Erst Skifahren, dann Sightseeing. Das geht bei einem Skiurlaub in Innsbruck, der heimlichen Hauptstadt der Alpen. Jeden Tag könnt ihr aufs neue zwischen den verschiedenen umliegenden Skigebieten entscheiden. Ich war bereits etliche Male zum Skifahren in Innsbruck und verrate euch, ob und für wen sich ein Skiurlaub lohnt.

Lohnt sich ein Skiurlaub in Innsbruck?

Innsbruck ist die Hauptstadt von Tirol und liegt direkt am Fuße der imposanten Nordkette. Aber auch auf der anderen Seite wird die Stadt von Bergen wie dem Patscherkofel eingeschlossen. Das sorgt dafür, dass ihr rund um Innsbruck in insgesamt 13 Gebieten Skifahren könnt.

Dazu zählen die Axamer Lizum, Muttereralm die Serles, Rangger Köpfl, Bergeralm und Glungezer. Zudem gibt es im Stubaital neben dem Skigebiet Elfer und Schlick 2000 noch den Stubaier Gletscher, der besonders lange in der Saison schneesicher ist.

Schneesicher ist auch das Kühtai. Hier wartet zwar kein Gletscher auf euch, aber durch die Höhenlage auf über 2.000 Meter hält der Winter meistens auch schon früh im Jahr Einzug.

Der Ski plus City-Pass, den es auch als Mehrtageskarte gibt, sorgt dafür, dass ihr euch nicht auf ein Skigebiet festlegen müsst. Der Skipass gilt in allen der oben genannten Gebiete. Außerdem ist mit der Karte der Skibus und der Eintritt zu 22 Attraktionen in der Stadt kostenfrei.

Aus der Stadt in den Schnee

Skigebiete:13
Pistenkilometer:308 Kilometer
SKI plus CITY Pass:ab 111,- Euro
Attraktionen:22 Erlebnisse
Bus inklusive:Ja

Wir frühstücken früh und packen die Skisachen zusammen. Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. Schnee lag in der Stadt selbst zwar nicht, als wir da waren, aber nur 40 Minuten später stehen wir an der Talstation in Kühtai und staunen.

Gar nicht weit von Innsbruck entfernt, hat sich die Natur verändert. Schnee bedeckt Wiesen und Bäume. Am Straßenrand türmen sich Schneeberge auf. Die Fahrbahn wird weißer und weißer. In Kühtai, einem der höchstgelegenen Skiorte Österreichs, sind Hausdächer und Grundstücke schließlich vollständig verschneit.

Rechts und links des Ortes mit den Hotels, die direkt an der Piste liegen, schlängeln sich Pisten die Bergflanken hinab. Wir entscheiden uns für die Südseite.

Erst Traumtag im Schnee, dann zur Bergiselschanze

Mit einer der ersten Gondeln fahren wir nach oben und schnallen bei Sonnenschein und blauem Himmel die Skier an. Noch sind die Pisten leer. Die Riffel der Pistenraupe glitzern in der Sonne. Das sieht richtig einladend aus. Es kann losgehen, ich bin bereit.

Die Abfahrt schlängelt sich wie eine Wellenbahn hinab ins Tal. Steilere Stücke wechseln sich mit flacheren Passagen ab. Das macht Spaß! Wir toben uns auf den insgesamt über 40 Pistenkilometer aus. Es gibt sogar eine Halfpipe. Dann geht’s nach einem Traumskitag zurück in die Stadt.

FOTOSPOT

Mit den Nordkettenbahnen bis zur Bergstation Hafelekar fahren und die Aussicht auf das Inntal und das wunderschöne Karwendel genießen.

HOTELTIPP

Das NALA individuellhotel in Innsbruck ist ein Design-Boutiquehotel, gelegen im Herzen der Stadt. Fast jedes Zimmer ist ein Einzelstück.

Mein persönliches Highlight des Tages folgt aber erst noch. Im Hotel legen wir die Skisachen ab und ziehen uns um. Es ist noch hell, da können wir auch noch was unternehmen.

Eine der Sehenswürdigkeiten, die wir mit dem Ski plus City-Pass ohne Aufpreis besuchen können, ist die Bergisel-Schanze. Hier laufen gerade die letzten Vorbereitungen zur Vierschanzentournee.

Noch nie zuvor stand ich in einem Skisprungstadion. Die Dimensionen sind krass. Von unten wirkt die 130 Meter hohe Schanze schon richtig imposant. Begeistert bin ich allerdings, als ich am Schanzentisch stehe und ich sehe, wie steil es hier tatsächlich runter geht. Wahnsinn!

Niemals würde ich dort springen. Ich bewundere den Mut der Athleten jetzt mehr als vorher. Der Schanzenrekord liegt übrigens bei 138 Metern aktuell.

Wir kehren in das Café ganz oben ein. Ein schöner Abschluss des Tages. Denn durch die riesigen Panoramascheiben blicken wir geradewegs auf die Stadt zu unseren Füßen. Allein für den Ausblick lohnt sich die Auffahrt. Der Gourmet-Tipp: Die Bergisel-Torte in Form einer Schanze.

Auch interessant: Die besten Steaks in der Piano Bar

Fazit

Generell finde ich es sehr cool, dass der Tag im Skiurlaub mit Liftschluss nicht vorbei sein muss. Zwar lege ich nach ein paar anstrengenden Stunden auf der Piste auch mal gerne einfach nur die Füße hoch.

An anderen Tagen finde ich es aber super, etwas zu unternehmen. So war es eine gelungene Abwechslung, einmal ganz oben auf der Bergisel-Schanze zu stehen.

TOP 5 SEHENSWÜRDIGKEITEN
1. Goldenes Dachl
2. Nordkette
3. Kaiserliche Hofburg
4. Bergiselschanze
5. Alpenzoo Innsbruck

Ein typischer Skiort ist Innsbruck sicherlich nicht, dafür gibt es viele Veranstaltungen, Restaurants und Ausgeh-Möglichkeiten in der Stadt. Die sind woanders, abgesehen vom Après-Ski, eher begrenzt. In Innsbruck konnten wir abends noch die Lightshow in der Kaiserlichen Hofburg besuchen. Daneben gibt’s oft weitere kulturelle oder unterhaltsame Angebote.

Ein weiterer Vorteil von Innsbruck ist die bequeme Anreise mit dem Zug. Die öffentlichen Verkehrsmittel vor Ort sind mit dem Ski plus City-Pass sogar inklusive.

Damit sich der Kauf aber wirklich lohnt, solltet ihr auf jeden Fall die Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen und natürlich Skifahren gehen, ansonsten gibt es günstigere Alternativen.

Lage

Praktische Links

Kommentar verfassen