Die ruhige Schifffahrt über den malerischen Königssee ist eine sanfte Einstimmung auf die kommende Wanderung. Während der Fahrt ist die Archenkanzel schon gut zu erkennen. Dort geht es gleich hinauf. Und ich freue mich schon auf das geniale Panorama, das mich erwartet. Denn von dort blicken wir auf den Königssee hinab bis zu den höchsten Gipfeln der Berchtesgadener Alpen und des Steinernen Meeres.

Lohnt sich die Wanderung zur Archenkanzel am Königssee?

Die Archenkanzel ist ein Aussichtspunkt in den Berchtesgadener Alpen. Der beliebte Spot befindet sich hoch über dem malerischen Königssee auf 1.346 Metern. Insgesamt liegen rund 743 Meter zwischen der Archenkanzel und der Wasseroberfläche des Bergsees.

Zu erreichen ist sie beispielsweise über die Kührointalm. Von dort könnt ihr einen Großteil des Weges auch mit dem Bike zurücklegen. Denn auf dieser Seite geht es vorwiegend über Forststraßen und leichte Wanderwege hinauf. Anspruchsvoller und landschaftlich interessanter ist der Aufstieg über den teils alpinen Rinnkendlsteig.

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Dazu geht es zuerst mit dem Schiff über den Königssee bis nach St. Bartholomä. Ab da wartet der etwa 11 Kilometer lange Wanderweg mit etwas mehr als 800 Höhenmetern auf geübte Wanderer. Auf dem Steig sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit dringend erforderlich.

Instatipp: Für das perfekte Fotomotiv müsst ihr gar nicht lange suchen. Von der Archenkanzel sind 2/3 des Königssees zu sehen. Der wirkt aus dieser Perspektive fast wie ein norwegischer Fjord. Und dahinter ragt die Schönfeldspitze auf. Der Berg wird auch „Das Matterhorn der Berchtesgadener Alpen“ genannt und ist als markante, freistehende Spitze in der Ferne zu erkennen.

Anreise nach Schönau am Königssee

Start unserer Tour ist der große Parkplatz direkt am Königssee-Nordufer in Schönau am Königssee. Von München aus erreicht ihr den Königssee in rund 2 Stunden Autofahrt über den Chiemsee und Bad Reichenhall. In nächster Nähe zur Ortsmitte könnt ihr euer Auto für eine Tagesgebühr von € 8,00 abstellen. Von dort erreicht ihr die Schiffsanlegestelle in rund 5 Minuten zu Fuß.

Alternativ könnt ihr auch bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Hierfür fahrt ihr zuerst mit dem Zug nach Berchtesgaden und von dort dann weiter mit der Regionalbus-Linie 841 bis zum Autoparkplatz.

Wir sind mit dem Auto angereist und schnüren die Wanderschuhe. Die Stöcke sind zum Start noch am Rucksack befestigt, Trinken und Proviant ist im Rucksack verstaut. So marschieren wir gleichzeitig mit einigen anderen Touristen los zum Ticketkauf am Königsseeufer. Für die geplante Wanderung braucht ihr nur ein One-Way-Ticket mit dem Boot nach St. Bartholomä.

Mit dem Schiff nach St. Bartholomä

Kilometer:10,8 km
Höhenmeter:825 Hm
Höchster Punkt:1.346 m
Dauer:4,5 Std. (exkl. Schiffahrt)
Schifffahrt:9,30 Euro

Ich bin schon so oft mit einem der urigen Elektrobooten der Königsseeschifffahrt gefahren. Und immer wieder liebe ich den Moment auf halber Wegstrecke. Dann tauchen nämlich die roten Türme der Wallfahrtskirche in St. Bartholomä am Ufer auf und wir erblicken die mächtige Watzmann-Ostwand.

Viele Bootsgäste steigen mit uns in St. Bartholomä aus, einige fahren aber auch weiter bis ans Ende des Königsees nach Salet, wo der malerische Obersee und der Röthbachfall, Deutschlands höchster Wasserfall, liegen.

Da wir recht früh dran sind und genug Zeit für die Wanderung eingeplant haben, drehen wir eine Besichtigungsrunde um die Kirche und folgen dann den gelben Wegweisern zur „Archenkanzel über Rinnkendlsteig“.

Steil bergauf über den Rinnkendlsteig

Zunächst spazieren wir noch gemütlich am Seeufer entlang. Das ändert sich sehr bald und es geht steil in vielen Serpentinen durch den Laubwald hinauf. Ein Blick schräg nach oben lässt uns die Aussichtsplattform schon erkennen. Sie wirkt bereits recht nah, aber bis dahin haben wir noch einige Höhenmeter zu überwinden. Wir kommen ganz schön ins Schnaufen. Immerhin ist es sonnig und warm. Ein perfekter Tag zum Wandern sozusagen.

Die Bäume haben wir hinter uns gelassen und stets mit Königssee im Rücken gelangen wir zu den ersten Seilversicherungen. Spätestens hier ist Trittsicherheit wichtig, denn das Gelände wir zunehmend anspruchsvoller und alpiner. Einige Stellen sind mit zusätzlichen Eisentritten versichert. An dieser Stelle verstaut ihr die Wanderstöcke bestenfalls im Rucksack, um euch besser am Seil festzuhalten.

Das letzte Stück führt noch mal durch einen Nadelwald und ihr gelangt deutlich weniger ausgesetzt zu einem Forstweg hinauf. Dort biegen wir für die letzten Meter nach rechts ab auf einen gemütlichen Pfad und erreichen schließlich die Plattform.

Der vielleicht schönste Aussichtspunkt über dem Königssee

Kaum sind wir um die letzte Ecke gebogen, eröffnet sich uns ein Ausblick über den Königssee, der schöner nicht sein könnte. Tief unten erblicken wir die roten Zwiebeltürme der Kirche St. Bartholomä. Die Boote ziehen am See lautlos ihre Linien, begegnen einander und steuern ihre nächste Anlegestelle an.

Aus unserer Sicht am Ende des Königssee, also am Südufer, sehen wir jetzt auch nach Salet. Unser Blick schweift höher zu den felsigen Gipfeln ringsum und wir erkennen den Hochkönig mit seiner „übergossenen Alm“ (die Bezeichnung für die Gletscherreste am Hochkönigplateau). Weiter rechts sticht uns ganz klar ein Gipfel ins Auge. So frei und pyramidenförmig steht sie da und blickt majestätisch auf den Königssee herab: Die Schönfeldspitze. Ihren Gipfel ziert ein sehr außergewöhnliches Gipfelkreuz, nämlich eine Holzpietà.

Unsere Gipfelsuche wird unterbrochen von einer Familie, die ebenfalls das Plateau betritt und es sich mit den Kindern auf der Aussichtsbank gemütlich macht. Sie sind von der anderen Seite, etwas gemütlicher über die Kührointalm aufgestiegen und genehmigen sich nun eine kleine Jause. Der Hunger macht sich auch bei uns bemerkbar und wir reißen uns vom tollen Ausblick los, um weiterzuwandern. Zurück geht es auf der anderen Seite.

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Fazit

In leichtem Gelände und kurze Stücke über Forstwege gelangen wir ohne nennenswerten Höhenunterschied zur Kührointalm. Ich muss sagen, hier könnte es idyllischer nicht sein. Kuhglockengeläut bei der Ankunft, Watzmann-Panorama an der Terrasse, leckere Kuchen und danach gehts nur noch bergab. Zum Parkplatz meine ich natürlich. Meist über steile, aber gut befestigte Forstwege marschieren wir hinunter zum Ausgangspunkt am Nordufer des Königssees. Was für eine tolle, abwechslungsreiche Wanderung.

Für die Tour solltet ihr rund 4 bis 5 Stunden reine Gehzeit einplanen. Hinzu kommt allerdings noch die Schifffahrt. Gegebenenfalls müsst ihr da an schönen Sommertagen – vor allem am Wochenende – morgens am Anleger noch anstehen. Und mit einer ausgedehnten Pause an der Archenkanzel und einer weiteren Pause an der Kührointalm wird die Tour trotzdem zu einem tagesfüllenden Programm.

Tipp für Klettersteigliebhaber: Ihr könnt die Tour zur Archenkanzel auch mit dem Grünstein-Klettersteig kombinieren. Dann geht es das erste Stück oberhalb der Bobbahn bei Schönau an der Felswand bergauf. Da könnt ihr sogar zwischen verschiedenen Kletterschwierigkeiten wählen. Die einfachste Route ist mit C bewertet.

Lage

Praktische Links

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