Wer Borkum erkundet, stößt schnell auf mehr als breite Strände und Dünen. Die Insel verbindet Natur, Seefahrtsgeschichte und Inselleben auf engem Raum. Zwischen Leuchttürmen, historischen Gebäuden und besonderen Landschaften liegen zahlreiche interessante Orte und Sehenswürdigkeiten. Einige davon gehören zu den bekannten Attraktionen der Insel, andere liegen etwas abseits der üblichen Wege. Unsere Reisetipps zeigen, welche Ausflugsziele sich für euch lohnen und was ihr auf keinen Fall verpassen dürft.
Top-Sehenswürdigkeiten auf Borkum im Überblick
Mitten im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer gelegen, befindet sich Borkum als westlichste Ostfriesische Insel nur wenige Kilometer vor der niederländischen Küste. Mit rund 5.200 Einwohnern ist sie nach Norderney die zweitgrößte dauerhaft bewohnte Insel der Ostfriesischen Inseln und verbindet auf besondere Weise lebendige Inselkultur mit beeindruckender Natur.
Das maritime Hochseeklima sorgt für klare Luft, milde Temperaturen und ideale Bedingungen für ausgedehnte Spaziergänge, Radtouren und Naturerlebnisse. Zwischen naturbelassenen Dünenlandschaften, endlosen Sandstränden und historischen Sehenswürdigkeiten gibt es auf dem niedersächsischen Borkum viel zu entdecken.
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Fototipp: Die schönsten Motive warten am Neuen Leuchtturm, an den Dünen von Hooge Hörn und entlang der weiten Strände. Morgens und am späten Abend fällt das Licht flacher über Strand und Watt und setzt die Küstenlandschaft besonders schön in Szene.
1. Neuer Leuchtturm: Wahrzeichen mit Weitblick

| Lage: | Ortskern |
| Höhe: | 60,3 m |
| Erbaut: | 1879 |
Im Westen des Ortskerns ragt der Neue Leuchtturm als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel in den Himmel. Mit seinen 60,3 Metern Höhe und seiner markanten Form prägt er seit über 150 Jahren das Bild der Küste und dient noch heute der Orientierung auf der Nordsee.
Wer die 308 Stufen bis zur Aussichtsplattform erklimmt, wird mit einem beeindruckenden Panorama belohnt. Bei klarer Sicht reicht der Blick über Dünen, Wattenmeer und bis zur niederländischen Küste. Besonders in den Abendstunden bietet der Leuchtturm einen der schönsten Fotospots der Insel.
2. Nordstrand und Promenade: Maritimes Lebensgefühl am Meer

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| Lage: | Im Norden Borkums |
| Länge: | ca. 8 km |
| Beste Reisezeit: | Mai bis September |
Der Nordstrand ist Borkums größter Strand und reicht über mehrere Kilometer entlang der Nordseite der Insel. Besonders am Nordbad konzentriert sich das Angebot: Neben dem bewachten Badebereich gibt es Möglichkeiten zum Surfen, Segeln und Beachvolleyball sowie weitere Freizeitangebote.
Die Milchbuden gehören seit mehr als 100 Jahren zum Borkumer Strandbild. Was einst mit Milchgetränken und einfachen Speisen begann, hat sich heute zu kleinen Strandlokalen mit Snacks und Getränken entwickelt. Die rund vier Kilometer lange Promenade verbindet Nordbad und Südbad und bietet Cafés, Restaurants und den Musikpavillon mit Kurmusik. Mit etwas Glück lassen sich von der Sandbank aus Seehunde beobachten.
3. Alter Leuchtturm: Historisches Wahrzeichen im Ortskern

| Lage: | Ortszentrum |
| Höhe: | 40 m |
| Erbaut: | 1576 |
Mitten im Herzen des Orts erinnert der Alte Leuchtturm an die lange Geschichte der Seefahrt. Das Bauwerk wurde ursprünglich als Kirchturm errichtet und später zum Leuchtturm umgebaut. Heute zählt es zu den ältesten erhaltenen Gebäuden der Insel und bietet spannende Einblicke in vergangene Zeiten.
Besucher erfahren hier mehr über die Entwicklung der Navigation und das Leben früherer Generationen. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein schöner Blick über die Dächer des Ortes, die Dünen und die umliegende Landschaft.
4. Nordwestlichster Punkt Deutschlands: Naturerlebnis am Inselrand

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| Lage: | obere Strandpromenade |
| Must-Do: | Spaziergang |
| Must-See: | Grenzpfahl |
Am äußersten Westen Borkums markiert ein grün-weiß geringelter Pfahl Deutschlands nordwestlichsten Punkt. Der Weg dorthin führt vorbei an der historischen Strandmauer durch naturbelassene Dünenlandschaften mit Blick auf Strand und Nordsee.
Informationstafeln erzählen von der Geschichte des Ortes und der ehemaligen Inselbahn. Heute erinnert eine kreisrunde Metallplatte mit Entfernungen und Himmelsrichtungen an die Lage des Ortes. Hinter der Strandmauer hat sich zudem ein neuer Naturraum mit Schilf, Kriechweiden und Wasserflächen entwickelt, in dem im Frühjahr Kreuzkröten zu hören sind.
5. Feuerschiff Borkumriff: Geschichte auf dem Wasser
| Lage: | Neuer Hafen von Borkum |
| Must-Do: | Museumsschiff erkunden |
| Geöffnet: | Dienstags, Donnerstags und Samstags |
Im Hafen von Borkum liegt das Feuerschiff Borkumriff, eines der letzten erhaltenen Feuerschiffe Deutschlands. Jahrzehntelang lag es rund 30 Kilometer vor der Insel vor Anker und warnte Schiffe vor den Sandbänken des Borkum Riffs.
Heute ist das Schiff als Museum zugänglich. Besucher können die ehemaligen Wohn- und Arbeitsräume besichtigen und mehr über die Geschichte der Feuerschiffe sowie das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer erfahren. Der Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Hafenbereich verbinden.
6. Greune Stee: Ruhige Natur zwischen Wald und Dünen


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| Lage: | Süden Borkums |
| Must-Do: | Wandertour |
| Beste Reisezeit: | Frühling bis Herbst |
Im Süden Borkums liegt die Greune Stee, ein künstlich angelegtes Inselwäldchen, das heute zu den abwechslungsreichsten Naturgebieten der Insel zählt. Vor über 100 Jahren legte der Lehrer Anton Scharphuis hier einen kleinen Wald an, der sich seitdem weitgehend ungestört entwickeln konnte.
Zwischen Laub- und Nadelbäumen, Dünen sowie feuchten und trockenen Moorböden entstand ein artenreicher Lebensraum für zahlreiche heimische Pflanzen und Tiere. Die ruhigen Wege machen die Greune Stee zu einem beliebten Gebiet für Spaziergänge und Fahrradtouren.
7. Heimatmuseum Dykhus: Auf den Spuren der Inselgeschichte
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| Lage: | Nordinsel |
| Must-See: | Pottwal-Skelett |
| Länge: | 15 m |
Im Zentrum der Insel lädt das Heimatmuseum Dykhus dazu ein, tiefer in die Vergangenheit einzutauchen. Historische Räume, traditionelle Kleidung und maritime Ausstellungsstücke erzählen vom früheren Leben der Bewohner.
Untergebracht in einem denkmalgeschützten Gulfhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert, erzählt das Museum von Seefahrt, Walfang, Seenotrettung und der Entwicklung der Insel. Bereits der Eingang mit zwei aufgerichteten Walkinnladen erinnert an die Walfangzeit. Ein besonderes Ausstellungsstück ist das 15 Meter lange Skelett eines Pottwals, das in einer eigenen Halle besichtigt werden kann.
8. Großes Kaap: Historisches Seezeichen in den Dünen

| Lage: | Westseite |
| Höhe: | ca. 23 m |
| Erbaut: | 1872 |
Das Große Kaap zählt zu den markanten historischen Seezeichen Borkums und steht in den Dünen im Westen der Insel. Die aus Backstein errichtete Landmarke diente Seefahrern früher zur Orientierung und half dabei, die Position von Schiffen vor der Küste zu bestimmen.
Mit seiner auffälligen Form ist das Große Kaap schon aus einiger Entfernung zu erkennen und erinnert an die lange maritime Geschichte Borkums. Heute ist das Seezeichen ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und bietet zugleich ein schönes Fotomotiv inmitten der typischen Dünenlandschaft.
9. Südstrand: Ruhe und Weite am Wattenmeer

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| Lage: | Im Süden der Insel |
| Länge: | ca. 3,5 km |
| Besonderheit: | Hundestrand |
Etwas ruhiger als der Nordstrand präsentiert sich der Südstrand im Süden Borkums. Hier ist das Meer oft schneller erreichbar und das Wasser wird früher tief, was den Strand besonders bei Badegästen beliebt macht. Hier gibt es Strandgastronomie, Fahrradstellplätze und einen ausgewiesenen Hundestrand.
Besonders stimmungsvoll ist der Blick auf den rot-weiß gestreiften Elektrischen Leuchtturm und die vorbeiziehenden Schiffe in Richtung Emsmündung. Wer es etwas ruhiger mag, findet am Südstrand viel Platz für ausgedehnte Spaziergänge entlang der Küste.
10. Hooge Hörn: Wunderschönes Naturschutzgebiet im Osten Borkums


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| Lage: | östliche Spitze der Nordinsel |
| Fauna: | Vögel und Robben |
| Must-See: | Mülldenkmal |
Am östlichsten Punkt Borkums liegt das Naturschutzgebiet Hoge Hörn (friesisch für „erhöht liegende Ecke“). Umgeben von Salzwiesen, Wattflächen und den Ostlagunen zählt es zu den wichtigsten Lebensräumen für Brut- und Zugvögel der Insel. Von den ausgewiesenen Wegen aus lassen sich unter anderem Austernfischer und Säbelschnäbler beobachten. Das Hoge Hörn selbst ist als Ruhezone des Nationalparks geschützt und darf nicht frei betreten werden.
An der äußersten Spitze befindet sich außerdem das sogenannte Mülldenkmal, ein aus angeschwemmtem Strandgut entstandenes Mahnmal, das auf die Vermüllung der Meere aufmerksam macht.
Weitere Reisetipps an der Nordsee
Schon gewusst? Borkum ist bequem mit der Fähre ab Emden erreichbar. Auf der autofreien Insel lassen sich viele Wege ideal zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Alternativ verbindet die Inselbahn wichtige Stationen. Wildcampen ist nicht erlaubt, Übernachtungen sind nur an ausgewiesenen Plätzen oder in Unterkünften möglich. Der Schutz der Natur spielt eine zentrale Rolle, denn Dünen, Strand und Wattenmeer bilden einen empfindlichen Lebensraum, der besondere Rücksicht verdient.
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