Der Wallberg gehört zu den meistbesuchten Gipfeln des Mangfallgebirges in den Bayerischen Voralpen. Der 1.722-Meter-hohe Berg liegt am Tegernsee und ist mit dem Auto oder Bus und Bahn gut zu erreichen. Die Tour dauert etwa vier Stunden und ist damit eine eher entspannte Wanderung. Oben lockt ein Panoramarestaurant und ein Rundumblick über den Tegernsee und die südlicheren Berge. Mit der Bergbahn kann man die Tour außerdem knie-schonend verkürzen.

Lohnt sich die Wanderung am Wallberg vom Tegernsee?

Der Wallberg gehört zu den Klassikern der Bayerischen Voralpen, weil man hier für relativ wenig Aufwand viel bekommt: einen abwechslungsreichen Rundweg, ein 360-Grad-Gipfelpanorama und gleich drei Restaurants auf dem Weg. Kein Wunder, dass der Wallberg auch bei Paraglidern und Skitourengehern beliebt ist. Hinauf und hinab führen viele Wege: Von der Talstation der Wallbergbahn aus erreicht man sowohl den Sommerweg als auch den Winterweg und man kann natürlich auch mit der Wallbergbahn auf- und abfahren. Mit dem Setzberg, einem Nachbargipfel nebenan, lässt sich die Tour optional um etwa 45 Minuten verlängern.

Fototipp: Wenig überraschend, aber die besten Fotos könnt ihr auf dem Gipfel machen – und zwar in alle Richtungen. Der ideale Ort für schöne Panorama-Aufnahmen.

Anreise zum Ausgangspunkt am Tegernsee

Startpunkt:Tegernsee
Höhenmeter:930 hm
Strecke:13,9 km
Dauer:ca. 4 Stunden
Fahrt mit der
Wallbergbahn:
Berg- und Talfahrt: 13 Euro,
einfache Fahrt 7,50 Euro

Der Zug von München Hauptbahnhof fährt halb stündlich und braucht eine gute Stunde. Vom Bahnhof Tegernsee aus nehmt ihr den Bus 9556 Richtung Klamm, Kreuth. Nach 20 Minuten erreicht ihr die Haltestelle Tegernsee.

Wer mit dem Auto anreist: Bei der Talstation der Wallbergbahn gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Die Adresse fürs Navi: Wallbergstraße 26, 83700 Rottach-Egern.

Ausrüstung je nach Jahreszeit

Bei der Wanderung auf dem Wallberg handelt es sich um eine kurze bis mittellange Tagestour. Zur üblichen Ausrüstung gehören feste Schuhe, Rucksack mit Regenjacke, Wechselshirt, je nach Jahreszeit Pullover, lange Hose, Handschuhe, Mütze und wie immer ein Erste-Hilfe-Set. Wer einkehren will, sollte sich über aktuelle Öffnungszeiten der Restaurants informieren.

Schatten hat man nur zu Anfang und Ende des Weges, deshalb sollte man an sonnigen Tagen eine Kopfbedeckung, Sonnencreme und Sonnenbrille einpacken. Falls Schnee liegt, lohnen sich Grödel.

Aufstieg über den Sommerweg

Egal wie man hoch will, los geht es am Parkplatz der Wallbergbahn. Wandermüde Bergfreunde können hier direkt einsteigen, alle anderen folgen einem breiten Weg in südöstliche Richtung in den Bergwald hinein (wir folgen dem Schild Richtung „Wallberg, Setzberg, Kreuth-Riedlern“). Wir überqueren eine Skiroute und steigen leicht auf. Nach etwa einer Viertelstunde überqueren wir eine Holzbrücke und kommen dann an eine Abzweigung. Hier können wir zwischen Sommerweg und Winterweg wählen. Es liegt kein Schnee, deshalb entscheide ich mich für eine Lasso-Tour. Hoch geht es über den Sommerweg, runter über den normalerweise flacheren Winterweg.

Über einen gepflasterten Weg geht es steil weiter durch den Wald, über noch eine Brücke und wieder vorbei an der Skiroute, ehe wir an einer lichten Stelle das erste Mal den Ausblick auf den Tegernsee genießen können. Dieser Blick wird uns von nun an begleiten. Der Weg schlängelt sich in mehreren Kehren hinauf, vorbei an Rastplätzen, ehe er auf einer Höhe von etwa 1.350 m wieder mit dem Winterweg zusammenläuft.

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Altes Wallberghaus, Wallbergkirchlein und ein Panoramarestaurant

Wir folgen dem vereinten Forstweg und lassen dann ziemlich schnell den Wald hinter uns. In einem Bogen wandern wir Richtung Wallbergsattel. Hier sehen wir auch unsere erste Einkehrmöglichkeit: In nur fünf Minuten gelangen wir zum Alten Wallberghaus, das nicht nur Bier und bayerische Schmankerl anbietet, sondern auch Zimmer vermietet. Bis hier hin haben wir knapp zwei Stunden gebraucht. Das Alte Wallberghaus bietet von 11 bis 15.30 Uhr warme Küche an. Bis 16 Uhr gibt es dann nur noch Getränke. Nach einer ausgiebigen Rast folgt das letzte Stück. Wir befinden uns hier übrigens in nächster Nachbarschaft zum Setzberg – auch ein schönes Wanderziel und eine Option, die Tour mit einem zweiten Gipfel um eine knappe Stunde zu verlängern.

Um auf den Wallberggipfel zu gelangen, gehen wir ein Stück zurück und dann in einem Rechtsbogen weiter bergauf. Kurz danach sieht man das Wallbergkirchlein, eine kleine Kapelle, die betreten werden kann und ringsherum üppig mit Bänken ausgestattet ist. Direkt nebenan befindet sich ein gut besuchter Startplatz für Gleitschirmflieger. Wir gehen auf das Panoramarestaurant zu und gelangen zur Bergstation der Wallbergbahn.

Von der Bergstation zum Gipfel und wieder hinab

Jetzt wird es interessant für Wanderer und Bergbahnfahrer, dieses letzte Stück zum Gipfel teilen sich nämlich beide. Es geht hinab in eine Senke, vorbei an der Bergwachthütte und dann einen breiten Weg hinauf und biegen kurz vor der Hintermaueralm den Wegweisern folgend nach links ab. Es geht über einen Hang, dann durch eine Rinne empor und schließlich über eine Rampe in eine Latschengasse. Der letzte Teil des Weges ist steinig. Bald erreichen wir das Gipfelkreuz.

Der Abstieg verläuft zunächst über denselben Weg, über den wir aufgestiegen sind. Müde oder eilige Wanderer können in der Bergstation die Wallbergbahn nach unten nehmen (letzte Fahrt im : 16:30 Uhr). Ich gehe gerne Rundwege, deshalb entscheide ich mich an der Abzweigung, den Winterweg abzusteigen. Der Weg ist ein bisschen länger, breiter und weniger steil. Außerdem führt er an einem weiteren Restaurant vorbei: die Wallbergmoosalm liegt auf 1.117 m.

Fazit

Vom Wallberg habe ich schon viel gehört, bevor ich das erste Mal selbst aufgestiegen bin. Ich bin nach meiner Wanderung wieder sehr zufrieden im Tal angekommen. Der Weg ist nicht schwierig, ohne anspruchslos zu sein und das Panorama ist ausgezeichnet. Wegen der unkomplizierten Anfahrt und dem verhältnismäßig kurzen Aufstieg eignet sich der Wallberg auch hervorragend für Touren zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang – oder, dank der Seilbahn, perfekt für einen Familienausflug. Egal ob gut zu Fuß oder nicht – dann trifft man sich halt einfach zum Kaffeeklatsch im Panorama-Restaurant wieder.

Lage

Praktische Links

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