Eine Hafenrundfahrt, ein Spaziergang durch die Speicherstadt und Fischbrötchen essen. Hamburg hat vieles zu bieten. Auch ein Besuch des Fischmarktes in Hamburg-Altona gehört zu den klassischen Sehenswürdigkeiten der norddeutschen Stadt. Allerdings ist das eingangs sicher erstmal kein gemütlicher Bummel, denn die Termine für den Fischmarkt liegen in den frühen Morgenstunden. Also heißt es erst einmal, sich aus dem Bett zu quälen. Ich wollte wissen, ob sich das frühe Aufstehen lohnt?

Ein Morgen auf dem Hamburger Fischmarkt

Jeden Sonntag lockt der Hamburger Fischmarkt gut 70.000 Besucher an, trotz der frühen Morgenstunden. Im Sommer startet der Markt nämlich schon um 5 Uhr, im Winter um 7 Uhr. Landschläfer werden die Touristenattraktion wohl verpassen, denn um 9.30 Uhr ist laut Öffnungszeiten schon alles vorbei. Von frischem Fisch über tropische Pflanzen bis hin zu Souvenirs wird beinahe alles angeboten, aber Vorsicht: Nicht immer ist es auch ein Schnäppchen. Besonders beliebt sind Körbe mit frischem Obst und heißer Kaffee zum Mitnehmen, weil viele eben doch unterschätzen, wie kalt es in der Nacht am Hafen sein kann. Denn der Wind pfeift dort ganz schön.

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Anreise

Hamburg kann mit dem eigenen Auto, per Bahn, per Bus oder per Flugzeug erreicht werden. In der Stadt selber lässt man das eigene Auto aber lieber stehen. Die Parkplatzsuche kostet nur unnötig Zeit. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verläuft die Anreise ganz bequem. Entweder mit der U3 bis Landungsbrücken oder mit der S3 bis Reeperbahn und dann den Berg hinunter zum Hafen laufen. Wer schon einmal da ist, kann sich auch vorher noch den Trubel auf dem Kiez, der Großen Freiheit und dem Hans-Albers-Platz ansehen.

Morgentlicher Schnack, Marktschreier und Fischbrötchen

Der Hamburger Fischmarkt ist sicher eine Institution der Hafenstadt, wo man sich zum morgentlichen Schnack trifft. Dazu gibt es dann – je nach eigenem Geschmack – ein Fischbrötchen oder Franzbrötchen. Die Wahl hängt meist davon ab, ob man gerade vom Kiez auf den Fischmarkt gefallen ist oder frisch aus dem Bett kommt. Gerade später im Jahr kann es aber auch aufgrund der Herbststürme passieren, dass der Fischmarkt mal wieder unter Wasser steht und dann fällt der Markt eben aus. Deswegen sollten Besucher unbedingt den Wetterbericht im Auge behalten.

Tanzen und Aufwärmen in der Fischauktionshalle

Am Ende des Fischmarktes, wenn man sich durch die Besuchermassen gekämpft hat, wartet groß erleuchtet (zumindest im Winter) die Fischauktionshalle. Eine willkommene Gelegenheit, sich entweder bei einem letzten Bier oder dem ersten Kaffee aufzuwärmen. Auf langen Holzbänken sitzt man Schulter an Schulter mit echten Hamburger Seebären und hört den Bands zu, die schon früh am Morgen spielen. Nicht selten passiert es auch, dass dem Nachbarn trotz der Lautstärke so langsam der Kopf auf den Biertisch singt. Da zeigt sich dann wieder, wie hart die letzte Nacht gewesen ist.

Lohnt sich ein Besuch auf dem Fischmarkt?

Was ursprünglich wirklich einmal als Markt der frischgefangenen Ware diente, ist mittlerweile eine beliebte Touristenattraktion geworden. Das bedeutet, es kann unangenehm voll werden. Sicher ist es ein echtes Hamburg-Feeling, von der Reeperbahn direkt zum Fischmarkt zum Gehen, um ein Fischbrötchen zu frühstücken, aber am Ende ist es eben doch nur ein Markt. Hier geht es wohl mehr um das echte Hamburger Gefühl als wirklich um die Waren. Wer etwas kaufen will, sollte sich auch vorher überlegen, wie er es auf der Fahrt nach Hause kühlen will. Wirklich beeindruckend sind allerdings die Marktschreier – wenn man den Hamburger Dialekt denn versteht. Touristinnen sollten schon einmal vorher nachschauen, was min Deern bedeutet.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Ein Besuch lohnt nicht nur auf dem Hamburger Fischmarkt, auch die Speicherstadt und das Kontorhausviertel (UNESCO Weltkulturerbe) sind interessante Orte. Mit dem „Kiez“ und der Elbphilharmonie hat sich Hamburg sogar zu einem der wichtigsten Musicalstandorte in Europa entwickelt. In der Stadt kann es aber empfindlich kalt werden, nicht nur im Herbst und Winter. Auch in den warmen Monaten weht oft eine steife Brise und das kann vor allem am frühen Morgen schon recht kühl werden. Deswegen machen es viele Touristen schon richtig, dass sie mit dicken Jacken und Mützen die Sehenswürdigkeiten der Stadt erkunden.

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