Wuppertal: Deutschlands einzige Schwebebahn

Eine Bahn, die nicht auf Gleisen fährt, sondern oben an Schienen hängt und durch die Stadt fährt? Die gibt es in Wuppertal! Hier fährt Deutschlands einzige Schwebebahn, und sie ist nicht nur ein Highlight für Touristen, sondern auch ein normales Transportmittel im Nahverkehr. Was es mit der dramatischen Geschichte des Elefanten und der Bahn auf sich hat, verrate ich euch in diesem Artikel!

Lohnt sich die Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn?

Auf einer Strecke von 13 Kilometern fährt die Wuppertaler Schwebebahn durch die Stadt, genauer gesagt schwebt sie. Damit ist sie Deutschlands einzige Schwebebahn und gilt seit ihrer Eröffnung im Jahr 1901 als Wahrzeichen der Stadt. Insgesamt gibt es 20 Stationen, die zum größten Teil über der Wupper verlaufen. Dabei erreicht die Bahn eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h, im Durchschnitt fährt sie ca. 26 km/h und schwebt rund 12 Meter über der Wupper sowie ca. 8 Meter über den Straßen.

Die Wuppertaler Schwebebahn ist ein normales Verkehrsmittel, befördert täglich ca. 80.000 Menschen und wird nicht nur von Touristen geliebt. Für die Fahrt mit der Schwebebahn braucht es übrigens kein spezielles Ticket. Da die Bahn zum öffentlichen Nahverkehr gehört, kann man beispielsweise das Deutschlandticket nutzen oder alternativ ein Ticket für den VRR kaufen. In den Stoßzeiten kann es hier natürlich voll werden. Nutzt also Randzeiten, um einen begehrten Platz am Fenster zu bekommen.

Fototipp: Für ein perfektes Foto stellst du dich mittig auf die Adlerbrücke, die für Fußgänger geeignet ist, und fotografierst in Richtung des Elefanten Tuffi, der als steinernes Wahrzeichen im Wasser steht. Warte ab, bis eine Bahn ankommt, dann hast du alle Besonderheiten der Wuppertaler Schwebebahn auf einem Bild.

Anreise nach Wuppertal

Lage:Wuppertal, NRW
Strecke:13,3 km
Eröffnung:1901
Stationen:20
Besonderheit:Deutschlands einzige Schwebebahn

Die Schwebebahn lässt sich ganz unkompliziert entlang der gesamten Strecke nutzen, ein fester Startpunkt ist also nicht notwendig.

Besonders bequem ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Wuppertal ist gut an das Bahnnetz angebunden und sowohl mit dem ICE als auch mit Regionalzügen (RE) erreichbar. Vom Wuppertaler Hauptbahnhof aus, an dem die Schwebebahn direkt hält, kann man sofort zusteigen. Auch viele weitere Stationen sind bestens an Bus und Bahn angebunden. Wir selbst sind an der Station „Ohligsmühle“ gestartet und haben unser Auto in einem nahegelegenen Parkhaus abgestellt.

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Kein klassisches Verkehrsmittel, aber dennoch Alltag

Die Bahn fährt in die Station ein, und schon beim ersten Blick ist klar: Das hier ist keine gewöhnliche Bahn. Die Waggons hängen oben an einer Schiene – ein skurriler, fast ein wenig surrealer Anblick. Spätestens jetzt ergibt der Begriff „Schwebebahn“ wirklich Sinn. Ich steige ein, die Türen schließen sich, und kurz darauf setzt sich die Bahn in Bewegung. Wir schweben tatsächlich in der Luft, und genau das macht diesen Moment so besonders.

Sofort verändert sich auch der Blick nach draußen. Unter mir fließt die Wupper, daneben ziehen Straßen, Häuser und Fassaden vorbei. Wir sind weder direkt auf Straßenniveau noch in schwindelerregender Höhe unterwegs, sondern irgendwo dazwischen – etwa zehn Meter über dem Boden. Die Fahrt fühlt sich ruhig an, fast gleitend, begleitet von dem gleichmäßigen Geräusch der Schiene. Es wackelt längst nicht so stark wie in einer Seilbahn, und trotzdem bleibt dieses ungewohnte Gefühl, nicht in einer klassischen Bahn zu sitzen.

Ich schaue hinaus, lasse den Blick über die Wupper wandern und genieße die besondere Perspektive. Für viele der anderen Fahrgäste mag das ein ganz normaler Teil des Alltags sein. Für mich ist diese Fahrt aber eindeutig mehr als nur ein Transportmittel – sie ist ein Erlebnis.

Mein Highlight: Die Geschichte von Elefant Tuffi in der Schwebebahn

Während der Fahrt fällt mein Blick immer wieder nach unten auf die Wupper. Nahe der Station Adlerbrücke befindet sich eine ganz besondere Figur im Wasser. Je näher wir der Station kommen, desto aufmerksamer schaue ich nach ihr aus. Dann entdecke ich sie: Mitten in der Wupper steht ein grauer Stein-Elefant.

Im Jahr 1950 wurde ein Zirkuselefant namens Tuffi zu Werbezwecken in die Schwebebahn gesetzt. Während der Fahrt geriet er in Panik, brach durch die Seitenwand des Waggons und stürzte in die Wupper. Zum Glück überlebte er den Vorfall und trug nur leichte Verletzungen davon. Die Geschichte klingt fast surreal, aber sie ist tatsächlich passiert. Genau daran erinnert heute die kleine Steinfigur im Wasser. Es gibt sogar Souvenirs mit Tuffi zu kaufen. Außerdem wurde die Geschichte in Kinderbüchern verarbeitet, und sogar eine regionale Milchmarke trug seinen Namen.

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Fazit

Lohnt sich also ein Besuch der Wuppertaler Schwebebahn? Absolut. Anders als bei klassischen Bahnen ist der Anblick einer Bahn, die an Schienen hängt, immer noch ungewöhnlich. Doch auch eine Fahrt mit der schwebenden Bahn ist etwas Besonderes, egal, ob über die gesamte Strecke oder nur einige Stationen. Das ruhige Gleiten durch die Stadt macht diese Fahrt besonders, und mit der Geschichte des Elefanten im Hinterkopf gibt die Fahrt über die Wupper noch einmal eine andere Perspektive.

Wenn ihr euch noch mehr mit der Schwebebahn beschäftigen wollt, solltet ihr euch das Museum „Schwebodrom“ ansehen. Dort könnt ihr in ein virtuelles Schwebebahn-Abenteuer eintauchen.

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