Australien steht bei vielen Reisenden auf der To-Do-Liste, gerne auch in Kombination mit einem längeren Aufenthalt, zum Beispiel beim Work & Travel. Schließlich hat der Kontinent so viele interessante Orte zu bieten, dass es unmöglich ist, in ein paar Wochen alles gesehen zu haben. Zu den klassischen Sehenswürdigkeiten gehören dabei der Ayers Rock (mittlerweile nur noch aus der Ferne), das Great Barrier Reef und die Great Ocean Road.

Mit dem Auto auf der Great Ocean Road in Australien

Im Süden von Australien, im Bundesstaat Victoria, verläuft die 243 Kilometer lange Great Ocean Road von Torquay nach Allansford. Sie gehört zu den bekanntesten Scenic Routes des Landes und zählt mittlerweile entsprechend viele Touristen. Aktuell sind es jährlich zwischen rund 7 Millionen Besucher. Seit 2004 gibt es übrigens auch den Great Ocean Walk, einen Wanderweg von 104 km Länge, der an der Küstenlinie nahe an der Great Ocean Road von Apollo Bay bis zu den 12 Apostles entlangführt.

#australien #roadtrip

Instatipp: Zu den unangefochtenen Klassikern der Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road gehören die Twelve Apostles (zwölf Apostel). Dieses Motiv sollte unbedingt mindestens einmal im Foto-Reisetagebuch auftauchen. Die meisten fotografieren es bei Sonnenuntergang – ich persönlich bevorzuge den Sonnenaufgang.

Anreise zur Great Ocean Road

Von Melbourne ist der Einstieg in die Great Ocean Road einfach, denn die weltbekannte B100 verläuft westlich der Stadt. Vom Stadtzentrum aus dauert es mit dem Auto knapp 90 Minuten. Bis zu den Zwölf Apostel sind es über die Great Ocean Road ab Melbourne knapp 4 Stunden. Die Reise kann also durchaus als Tagesausflug gemacht werden, ich persönlich empfehle aber, mehr Zeit einzuplanen, weil es zahlreiche Buchten geben wird (also, fast jede), an denen ihr stoppen wollen werdet.

Vorbereitung: Übernachtungen reservieren

Gerade wer in der High Season in Australien unterwegs ist, sollte zumindest im Voraus schon einmal grob einen Zeitplan aufstellen und nach Unterkünften an der Strecke suchen. Habt ihr einen Camper ausgeliehen, könnt ihr ihn nämlich nicht einfach wild irgendwo abstellen, sondern einzig auf Campingplätzen. Diese können aber ebenso ausgebucht sein, wie die Hotels oder Hostels. Deswegen lieber vorher reservieren. So stellt ihr auch sicher, dass ihr einen Stellplatz mit Strom bekommt (Aufpreis!).

Roadtrip richtig schön australisch

Strahlend blauer Himmel, barfuß oder mit Flipflops, kurze Shorts, offenes Fenster, Wind in den Haaren und die Füße lässig gegen das Handschuhfach gestützt. Ich kam mir ja schon irgendwie sehr australisch vor. Und sicher ging es den übrigen Reisenden, die ich entweder vor uns oder im Rückspiegel sah, wohl nicht anders. Besonders natürlich, wenn man sich die Surfboards oben auf den klapprigen VW-Bus geladen hat. Und die Aussicht? Absolut fantastisch, denn kaum ist man auf der Great Ocean Road bietet sich ein unbeschreiblicher Blick über die Küste, kleine Buchten und das Meer.

Vielleicht vorher den Linksverkehr üben

Wer keine Erfahrung im Linksverkehr hat, dem rate ich, vorher in einer etwas ruhigeren Gegend (also nicht Melbourne Downtown) zu üben. Im Stadtverkehr ist es zwar noch recht einfach, denn man fährt einfach den übrigen Verkehrsteilnehmern hinterher, aber auf der Great Ocean Road sind die Spuren deutlicher schmaler als in der Stadt und die Straße windet sich in vielen Kurven an der Küste entlang. Da fällt es am Anfang nicht ganz leicht, Distanzen abzuschätzen, wenn man sich gefühlt auf der falschen Seite des Autos befindet.

Highlight: Die Zwölf Apostel

60 Meter hoch ragen die gigantischen Felsen aus dem Meer, umspielt von der Brandung, vor dem Hintergrund der beeindruckenden Küstenlinie. Ein kurzer Fußweg führt zu mehreren Aussichtsplattformen, wo Besucher ausgiebig Fotos und Selfies machen. Wer gehofft hat, hier allein die Atmosphäre des Ortes ausnehmen zu können, wird wohl enttäuscht werden. Auch kreisen zahlreiche Helikopter über den Felsen, weil Touristen Überflüge mit dem Hubschrauber buchen können. Zwar ist es möglich, an den Strand hinunter zu gehen und dort wird es auch deutlich ruhiger, aber das Panorama aller Felsen gibt es tatsächlich nur von der Aussichtsplattform.

Fazit

Für Landschaftsfans ist die Great Ocean Road ein echtes Muss, denn die Strecke gehört zu einer der schönsten Routen der Welt. Deswegen kann ich jedem die Straße nur ans Herz legen. Was die Zwölf Apostel angeht, ist es wohl Geschmackssache. Sicher ist der Anblick sehr beeindruckend, aber leider ist der Ort auch sehr überlaufen, weil das Foto offenbar in jeden Instagram-Feed eines Australienreisenden gehört. Ich würde deshalb empfehlen, sich vorher zu erkundigen, wann die Tagesausflügler aus Melbourne etwa dort sein werden und dann entsprechend einen anderen Zeitpunkt zu wählen.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Als Stopps auf der Great Ocean Road, für diejenigen, die sie nicht in einem Tag machen wollen, empfehle ich Lorne mit seinen von Gummibäumen gesäumten Straßen und seinem romantischen Pier. Wer wilde Koalas auf seiner Australien To-Do-Liste hat, sollte einen Stopp in Kennett River machen (ca. 30 Minuten von Lorne). Der Ort hat sich zu dem Hotspot Australiens für Koala-Suchende entwickelt. Allerdings solltet ihr hier lieber früh morgens oder abends eintreffen, denn tagsüber ist es den Tiere zu heiß. Auch der Great Otway Nationalpark und der Strand von Loch Ard Gorge sind interessante Sehenswürdigkeiten auf der Great Ocean Road in Australien.

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