Auch wenn die spanische Insel oft mit Partynächten verbunden wird, hat sie doch so viel mehr zu bieten. Auf Ibiza findet ihr nämlich neben sehenswerten Attraktionen wie alten Festungsanlagen auch eine tolle Natur mit pinienbedeckten Hügeln oder weiße Sandstrände mit kristallklarem Wasser. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten auf Ibiza.

Die besten Sehenswürdigkeiten auf Ibiza

Besonders Naturliebhaber und Wanderfreunde kommen auf der drittgrößten Baleareninsel Ibiza auf ihre Kosten. Deren biologische Vielfalt wurde nämlich sogar als UNESCO Welterbe aufgenommen. Sportliche Herausforderungen bietet der 476 Meter hohe Berg Sa Talaia und wer lieber Wellentäler mag, der fährt zum Surfen an den Strand von Cala Nova. Auf der Insel leben knapp 150.000 Menschen, die meisten davon in der gleichnamigen Hauptstadt Ibiza, deren Altstadt ebenfalls absolut sehenswert ist. Allerdings herrscht auch dort immer noch ein gemütlicher Dorf-Charakter, denn der Ort hat nur knapp 50.000 Einwohner. Stress kommt dort keiner auf.

#ibiza

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1. Torre d’es Savinar: Piraten-Wachturm

© Helena GH
Entstehung:1763
Must-See:Felseninseln
Beste Reisezeit:Juni bis Oktober

Gelegen im westlichen Mittelmeer sah sich Ibiza in der Vergangenheit oft Überfällen durch arabische Piraten ausgesetzt, die von den Nachbarinseln Mallorca und Menorca kamen. Daher bauten die Insulaner den Torre d’es Savinar, einen Piraten-Wachturm, um bei Sichtung eines feindlichen Schiffes rechtzeitig warnen zu können. Der Turm ist besonders wegen seinem fantastischen Blick über das Meer und den Felseninseln Es Vedrà und Es Vedranell beliebt. Im Winter gibt es dort traumhafte Sonnenuntergänge, die sich kein Instagrammer entgehen lassen darf.

2. Dalt Vila: Ibizas befestigte Altstadt

© dark_eni71
Einwohner:Ca. 50.000
Must-See:Kathedrale
Beste Reisezeit:März bis November

Dalt Vila, zu deutsch „Obere Stadt“, wurde unter anderem aufgrund ihrer massiven Befestigungsanlage in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Der Zugang zur Altstadt von Ibiza ist durch fünf Eingänge möglich, aber am meisten zu empfehlen ist der Weg von der Hafenseite durch das Portal de ses Taules. Und danach heißt es, sich einfach durch die alten Gassen und historischen Gebäude treiben zu lassen. Besucht auch unbedingt die Kathedrale von Ibiza. Von hier oben eröffnet sich ein wunderschöner Panoramablick über die Stadt, den Hafen und das Meer.

3. Ses Salines: Traumhaftes Naturschutzgebiet mit Salzgewinnung

© Javier Duran
Fläche:15.400 Hektar
Must-See:Flamingos
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Das Naturschutzgebiet Ses Salins gehört zu den wichtigsten Regionen für Salzgewinnung des Mittelmeeres. Es befindet sich an der Südspitze der Insel und besonders die Salzberge sind ein beliebtes Foto-Motiv. Zwischen den Salzfeldern befindet sich der kleine, urige Ort Sant Francesc aus dem 18. Jahrhundert. In dem Naturschutzgebiet, das ca. 1.800 Hektar Landfläche und ca. 13.600 Hektar Meeresfläche umfasst, können Besucher wandern und spazieren gehen. Durch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt ist der Park auch bei Naturfreunden sehr beliebt. Zu den 210 ansässigen Vogelarten gehören auch Flamingos.

4. Sa Talaia: Wanderparadies im Süden Ibizas

© Tolo
Höchster Punkt:475 Meter
Must-Do:Bergbesteigung
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Vom Strand direkt auf den Berg. Auf Ibiza bekommen Urlauber wirklich das volle Programm, denn der 475 Meter hohe Sa Talaia, der höchste Berg der Insel und der fünfthöchste der Balearen, im Süden der Insel ist ein wahres Wanderparadies. An klaren Tagen können Wanderer vom Gipfel beinahe über ganz Ibiza und bis zur Küste Formenteras sehen. Der Aufstieg dauert knapp 90 Minuten. Allerdings sollten Wanderer bedenken, dass es gerade im Sommer sehr heiß werden kann. Deswegen entsprechend früh am Morgen losgehen und ausreichend Wasser mitnehmen.

5. Cala Nova: Idyllischer Surfstrand

© lunamarina
Länge:250 Meter
Must-Do:Surfen
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Wer den typischen Touristenorten auf Ibiza entfliehen und lieber die Ursprünglichkeit der Natur erleben möchte, der ist am Strand von Cala Nova genau richtig. Bei guten Wetterbedingungen treffen sich dort nämlich zahlreiche Wassersportler zum Surfen. Aber auch wer nicht ins Wasser will, wird hier unberührte Natur erleben, denn der 250 Meter lange und 20 Meter breite Strand im Nordosten der Insel eignet sich auch gut zum Spazierengehen. Da der Strand sanft ins Wasser abfällt, ist er auch für Familien mit Kindern gut geeignet.

6. Es Vedrà: Ursprüngliche Felseninsel

© lunamarina
Fläche:62 Hektar
Must-Do:Inselhopping
Beste Reisezeit:Juni bis Oktober

Habt ihr schonmal Inselhopping gemacht? Das geht auf Ibiza, denn die Kalksteininsel Es Vedrà ist nur zwei Kilometer von der Westküste von Ibiza entfernt und mit der Fähre gut erreichbar. Verfehlen können Besucher sie nicht, denn sie ragt imposant mit dem Berg Picatxo des Migjorn knapp 380 Meter aus dem Wasser. Hier gibt’s weder Hotels noch private Wohnsitze, weswegen die kleine Insel besonders wegen ihrer atemberaubenden Naturlandschaft und ursprünglichen Ecken mit buschiger Vegetation so beliebt ist. Wollt ihr weiter hoppen, setzt ihr über zur Nachbarinsel Es Vedranell.

7. Phönizische Siedlung von Sa Caleta: Geburtsstätte von Ibiza

© Ibiza Travel
Entstehung:7. Jahrhundert v. Chr.
Must-See:Alte Rundöfen
Beste Reisezeit:März bis Oktober

Hier erleben Besucher den Hauch der Geschichte, denn in den Überresten der phönizischen Siedlung von Sa Caleta wird Besuchern eindrücklich bewusst, wie weit sich die Geschichte der Insel in die Vergangenheit zurückzieht. Nämlich bis ins siebte Jahrhundert vor Christus. Das historische Gelände befindet sich etwa zehn Kilometer westlich von Ibiza Stadt und gilt auch als deren Geburtsstätte. Das Südviertel der Anlage ist für Besucher zugänglich und da sich die Siedlung direkt an der Küste befindet, bietet sich von dort auch ein beeindruckender Blick auf das Salz-Naturschutzgebiet Ses Salines.

8. Santa Eurlària: Wunderschöner Urlaubsort mit Palmenpromenade

© ramonr
Länge:250 Meter
Must-Do:Kirchenanlage
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Was Reisende im Ferienort Santa Eulària an der Ostküste Ibizas zuerst ins Auge fallen wird, ist die mächtige Kirchenanlage mit Wachturm, die über der Stadt thront. Im Ortskern der drittgrößten Stadt der Insel steht jedoch alles im Zeichen des Tourismus, auch wenn es im Vergleich zu anderen Orten hier doch etwas ruhiger zugeht. Besonders Gäste, die Entspannung suchen, werden diese an den Stränden und an der hübschen Palmenpromenade finden. Im zugehörigen Yachthafen kommt dann das richtige maritime Urlaubsgefühl auf.

9. Playa d’en Bossa: Längster Sandstrand mit glasklarem Wasser

© lunamarina
Länge:2,5 km
Must-Do:SUP
Beste Reisezeit:Juni bis September

Natürlich darf bei einem Ibiza-Urlaub auch ein fauler Strand-Tag nicht fehlen. Playa d’en Bossa zählt zu einer der beliebtesten Ferienorte der Insel. Durch die hohe Dichte an Clubs und Diskotheken kann es hier aber auch mal lauter werden. Dafür hat der Ort den längsten Sandstrand der ganzen Insel mit glasklarem Wasser. Dort warten auch zahlreiche Beachbars und Angebote für Wassersport. Hier können sich Reisende am Standup Paddling versuchen oder bei einer rasanten Fahrt auf den typischen Banana Booten mitmachen.

10. Cova de Can Marçà: Bunte Lichtshows in alter Tropfsteinhöhle

© Salva G C
Entstehung:Vor ca. 100.000 Jahren
Must-See:Wasserkaskade
Beste Reisezeit:Mai bis September

Wer in der Sommerhitze Ibiza eine kurze Abkühlung im Schatten braucht, der ist in der Tropfsteinhöhle Cova de Can Marçà genau richtig. Früher wurde die Höhle in Puerto de San Miguel von Schmugglern genutzt, heute steht sie Besuchern offen. Im Inneren werden die Stalagmiten und Stalaktiten von verschiedenfarbigen Strahlern angeleuchtet und es finden auch regelmäßig Lichtshows an einem 10 Meter hohen Wasserfall statt. In der Höhle werden mehrsprachige Touren angeboten, im Rahmen derer Besucher auch traumhafte Blicke aus der Dunkelheit aufs Meer erleben können.

Weitere Reisetipps in der Nähe

Schon gewusst? In weniger als 2,5 Stunden fliegt ihr von München nach Ibiza-Stadt. Um die ganze Insel auf eigene Faust zu entdecken, bietet sich ein Mietwagen an. Die Preise variieren saisonal bedingt, liegen aber zumeist unter deutschen Preisen. Auch wenn die Natur von Ibiza sehr verführerisch ist, Wildcampen ist auf der Insel streng verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. Durch den hohen Anteil von ausländischen Einwohnern werden Reisende sicher auch mit Deutsch und Englisch weit kommen, obwohl die Landessprache natürlich Spanisch bzw. Katalanisch ist.

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