Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Brüssel

Brüssel ist ein ganz besonderes Städtereiseziel. Es ist nicht nur die Hauptstadt Belgiens, sondern gilt auch als Hauptstadt Europas. EU-Einrichtungen zählen ebenso zu den interessanten Orten der Metropole wie historische Sehenswürdigkeiten sowie Attraktionen rund um Kunst und Kultur. Selbst wenn es draußen ungemütlich ist, bieten die vielseitigen Museen tolle Ausflugsziele im Zentrum. Diese Reisetipps für Brüssel solltet ihr euch unbedingt ansehen.

Top-Sehenswürdigkeiten in Brüssel im Überblick

Fragt man nach der Einwohnerzahl Brüssels, erhält man unterschiedliche Antworten. In der Region Brüssel-Hauptstadt sollen rund 1,2 Millionen Menschen leben, in der Metropolregion mitsamt Vororten sogar über 2 Millionen. Belgiens Hauptstadt gilt oft als das Herz Europas und ist gemeinsam mit Straßburg und Luxemburg Sitz der EU-Institutionen.

In Brüssel gibt es ein Europaviertel, in dem sich auch das Parlamentarium befindet – das Besucherzentrum der EU. Doch auch über das Thema EU hinaus hat Brüssel viel zu bieten, darunter sein Wahrzeichen, das Atomium, und das berühmte „Manneken Pis“. Ein schöner Startpunkt für die Stadterkundung ist der Hauptplatz Grand Place, in dessen Nähe Museen wie das Magritte-Museum oder das Musikinstrumentenmuseum angesiedelt sind.
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#brüssel #belgien

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1. Grand Place (Grote Markt): Brüssels majestätischer Hauptplatz

Grand Place (Grote Markt) ©Ekaterina Belova
Must-See:Rathaus
Must-Do:Maison du Roi besuchen
Besonderheit:UNESCO-Welterbe

Er ist nicht nur der schönste Platz Brüssels, sondern angeblich auch einer der schönsten Plätze der Welt: der Grand Place, auch Grote Markt genannt. Seit 1998 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein idealer Ausgangspunkt für eure Stadterkundung.

Eine der Top-Sehenswürdigkeiten des Platzes ist das gotische Rathaus mit markantem Turm, umgeben von opulent verzierten Zunfthäusern aus dem 17. Jahrhundert. Einen Besuch wert ist auch die Maison du Roi mit dem Stadtmuseum. Außerdem erwartet euch nebenan die prunkvolle Luxus-Ladenpassage Galeries Royales, wo neben Boutiquen unter anderem Cafés und Brasserien angesiedelt sind.

2. Atomium: Berühmtes Wahrzeichen von Brüssel

Erbaut:1958
Must-Do:Per Aufzug zur oberen Kugel
Höhe:102 m

Nichts ist symbolischer für Brüssel oder sogar Belgien als das Stadtwahrzeichen Atomium. Insbesondere als es 1958 für die Brüsseler Weltausstellung gebaut wurde, wirkte das „165 Milliarden Mal vergrößerte Eisenkristall“ wie ein futuristisches Ungetüm.

Es ist 102 Meter hoch und besteht aus neun silbernen Kugeln mit einem Durchmesser von 18 Metern, in deren Innerem teils Wechselausstellungen stattfinden. In der obersten Kugel, die ihr per Aufzug erreicht, befindet sich ein Restaurant mit Aussichtsplattform. Von dort führen Rolltreppen durch die Röhren, die die Kugeln verbinden, zu den anderen Kugeln.

3. Manneken Pis: Symbol für Brüsseler Humor und Freiheitsliebe

Errichtet:1619
Größe:61 cm
Besonderheit:Legenden

Ihr wart nicht in Brüssel, wenn ihr Manneken Pis nicht besucht habt. Die weltbekannte, 61 Zentimeter große Bronzestatue eines urinierenden Jungen ist ein Werk des Bildhauers Jérôme Duquesnoy aus dem Jahr 1619. Sie ziert den Trinkwasserbrunnen in der Rue de l’Étuve.

Viele sehen sie heute als Symbol des Humors und der Freiheitsliebe der Einwohner Brüssels, aber um ihre Entstehung ranken sich auch Legenden. Am bekanntesten ist die eines Jungen, der Brüssel vor einem Feuer durch feindliche Belagerer bewahrte – indem er auf die Lunte urinierte. In der Nähe findet ihr mittlerweile auch ein Museum, in dem die knapp 1.000 Kostüme des Symbols gezeigt werden.

4. Königlicher Palast: Offizielle Residenz des belgischen Königs

Palais de Bruxelles ©dbrnjhrj

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Errichtet:ab 1820
Must-Do:Besichtigung im Sommer
Stil:Neoklassizismus

Der Königliche Palast ist Teil des sogenannten „königlichen Viertels“ in Brüssel, das sich im 18. Jahrhundert entwickelte. Bis heute gilt es als Machtzentrum, und der Palast dient als „Arbeitsplatz“ bzw. offizielle Residenz des belgischen Königs.

Das heutige prunkvolle, neoklassizistische Gebäude entstand ab 1820 unter König Wilhelm von Oranien, nachdem der Vorgängerbau, der Hof der Herzöge von Brabant, 1731 abgebrannt war. Ein Besuch des Königlichen Palasts ist nicht ganzjährig möglich, wohl aber im Juli und August an den Wochenenden sowie während der Ferienzeit.

5. Parlamentarium: Besucherzentrum des EU-Parlaments

Parlamentarium ©respiro888
Eröffnet:2011
Eintritt:frei
Must-See:interaktive Ausstellung

Wenn ihr mehr über die EU, ihre Geschichte und die Arbeitsweise der Institutionen lernen möchtet, ist das Parlamentarium in Brüssel die beste Adresse dafür. Es eröffnete 2011 als Besucherzentrum des Europäischen Parlaments und bietet „Politik zum Anfassen“ – in Form interaktiver Ausstellungen.

Besucher lernen mithilfe von Multimedia-Guides zum Beispiel, wie die europäische Zusammenarbeit funktioniert und was die Aufgaben des EU-Parlaments und seiner Abgeordneten sind. Besonders spannend sind das 360°-Kino sowie eine begehbare Karte Europas, die aus interaktiven Stationen besteht. Das Beste: Der Eintritt ist frei!

6. Magritte Museum: Die surrealistische Welt von René Magritte

Eröffnet:2009
Must-See:ca. 200 Werke
Besonderheit:Teil der Königlichen Museen

Bereits 2009 eröffnete das Magritte-Museum in Brüssel zu Ehren des surrealistischen belgischen Künstlers René Magritte (1898–1967). Er gilt als bedeutendster Vertreter des belgischen Surrealismus.

Das Museum beheimatet die angeblich größte Sammlung der Welt von Magrittes Werken – über 200 Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen. Der Besuch lohnt sich sowohl für Kunstfans als auch für alle, die mehr über diesen einzigartigen Kunststil allgemein und Magrittes Schaffen im Besonderen lernen möchten. Das Museum gehört zu den Königlichen Museen der Schönen Künste Belgiens im Zentrum Brüssels.

7. Mini-Europa: Der Miniaturenpark mit europäischen Bauwerken

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Lage:beim Atomium
Modelle:350
Maßstab:1:25

Mini-Europa ist der Name eines Miniaturenparks, der sich in der Nähe des Atomiums im Norden von Brüssel befindet. Er eröffnete 1989 und beheimatet auf 24.000 m² mittlerweile etwa 350 Modelle und Animationen der schönsten Gebäude aller EU-Staaten – im Maßstab 1:25.

Dazu zählen das Atomium ebenso wie das Brandenburger Tor, die Londoner Houses of Parliament oder der Pariser Eiffelturm. Sehenswert sind unter anderem auch interaktive Elemente wie Züge oder der ausbrechende Vulkan Vesuv. Dazu kommt die Ausstellung „Spirit of Europe“ zur Geschichte der europäischen Einigung.

8. Kathedrale St. Michael und St. Gudula: Imposante gotische Kathedrale

Kathedrale St Michael und St Gudula ©Richie Chan

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Errichtet:13.-15. Jhd.
Stil:Brabanter Gotik u.a.
Must-SeeBuntglasfenster

Die Kathedrale St. Michael und St. Gudula ist eines der imposantesten Gotteshäuser in Brüssel und gilt als Nationalkirche Belgiens. Ihr Bau dauerte lange – er begann 1226 und wurde erst Ende des 15. Jahrhunderts abgeschlossen.

Dies ist der Grund für die verschiedenen erkennbaren Architekturstile an der Kathedrale, die von der Romanik über die Renaissance bis zur Brabanter Gotik reichen. Im Jahr 1962 erhielt die Kirche ihren Status als „Kathedrale“. Besonders beeindruckend sind die Buntglasfenster und der barocke Hauptaltar, aber auch die romanische Krypta sowie das Schatzmuseum.

9. Königliche Galerien Saint-Hubert: Historische Einkaufspassage

Galeries Royales Saint-Hubert ©SeanPavonePhoto
Entworfen:1847
Must-Do:Flanieren
Länge:ca. 200 m

Die unweit des Grand Place gelegenen Königlichen Galerien Saint-Hubert bzw. Galeries Royales zählen zu den ältesten überdachten Einkaufspassagen in Europa. Deswegen stehen sie sogar unter Denkmalschutz.

Entworfen wurden sie im Jahr 1847 von dem Architekten Jean-Pierre Cluysenaar und versetzen einen gefühlt nach Italien – kein Wunder, entsprechen sie doch dem florentinischen Renaissance-Stil. Die gut 200 Meter langen Galerien mit prunkvollem Glasdach sind ideal zum Flanieren. Neben Luxusboutiquen – von Mode bis zu Schmuck und Design ist alles dabei – beherbergen sie auch Cafés, ein Theater und ein Kino.

10. Parc du Cinquantenaire (Jubelpark): Stadtpark mit Triumphbogen

Parc du Cinquantenaire ©Rachel L

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Angelegt:1880
Must-See:Triumphbogen
Stil:französisch

Der Parc du Cinquantenaire in Brüssel ist ein historischer Stadtpark. Er entstand bereits 1880 zur Feier des 50. Jahrestages der belgischen Unabhängigkeit. Der sogenannte „Jubelpark“ wurde im französischen Stil angelegt und beheimatet zahlreiche Überraschungen.

Das Highlight ist ein wunderschöner Triumphbogen mit drei Arkaden und einer bronzenen Quadriga darauf, der als Herz des Parks gilt. Von dort eröffnet sich ein traumhafter Weitblick über die City. Der Park ist auch Schauplatz von Festen, Konzerten und anderen Events und ansonsten ein beliebter Erholungsort der Einheimischen zum Spazierengehen oder Picknicken.

11. Musikinstrumente-Museum: Sammlung aus rund 8.000 Instrumenten

Musikinstrumentenmuseum ©Baharlou

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Besonderheit:Jugendstilgebäude
Ausgestellt:1.200 Instrumente
Sammlung:8.000 Instrumente

Das MIM Musikinstrumentenmuseum (MRAH) in Brüssel ist nicht nur für Liebhaber von Musikinstrumenten interessant, sondern auch für Architekturfans. Es befindet sich seit dem Jahr 2000 in einem imposanten Jugendstilgebäude namens „Old England“, das 1899 errichtet wurde.

Die gesamte Instrumentensammlung soll mehr als 8.000 Musikinstrumente umfassen, doch nur rund 1.200 davon sind ausgestellt. Das reicht jedoch vollkommen, um einen Überblick über die Geschichte der Musik in verschiedenen Epochen und Kulturen zu vermitteln. Besonders eindrucksvoll: Ihr könnt über Kopfhörer den Klang des jeweiligen Instruments hören.

12. Horta Museum: Meisterwerk des Jugendstils

Altes Atelier und Wohnhaus von Horta ©Santi Rodríguez
Erbaut:1898-1901
Must-See:Jugendstil-Sammlung
Jugendstil-Bücher:6.000

Das Horta-Museum ist das frühere Wohnhaus des Brüsseler Architekten Victor Horta und eines von zahlreichen Jugendstil-Meisterwerken in Brüssel. Zwischen 1898 und 1901 ließ der Architekt in der Gemeinde Saint-Gilles gleich zwei Jugendstilhäuser nebeneinander erbauen.

Neben dem Wohnhaus, das heute das Horta-Museum beheimatet, entstand ein Architekturbüro samt Bildhauerwerkstatt. In dem Museum könnt ihr eine stetig wachsende Sammlung an Werken von Victor Horta bestaunen, darunter Möbel und Zeichnungen. Dazu kommen verschiedene Wechselausstellungen zum Thema Kunst und Architektur sowie eine Bibliothek mit 6000 Büchern über den Jugendstil.

13. Autoworld: Die Welt der Automobilgeschichte in Brüssel

Autoworld ©Stefan Lambauer
Eröffnet:1986
Fahrzeuge:+ 300
Gebäude von:1880

Autoliebhaber aufgepasst: Die 1986 eröffnete Autoworld in Brüssel führt euch tief hinein in die Geschichte des Automobils – und nicht nur das! Ihr könnt rund 300 Fahrzeuge bewundern, von Pkw über Reisebusse bis zu Motorrädern, die eine anschauliche Geschichte der Fahrzeugentwicklung im letzten Jahrhundert aufzeigen.

Dazu gibt es verschiedene Themenbereiche wie „Sport & Wettbewerb“, in denen man mehr über die Höhepunkte im Motorsport seit 1906 erfährt. Das Museum befindet sich in einem Gebäude des Parc du Cinquantenaire, das – wie der Park selbst – bereits 1880 errichtet wurde.

Weitere Reisetipps in Belgien

Schon gewusst? Wenn ihr einen Städtetrip nach Brüssel für ein bis drei Tage plant und viele Museen, kostenpflichtige Attraktionen, Restaurants und Bars erkunden möchtet, haben wir einen Tipp für euch: Es gibt die praktische „Brussels Card“ für 24, 48 oder 72 Stunden, mit der ihr ordentlich sparen könnt. Ihr könnt sie vorab online kaufen und erhaltet damit freien Eintritt in 49 Museen (wie das Magritte-Museum oder das Musikinstrumentenmuseum) sowie Ermäßigungen bei zahlreichen Sehenswürdigkeiten (z. B. Mini-Europa) und in einigen Restaurants und Bars. Dazu gibt es eine Gratis-App mit einem Brüssel-Reiseführer und aktuellen Informationen zu den teilnehmenden Partnern – ebenso wie zum Verkehrsnetz.

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