Wart ihr schon auf Mallorca? Die berühmte Insel im Mittelmeer bietet viel mehr, als ihr denkt. Nicht nur die Strände sind eine Attraktion, sondern auch die Natur, die sehenswerten Kulturstätten und das mediterrane Klima. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den Sehenswürdigkeiten auf Mallorca.

Die besten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca im Überblick

Mallorca ist die mit Abstand größte Insel der Balearen. Knapp die Hälfte der 912.000 Einwohner lebt in der Hauptstadt Palma. Die herrliche Altstadt beweist, dass Mallorca im Mittelalter eine echte Macht war, bevor die Insel Spanien einverleibt wurde. Wer sucht, der findet immer noch schöne natürliche Strände und idyllische Buchten. Zerklüftete Steilküsten, tief eingeschnittene Schluchten, märchenhafte Höhlen oder schroffe Bergmassive bieten super Voraussetzungen für unvergessliche Abenteuer. Klar kommen viele Touristen her, deshalb lohnt sich eine Reise vor allem in der Nebensaison.

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1. Kathedrale von Palma: Die Krone Mallorcas

© petra b.

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Entstehung:1229
Must-See:Fensterrosen
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Über der Hauptstadt der Balearen thront die imposante Kathedrale La Seu. Mallorca war nach dem Sieg über die Mauren ein unabhängiges Königreich. Die gotische Kathedrale wurde auf den Grundmauern einer Moschee erbaut. Ganz nahe am Meer, schimmert sie beinahe golden in der Sonne. Die mallorquinischen Könige sind hier begraben. Hohe Türme fehlen ihr, dafür gibt es wunderschön filigrane Steinmetzarbeiten zu bestaunen. Der Innenraum wirkt wahrhaft königlich, besonders morgens, wenn die Glasfenster das Sonnenlicht vielfarbig brechen.

2. Cap Formentor: Sagenhafte Steilküste mit Leuchtturm

© Jenny Sturm
Höhe:384 m
Must-Do:Mountainbiken
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Am Cap Formentor endet Mallorca abrupt, denn hier geht es bis zu 384 Meter steil abwärts. In der Tiefe tost das Meer und oft wird euch ein ziemlicher Wind um die Nase wehen. Es gibt verschiedene Aussichtspunkte hier oben im Norden. Auf einer 13,5 Kilometer langen, stark gewundenen Straße von Port de Pollença kommt ihr hierher. Auf Wanderungen oder mit dem Mountainbike werdet ihr die zerklüftete, urtümlich wirkende Landschaft besonders genießen können.

3. Es Trenc: Der schönste Strand auf Mallorca

© Dmitrii

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Länge:Ca. 6 km
Must-Do:Strandspaziergang
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Ein bezaubernder Sandstrand mit Blick auf das weite Meer und hinter euch keine Bettenburgen, sondern weite Dünenlandschaften und eine unberührte Natur? Ja, auch das gibt es auf Mallorca. Auf nach Es Trenc zwischen Sa Ràpita und Colònia de Sant Jordi! Da der Strand Naturschutzgebiet ist, darf hier nicht gebaut werden. Dafür hört man die Möwen kreischen und sieht vielleicht Flamingos kreisen, die im Hinterland brüten. Klar, dieser Strand ist beliebt, aber bei fast 6 Kilometern Länge findet jeder sein Plätzchen.

4. Ferrocarril de Sóller: Nostalgische Schmalspurbahn

© Kim Schneider
Strecke:28 km
Must-See:Sóller
Beste Reisezeit:April bis November

Es gibt immer ein großes „Hola!“, wenn die über 100 Jahre alte Ferrocarril de Sóller zwischen Caféhausstühlen in das Städtchen einfährt. Hier in Sóller wurde eine alte Finca zur Estaciò de Ferrocaril, zum Bahnhof umgebaut, wo die roten Waggons mit ihrer elektrifizierten Lok halten. Liebevoll „Roter Blitz“ genannt, fährt diese Nostalgiebahn 28 Kilometer durch wunderschöne Landschaften bis nach Palma. Sie braucht dafür eine Stunde. Ihr habt die Wahl zwischen der Luxusklasse mit Ledersesseln und der Holzklasse mit, nun ja, harten Sitzgelegenheiten.

5. Torrent de Pareis: Gigantische Schlucht mit Strand

© Aleh Varanishcha

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Länge:3,3 km
Must-See:Felsentor zum Meer
Beste Reisezeit:Juni bis September

In der Serra de Tramuntana klafft eine der tiefsten Schluchten Europas. Auf einer legendären Serpentinenstraße mit „Krawattenknoten“ könnt ihr in das Hafendörfchen Sa Calobra hinunterfahren. Von dort geht es in die kolossale Schlucht, die von steil aufragenden Felsen umgeben ist. Der Torrent de Pareis führt nicht immer Wasser, kann aber zu einem reißenden Sturzbach werden. Die fünfstündige Wanderung von Escorca hinunter ans Meer ist nur etwas für Geübte. Nicht unterschätzen, es finden auch geführte Wanderungen statt!

6. Valldemossa: Malerisches Bergdorf

© vulcanus
Einwohner:Ca. 1.970
Must-See:Kartäuserkloster
Beste Reisezeit:April bis Oktober

In der Serra de Tramontana liegt eines der schönsten Dörfer der Insel. Berühmt wurde es, weil der Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand 1838 hier ihren Winter verbrachten. Chopin komponierte seine „Regentropfen-Prélude“. George Sand schrieb „Ein Winter auf Mallorca“, immer noch eine hervorragende Einstimmung auf die Balearen-Insel. Besonders malerisch ist es in Valldemossa, wenn ihr das verwunschene Kartäuserkloster besucht, in dem die beiden damals residierten. Auch die alten Gassen sind einen Streifzug wert.

7. Serra de Tramuntana: Die höchsten Berge der Baleareninsel

© sarka.photos
Höchster Punkt:1.445 m
Must-Do:Wanderung zur Mittagsspitze
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Mit 1.445 Metern Höhe überragt der Puig Major das UNESCO-Weltnaturerbe Serra de Tramuntana. Genau genommen umfasst er ein ganzes Gebirgsmassiv, auf dem im Winter Schnee liegen kann. Der Puig Major wird von einer futuristisch anmutenden gelben Kugel bekrönt, die Teil einer Radarstation und militärisches Sperrgebiet ist. Den Nebengipfel „Mittagsspitze“ könnt ihr auf Bergwanderungen erklimmen. Von oben blickt ihr auf stille Stauseen und spärlich bewachsene Felsen.

8. Castell de Bellver: Kreisrunde Burg oberhalb von Palma

© dero2084
Entstehung:1311
Must-See:Innenhof
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Das Castell de Bellver ist einmalig in Europa. Die kreisrunde Form dieser massiven Burganlage aus dem 14. Jahrhundert bot Vorteile gegenüber den eckigen Verwandten. Angreifer konnten effektiver abgewehrt werden. Das wehrhafte Äußere birgt einen überraschend verspielten Innenhof mit romanischen und gotischen Arkaden. Er ist genauso rund wie die vier Türme außerhalb. Der Torre de l’Homenatge ist nur über eine Brücke von der Burg aus zu erreichen. „Bellver“ heißt übrigens „schöner Blick“: Ihr könnt eine sagenhafte Aussicht über Palma genießen.

9. Es Pontàs: Natürlicher Triumphbogen im Mittelmeer

© Wolfgang Jargstorff
Besonderheit:Deep Water Route
Must-Do:Klippenwanderung
Beste Reisezeit:Mai bis September

An der Südostküste, bei Santanyi könnt ihr ein Felsentor erleben, das als Eiland direkt vor euch aufragt. Bei diesem zerklüfteten Fels hat die Natur sich als genialer Baumeister erwiesen. Zwischen den Stränden Cala Santanyi und Cala Llombards erhebt sich diese „Brücke“. Bei Kletterern hat Es Pontàs einen besonderen Klang, befindet sich doch hier die schwerste Deep Water Solo-Route der Welt.

10. Coves del Drac: Tropfende Drachenhöhlen an der Ostküste

© dudlajzov
Länge:1,7 km
Must-See:Unterirdirscher See
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Ein mystischer Ort sind die Coves del Drac in der Nähe von Porto Christo. Kein Baumeister, sondern das Jahrtausende lang tropfende Wasser hat hier gewirkt. Zahllose Stalaktite hängen filigran von oben herab. In dem 1.700 Meter langen Höhlensystem erstreckt sich der größte unterirdische See Europas. Die Besucher werden von Klängen empfangen, die Musiker auf Booten spielen. Mit etwas Glück dürft ihr auch mit an Bord. Wirklich magisch wird es, wenn ihr in der Nebensaison kommt.

11. Mirador Es Colomer: Zerklüftete Steilküste im Norden

© Vit Kovalcik
Höhe:Ca. 300 m
Must-See:Steilküste
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Am Mirador Es Colomer ist der „Treffpunkt der Winde“. Die Mallorquiner kennen sich gut mit den verschiedenen Luftströmungen aus: Vom Tramuntana, einem ziemlich kühlen Nordwind bis zum Llevant, einem warmen, manchmal stark auffrischenden Luftstrom reicht die Palette der „vier großen Brüder“. Doch nicht nur eine frische Brise werdet ihr auf diesem großartigen Aussichtspunkt spüren, sondern auch ein fulminantes Panorama der Halbinsel Formentor erblicken. Ihr werdet euch wie zwischen Himmel und Erde fühlen, besonders bei Sonnenaufgang.

12. Klosterberg Sant Salvador: Heiligtum mit Panoramablick

© Iurii
Entstehung:1348
Must-See:Hochaltar
Beste Reisezeit:Mai bis September

Das Santuari de Sant Salvador hat eine lange Geschichte. Im Mittelalter soll hier ein Eremit gehaust haben. 1348 wütete eine Pestepidemie und die Bewohner des nahen Felanitx erbauten eine Kapelle. Von nun an wurden sie von der Krankheit verschont und eine Wallfahrtsstätte entstand. Burgartig erheben sich Kloster und Kirche auf 509 Metern Höhe. Vom Gipfelkreuz blickt ihr bis zu den 1.000 Meter hohen Bergen der Serra de Tramuntana und zum azurblauen Meer.

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Schon gewusst? Auf Mallorca spricht man Spanisch und Mallorquin, ein Dialekt des Katalonischen. Dennoch wird an vielen Orten auch Deutsch verstanden. Die Anreise per Flugzeug ist üblich, ein Mietwagen vor Ort hilft sehr. Den größten Zauber entfaltet die Insel, wenn ihr sie zu Fuß oder per Rad entdeckt. Nur im Hochsommer herrscht Hochbetrieb, und selbst dann ist die Insel groß genug für alle. Viele Strände liegen in Buchten zwischen felsigen Klippen und fallen flach ins Meer ab. Dadurch sind die Strände für Familien mit Kindern geeignet. Wichtig: Corona-Regeln beachten und mögliche Einschränkungen checken.

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