Urlaub in Südtirol lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Besondere Ausflugsziele findet ihr in Berg und Tal, egal ob ihr auf der Suche nach Naturwundern seid oder nach Sehenswürdigkeiten aus Kunst und Kultur. Ihr könnt uralte Städte besuchen oder beim Wandern und Klettern einige der bekanntesten Gipfel der Alpen besteigen. Denn von oben ist Südtirol erst recht sehenswert. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten erstellt und geben euch einen Überblick mit den besten Sehenswürdigkeiten in Südtirol, die ihr unbedingt besuchen solltet.

Top-Sehenswürdigkeiten in Südtirol im Überblick

Südtirol ist von den Dolomiten geprägt, der vielleicht markantesten Alpenregion überhaupt. Hier gibt es ausgedehnte Wander- oder Skitouren, um die Bergriesen Drei Zinnen, Rosengarten oder Seceda zu entdecken. In glitzernden Seen spiegeln sich die schneebedeckten Gipfel verführerisch. Das Flair der autonomen Provinz Italiens wird durch die Einwohner mit italienischen und deutschsprachigen Wurzeln geprägt. Kulturell hat Südtirol aber auch viel zu bieten: Ein Besuch der Hauptstadt Bozen mit ihren geschichtsträchtigen Lauben lohnt sich ebenso wie die anmutigen Türme des Brixener Doms. Und habt ihr schon mal was vom paradiesischen Villnößtal gehört? Es wird euch verzaubern.

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1. Pragser Wildsee: Die Perle der Dolomiten

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Höhenlage:1.494 m
Must-Do:Ruderboot fahren
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Als vor Jahrtausenden Geröll und Schlamm den Berg hinab rasten, wurde am Fuße des imposanten Seekofels ein See aufgestaut, der Pragser Wildsee. Der Sage nach soll sich hier einst das Tor zur Unterwelt befunden haben. Diesen wunderschön grün und blau schimmernden Bergsee in 1.500 Metern Höhe könnt ihr auf einem unvergesslichen Spaziergang umrunden. Am Ufer gibt es aussichtsreiche Plätze zum Picknicken oder ihr lasst die Seele auf dem Wasser mit dem Ruderboot baumeln.

2. Die Drei Zinnen: Das Wahrzeichen Südtirols

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Höchster Punkt:2.999 m
Must-Do:Klettersteig Paternkofel
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Ganz im Osten Südtirols liegen diese drei markanten Bergspitzen, die euch vielleicht an ein Eis eurer Kindheit erinnern: „Dolomiti“. Die Drei Zinnen sind zwar nicht so knallbunt wie das Eis, aber dafür UNESCO-Weltnaturerbe. Auf verschiedenen Routen könnt ihr euch den stolzen Bergriesen nähern. Zur Auswahl stehen anspruchsvolle, mehrstündige Wanderungen, einzigartige Kletterrouten oder Skitouren im Winter. Sogar eine Straße führt bis zur Auronzohütte, die direkt unterhalb der meistfotografierten Berge Südtirols liegt.

3. Seceda: Faszinierende Gebirgsformation

© IDM Südtirol/Andreas Mierswa

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Höchster Punkt:2.519 m
Must-See:Sonnenaufgang oder -untergang
Beste Reisezeit:Mai bis September

Die Seceda ist ein besonderer Höhepunkt jeder Südtirol-Reise. Mit der Seilbahn von St. Ulrich in Gröden aus kommt ihr bis knapp unterhalb des Gipfels des knapp 2.500 m hohen Berges. Die restliche Strecke ist für jeden Wanderer relativ einfach zu schaffen. Oben angekommen blickt ihr auf die schroff in den Himmel ragenden Spitzen der Geislergruppe. Der Nordhang fällt steil ins Tal ab, während sich auf dem Bergrücken eine flach ansteigende Alm erstreckt. So entsteht ein weites, atemberaubendes Bergpanorama. Zum Sonnenaufgang und –untergang ist es hier besonders magisch.

4. Bozner Lauben: Pulsierendes Zentrum Südtirols

© IDM Südtirol/Alex Filz
Entstehung:12. Jahrhundert
Must-See:Altstadt
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Die Bozner Lauben sind das Herzstück der Landeshauptstadt Südtirols. Die Häuser in der Laubengasse werden von mächtigen Gewölben getragen, in denen früher die italienischen und deutschsprachigen Kaufleute ihre Waren zum Verkauf anboten. Der alte Handelsplatz besitzt eine sehr schöne Altstadt und einen mittelalterlichen Dom. Der Kirchturm ist wunderbar filigran in gotischem Maßwerk gearbeitet. Absolut einen Besuch wert sind die Burgen um Bozen: Vor allem Schloss Runkelstein mit seinen Wandmalereien von mittelalterlichen Ritterturnieren ist faszinierend. Auch „Ötzi“ ist in Bozen zuhause.

5. Karersee: Verträumter Gebirgssee am Latemar

© IDM Südtirol/Tiberio Sorvillo

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Höhenlage:1.519 Meter
Must-Do:Rotwand-Klettersteig
Beste Reisezeit:Mai bis September

Der Sage nach wohnt im Karersee eine Wasserjungfrau. Ein Hexenmeister soll ihr Juwelen und einen Regenbogen nachgeworfen haben, weil sie sich vor ihm versteckt hat. Und tatsächlich glitzert das Wasser dieses Bergsees in den Dolomiten in einem smaragdgrün wie Edelsteine. Der winzige See ist von lichtem Wald umgeben und liegt zwischen dem Latemar-Massiv und der Rosengarten-Gruppe. Die Aussicht ist einfach grandios. Umgeben von Bergriesen ist der See ein beliebter Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen.

6. Rosengarten: Mächtige Dolomitengipfel

© IDM Südtirol/Valentin Pardeller

Auch interessant: Hüttenwanderung im Rosengarten

Höchster Punkt:3.004 m
Must-See:Sonnenuntergang
Beste Jahrszeit:Ganzjährig

Woher die Rosengartengruppe ihren poetischen Namen hat, ist nicht sicher. Jedenfalls leuchten die Gipfel kurz vor Sonnenuntergang feuerrot. Fantasievolle Menschen denken dann vielleicht an prächtig strahlende Rosen, der Name könnte sich aber auch von einem alten Wort für Geröll ableiten. Jedenfalls ist der Anblick des Rosengarten unvergesslich. Wandern, Klettern, Skifahren im Skigebiet Carezza oder einfach nur das Alpenglühen genießen: All das ist möglich am Rosengarten, nur 20 Kilometer von Bozen entfernt.

7. St. Magdalena im Villnößtal: Idyllischer Fotospot

© alessandroderosso
Einwohner:370
Must-Do:Klettersteig Sass Rigais
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Das liebliche Villnößtal mit seinen saftigen Wiesen ist von stattlichen Nadelwäldern umgeben und scheint von den spitzen Gebirgsmassiven der Geislergruppe beschützt zu werden. Die kleine Kirche St. Magdalena mit ihrem schmalen Kirchturm liegt einfach hinreißend in dieser Bergkulisse. Mit nur knapp 370 Einwohnern und der besonderen Lage wirkt dieser Ort ganz zauberhaft. In 1.352 Metern Höhe werdet ihr das Paradies finden, allerdings heißt es: früh anreisen. Denn mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass es hier besonders schön ist.

8. Schloss Trauttmansdorff: Auf den Spuren von Sissi

© pwmotion
Fläche:12 Hektar
Must-Do:Sissi-Weg
Beste Reisezeit:Mai bis September

Ein spannender Mix aus italienisch- und deutschsprachigem Südtirol ist Meran. Schon im 19. Jahrhundert gingen hier illustre Gäste aus ganz Europa zur Kur. Kaiserin Elisabeth von Österreich hatte in Schloss Trauttmansdorff ihr Domizil, einem wuchtigen neogotischen Bau mit mittelalterlichem Kern. Umgeben ist das Schloss von einem berühmten Botanischen Garten. Auf kleinstem Raum könnt ihr hier einen Überblick über die verschiedenen Vegetationszonen Südtirols bekommen. Zahlreiche Pflanzenarten aus der ganzen Welt wurden liebevoll zu einem der schönsten botanischen Gärten weltweit kombiniert.

9. Stilfser Joch: Hochalpine Gletscherwelt am Ortler

© IDM Südtirol/Helmuth Rier

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Höchster Punkt:3.905 m
Must-Do:Ortler Höhenweg
Beste Reisezeit:Juni bis September

„König Ortler“ überragt den abwechslungsreichen Nationalpark Stilfser Joch, benannt nach dem höchsten Gebirgspass Italiens. Der majestätische Berg von 3.905 Metern Höhe ist von Gletschern, Eis und schroffem Fels geprägt. Auf dem Ortler Höhenweg könnt ihr sieben Tage lang diese hochalpine Landschaft erkunden und in Almhütten übernachten. Nicht weniger beeindruckende Wanderrouten führen durch die Täler des Vinschgaus an dicht bewaldeten Berghängen vorbei oder auf sonnenbeschienene Almen.

10. Brixen: Uralte Stadt mit eindrucksvollem Dom

© subbotsky
Gründung:900 n. Chr.
Must-See:Domkreuzgang
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Brixen im Eisacktal gehörte einst zu den mächtigsten Städten in ganz Tirol. Die Fürstbischöfe waren geistliche und weltliche Herren über ein fruchtbares Land. Der Brixner Dom ist ein eindrucksvoller Barockbau mit zwei anmutigen Türmen. Seid ihr in der Kirche, werdet ihr euch wahrscheinlich den Nacken verrenken, denn das riesige Deckenfresko ist faszinierend. Ein besonderes Kleinod ist der Domkreuzgang mit seinen bemalten gotischen Gewölben.

11. Erdpyramiden von Percha und am Ritten: Naturgeformte Monumente

© Edler von Rabenstein
Erosionszone:1550 bis 1750 m
Must-See:wechselnde Färbung
Beste Reisezeit:April bis November

Man nehme leicht erodierbares Gestein wie Sandstein oder Tuff, lege darauf einen Granitbrocken oder ähnlich harten Stein, lasse Erosion, Wasser und Wind ein paar Jahrtausende lang wirken und schon entsteht eine schmale, spitze, anmutige Pyramide. Einen echten Pyramidenwald könnt ihr in Percha im Pustertal und am Ritten (siehe Foto) bei Bozen bewundern. Das faszinierende Naturdenkmal ist über Wanderwege gut erschlossen.

12. Reschensee: Stausee mit versunkenem Kirchturm

© IDM Südtirol/Frieder Blickle
Länge:6 km
Must-See:St. Katharina
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Im Oberen Vinschgau könnt ihr einen großen, von Menschenhand geschaffenen See bewundern: Die Etsch wird hier, in der Gemeinde Graun, durch einen Damm zu einem Stausee. In den 1950er Jahren wurde das alte Dorf Graun überflutet. Nur der Kirchturm der Pfarrkirche St. Katharina aus dem 14. Jahrhundert ragt heute noch aus den Fluten. Ein Mahnmal oder eine pittoreske Szenerie? Entscheidet selbst! Kein Wunder, dass Netflix hier eine Mystery-Serie gedreht hat: „Curon“.

13. Bletterbachschlucht: Der Grand Canyon Südtirols

© Rene
Länge:ca. 8 km
Must-See:Taubenleck
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Wart ihr schon mal im Grand Canyon? Die kleine Schwester liegt bei Aldein in Südtirol und kann auf einer Wanderung erkundet werden. Der Bletterbach hat sich in der letzten Eiszeit 400 Meter tief in den Fels gebohrt. Auf 8 Kilometern Länge könnt ihr eine wildromantische Natur erleben und alle Gesteinsschichten der Dolomiten betrachten, die bis zu 300 Millionen Jahre alt sind. Eine lohnende Route führt durch verwunschenen Wald und hinunter in das eindrucksvolle „Taubenleck“. Von dort geht es wieder hinauf bis zum Butterloch-Wasserfall.

14. Seiser Alm: Die höchste Alm Europas

© IDM Südtirol/Clemens Zahn
Höchster Punkt:2.300 m
Must-Do:Schneeschuhwandern
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Als höchstgelegene Bergweide in den Alpen ist die Seiser Alm oberhalb von Gröden heute ein Eldorado für Touristen, die die Natur suchen. Ganzjährig könnt ihr weitläufige Wanderungen vor imposanter Bergkulisse unternehmen. Ein absolutes Highlight ist die Seiser Alm im Winter: Eine verzauberte Winterlandschaft wartet dann auf euch. Ihr habt die Wahl zwischen abwechslungsreichen Skiabfahrten, Langlaufloipen und einzigartigen Schneeschuhwanderungen. Zwei Gondelbahnen führen nach oben, privater Autoverkehr ist tagsüber nicht erlaubt.

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Von Deutschland kann Südtirol übrigens mit dem Auto am schnellsten über den kostenpflichtigen Brennerpass erreicht werden. Die Autobahnen in Italien sind ebenfalls mautpflichtig. Mit der Bahn kommt ihr schnell und preisgünstig nach Bozen, Meran oder mit dem Pustertal Express sogar in die Dolomiten. Rauf auf die Berge geht’s manchmal per Seilbahn und natürlich zu Fuß. Deutsch ist die Muttersprache von zwei Dritteln der Südtiroler. Beachten solltet ihr die Beschränkungen während der Corona-Pandemie.

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