: Präsidentenresidenz in Washington

Die Statue eines auf einem Pferd sitzenden Reiters vor dem Weißen Haus, umgeben von Kanonen und bunten Blumen im Vordergrund.
©SeanPavonePhoto
Baujahr:1800/1817
Architekt:James Hoban
Besonderheit:Wohnsitz des US-Präsidenten

Das Weiße Haus liegt im Zentrum von Washington, D.C. und ist die offizielle Residenz des US-Präsidenten. Direkt gegenüber befindet sich der Lafayette Square, einer der bekanntesten Plätze der Stadt. Gemeinsam bilden sie einen der symbolträchtigsten Orte der Vereinigten Staaten, der in der Geschichte immer wieder eine tragende Rolle gespielt hat.

Das Weiße Haus ist nicht nur Wohnsitz, sondern auch politischer Schauplatz weltweiter Entscheidungen. Der angrenzende Park bietet einen der besten Blickwinkel auf die berühmte Fassade und ist gleichzeitig ein historischer Treffpunkt für Demonstrationen und öffentliche Versammlungen.

6. Smithsonian National Air and Space Museum: Luft- und Raumfahrt hautnah

Eröffnung:1976
Umfang:ca. 60.000 Artefakte
Achtung:2 Standorte

Washingtons Museen sind rekordverdächtig. Mit dem Smithsonian National Air and Space Museum beherbergt die Stadt eines der bedeutendsten Museen für Luft- und Raumfahrt weltweit. Als Teil der Smithsonian Institution zeigt es originale Flugzeuge, Raumkapseln und Exponate aus der Geschichte der Luft- und Raumfahrt.

Die Ausstellung verteilt sich auf zwei Standorte: einen an der National Mall in Washington, D.C. und den Steven F. Udvar-Hazy Center in Chantilly, Virginia. Neben historischen Fluggeräten könnt ihr hier auch Mondgestein bestaunen und tief in die Weltraumforschung eintauchen. Laut Smithsonian bilden die beiden Standorte gemeinsam die weltweit größte Sammlung von Luft- und Raumfahrtartefakten.

7. Library of Congress: Schatzkammer des amerikanischen Wissens

Innenansicht der Bibliothek mit großen Öffnungen und kunstvollen Bögen, beleuchtet von buntem Glas, mit Lesetischen und Statuen.
©imagoDens
Lage:Capitol Hill
Gründung:April 1800
Eintritt:kostenlos

Würde man das Gedächtnis Amerikas beschreiben wollen, öffnet man am besten die Tür zur Library of Congress. Auf dem Capitol Hill befindet sich die größte Bibliothek der Welt und eine der beeindruckendsten Wissenssammlungen überhaupt. Hier lagern Millionen Bücher, Manuskripte, Landkarten, Fotografien, Tonaufnahmen und viele weitere historische Dokumente.

Heute dient die Sammlung unter anderem als Forschungsbibliothek für den US-Kongress. Doch nicht nur ihre Bestände sind einen Besuch wert. Auch das prachtvolle Thomas Jefferson Building beeindruckt mit kunstvoller Architektur, reich verzierten Sälen und einer fast palastartigen Atmosphäre. Der Eintritt ist kostenlos, und ihr könnt durch die eindrucksvollen Innenräume schlendern, einen Blick in die großen Lesesäle werfen und all die Schätze zwischen Büchern, Geschichte und amerikanischer Identität auf euch wirken lassen.

8. Tidal Basin & Jefferson Memorial: Washingtons schönste Uferkulisse

Lage:West Potomac Park
Eröffnung:1943
Beste Reisezeit:zur Kirschblüte

Der Tidal Basin liegt im Südwesten von Washington, D.C., unweit der National Mall. Direkt am Ufer des künstlich angelegten Wasserbeckens befindet sich das Jefferson Memorial. Die halbkreisförmige Anlage mit ihrer imposanten Kuppel wurde zu Ehren des dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson errichtet.

Eindrucksvoll spiegelt sich das Memorial im Wasser des Tidal Basin. Besonders im Frühling ist diese Sehenswürdigkeit ein echter Publikumsmagnet. Dann verwandeln die berühmten Kirschblüten die Uferpromenade in ein rosa-weißes Blütenmeer. Kamera nicht vergessen, denn dieses Motiv gehört zu den schönsten Fotospots der Stadt.

9. Georgetown Waterfront Park: Grüne Oase mit Stadtblick

Blick auf eine Uferpromenade mit Flaggen und blühenden Pflanzkübeln, umgeben von Restaurants und Booten im Wasser.
©Walt

Auch interessant: Die besten Sehenswürdigkeiten in New York City

Lage:Potomac River
Fläche:ca. 4 Hektar
Must-See:Sonnenuntergang

Einen grünen Kontrast zum Trubel der Stadt findet ihr im Georgetown Waterfront Park. Direkt am Ufer des Potomac River und nur wenige Minuten vom bekannten Viertel Georgetown entfernt, bietet der Park einen ruhigen Ort zum Durchatmen.

Mit seinen Spazierwegen, Grünflächen und dem Blick auf den Fluss sowie die Skyline von Washington ist er ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Besonders schön ist ein Besuch zum Sonnenuntergang. Dann könnt ihr den Blick über den Potomac River schweifen lassen und beobachten, wie sich das goldene Licht im Wasser spiegelt.

10. Rock Creek Park: Washingtons verborgenes Naturjuwel

Ein malerischer Fluss mit einem Steinbogenbrücke, umgeben von üppigem, grünem Wald.
©Silverman Media
Größe:7,098 km²
Eröffnung:1890
Beste Reisezeit:Frühling, Herbst

Ein weites Stück Natur findet ihr im Rock Creek Park im Nordwesten von Washington, D.C. Der Park erstreckt sich als weitläufiges Naturgebiet durch die Stadt bis zum Potomac River. Er gehört zu den ältesten urbanen Nationalparks der USA und bietet eine überraschend wilde Landschaft mitten in der Hauptstadt.

Dichte Wälder, Wanderwege, Fahrradstrecken und historische Mühlen machen den Park zu einer willkommenen Abwechslung beim Sightseeing. Nicht umsonst ist er ein beliebtes Naherholungsgebiet, in dem sich die Hektik der Stadt schnell vergessen lässt.

11. National Museum of African American History and Culture: Bewegende Geschichte

Das Nationalmuseum für afrikanische amerikanische Geschichte und Kultur in Washington, D.C. mit der charakteristischen architektonischen Fassade.
©Ryan Tishken
Lage:National Mall
Eröffnung:2016
Öffnungszeiten:täglich

Das National Museum of African American History and Culture ist eines der jüngsten Museen der Smithsonian Institution und widmet sich der Geschichte, Kultur und Lebenswelt afroamerikanischer Menschen in den USA. Hier wird Geschichte von der Zeit der Sklaverei bis in die Gegenwart erzählt.

Die markante Architektur mit ihrer bronzefarbenen Fassade ist bereits für sich ein Blickfang. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings solltet ihr euch frühzeitig um einen Timed-Entry Pass kümmern. Dieser kann online reserviert werden und ist für den Besuch erforderlich.

Weitere Reisetipps in den USA

Schon gewusst? Washington, D.C. ist ein echtes politisches Kuriosum: Die US-Hauptstadt gehört keinem Bundesstaat an, sondern ist ein eigenständiger Bundesdistrikt. Die Stadt liegt zwischen den Bundesstaaten Maryland und Virginia, gehört jedoch zu keinem von beiden. Der Gedanke dahinter war, dass kein einzelner Bundesstaat durch den Sitz der Hauptstadt einen politischen Vorteil erhalten sollte. Deshalb untersteht Washington, D.C. bis heute in besonderer Weise dem US-Kongress. Zwar haben die Bewohner eine lokale Selbstverwaltung, im Kongress sind sie jedoch nur eingeschränkt vertreten.

Kritik an dieser Lösung gibt es seit Langem. Unter dem Schlagwort „DC Statehood“ setzen sich Befürworter dafür ein, Washington, D.C. zum 51. Bundesstaat zu machen. Trotz all dieser politischen Besonderheiten bleibt von Washington, D.C. vor allem ein Eindruck: Die Stadt ist überraschend grün, gut strukturiert und voller Kontraste.

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