La Gomera ist ein klasse Reisetipp für alle Individualisten unter euch. Die zweitkleinste Insel der spanischen Kanaren wurde in den 1960er Jahren von den Hippies entdeckt. Hier könnt ihr in bezaubernder Natur wandern, an Vulkanstränden baden, grandiose Radtouren unternehmen oder verwunschene Dörfer entdecken. Die absolut sehenswerten Attraktionen von La Gomera drängen sich nicht auf, sind aber bei genauerem Hinsehen umso spektakulärer. Kommt mit in den Wilden Westen der Kanaren! 

Top Sehenswürdigkeiten auf La Gomera im Überblick

Nahe Teneriffa gelegen, wird La Gomera (übersetzt: „die Steinschleuder“) von vielen Reisenden übersehen. Dabei könnt ihr hier Millionen Jahre alte Überreste von Vulkanen bestaunen. Verpasst nicht die orgelförmigen Meeresklippen Los Organos oder den majestätischen Roque de Agando mit seiner herrlichen Aussicht. Unbestrittener Herrscher über die Insel ist jedoch der Alto de Garajonay, der sich aus einem Zauberwald erhebt.

Im Valle Gran Rey gibt es nicht nur wunderschöne Strände aus schwarzem Sand, sondern auch eine üppig grün bewachsene Schlucht. La Gomera (knapp 22.000 Einwohner) ist vom Massentourismus unberührt, entsprechend entspannt geht es in der Hauptstadt San Sebastián zu. Im subtropischen Klima gedeihen Bananenstauden, trotzdem sorgt der Atlantik für etwas Abkühlung. Christoph Kolumbus war hier, tut es ihm gleich! 
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#kanarischeinseln

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1. Garajonay: Wanderung zum höchsten Gipfel auf La Gomera

Der Garajonay National Park auf La Gomera ©magui RF
Höchster Gipfel:Alto de Garajonay
Höhe:1.487 m
Besonderheit:UNESCO-Weltnaturerbe

Die beinahe kreisrunde Insel wird von einem einzigartigen Nationalpark gekrönt. Schummriges Licht durchdringt mit Mühe das dichte Blätterdach der Lorbeerwälder. Moose und Farne prägen den Waldboden, ab und zu huscht eine Echse vorbei. Dieser feuchte Urwald an den Berghängen im Inselinneren gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Im Parque Nacional de Garajonay, der von Nebelbänken durchzogen wird, könnt ihr zauberhafte Wanderungen unternehmen. Vier Stunden braucht ihr von Hermigua mit seinen Bananenplantagen bis zum höchsten Gipfel der Insel, dem Alto de Garajonay (1.487 m): Ein heiliger Ort schon für die Ureinwohner La Gomeras! 

#wandern

2. Agulo: Pastellfarbenes Dorf auf einem Felsplateau

Die Aussichtsplattform Mirador de Abrante. Im Hintergrund ist Teneriffa zu sehen. ©Carlos Glez.
Lage:Nordküste
Must-See:Mirador de Abrante
Besonderheit:Glasboden in 600 m Höhe

Ganz im Norden, dort, wo die Insel immer schroffer wird, schmiegt sich das Dorf Agulo wie ein Adlernest auf ein Felsplateau. Kleine Häuschen erstrahlen in Pastellfarben, die engen Gassen werden von einer barocken Kirche gekrönt.

10 km südwestlich dürft ihr den Mirador de Abrante keinesfalls verpassen. Dieser Aussichtspunkt mit Glasboden ragt 7 Meter über den Abgrund hinaus, nichts für schwache Nerven! Entworfen von José Luis Bernejo, bietet er in 600 m Höhe eine majestätische Aussicht auf die zerklüftete Wildnis von La Gomera bis hinüber nach Teneriffa. 

3. Valle Gran Rey: Im Tal des großen Königs

Ermita del Santo auf La Gomera ©dudlajzov
Gebiet:32,36 km²
Must-See:Ermita del Santo
Top-Strand:Playa del Inglés

Die grün bewachsene Schlucht Valle Gran Rey fällt abrupt bis zu den beliebten schwarzen Stränden in La Gomeras Westen ab. Steile Berghänge könnt ihr erwandern und euch an palmenbewachsenen Hainen erfreuen. Weit oben erlebt ihr das ursprüngliche Dorf Arure, wo ihr die uralte, in den Fels gehauene Einsiedlerkapelle Ermita del Santo auf euch wirken lassen könnt.

An der Küste ist besonders die Playa del Inglés zu empfehlen. Nicht zu verwechseln mit dem berühmten Namensvetter auf Gran Canaria, bietet dieser FKK-Strand aus Vulkansand einen relativ ruhigen Ozean vor atemberaubender Bergkulisse.

4. Vueltas: Faszinierendes Whale Watching vor der Küste

Whale Watching: Pilotwale vor der Küste La Gomeras ©David

Auch interessant: Die besten Orte weltweit, um Wale zu sehen

Must-Do:Whale Watching
Highlights:Pottwale, Rauzahndelfine
Beste Reisezeit:März bis Juni

Rund um Vueltas liegen die schönsten Strände des Valle Gran Rey, aber nicht nur das: Von hier aus könnt ihr einzigartige Schiffstouren unternehmen. Die Skipper wissen genau, wo sie die Säugetiere der Meere finden: Wal- und Delfinbeobachtungstouren bringen euch zu Pottwalen, Rauzahndelfinen oder Grindelwalen.

23 Arten könnt ihr mit etwas Glück dabei beobachten, wie sie zum Atmen an die Oberfläche kommen, eine Wasserfontäne heraus prusten und dann wieder abtauchen. Das ganze Jahr über tummeln sich Wale und Delfine hier, aber von März bis Juni habt ihr die besten Chancen.

#whalewatching

5. Los Organos: Schönste Basaltwand der Kanaren

Nur vom Boot aus zu sehen: Los Organos auf La Gomera ©David
Lage:Nordküste
Must-Do:Schiffstour
Abfahrt:Valle Gran Rey

Vor Jahrmillionen sind die Kanarischen Inseln durch brodelnde Vulkane entstanden, diese haben ihre Spuren auch auf La Gomera hinterlassen. Durchbricht das Magma auf seinem eruptiven Weg die Erdkruste, erkaltet es und wird zu Basaltgestein. Es sieht aus wie Orgelpfeifen, wenn sich fünfeckige Basaltsäulen gen Himmel strecken.

Unvermittelt ragen die Klippen von Los Organos aus dem Meer, die wie ein Steinbildhauer ihr Gesicht weiter verändert haben. Los Organos, „die Orgelpfeifen“ an der Nordküste könnt ihr auf Schiffstouren ab Valle Gran Rey erreichen. 

6. Roque de Agando: Der Zuckerhut von La Gomera

Der Mirador de Agando – Nationalpark Nationalpark Garajonay ©Ivan Floriani
Höhe:1.251 m
Dauer:4 Std. – Wanderung
Besonderheit:Alter Vulkanschlot

Der Roque de Agando (1.251 m) beherrscht das nördliche Hügelland der Insel. Von Playa Santiago aus wandert ihr zu diesem alten Vulkanschlot in vier Stunden. Das umgebende Gestein ist verwittert, während dieser Phonolit, der „klingende Stein“ von längst vergangenen Jahrtausenden zu erzählen scheint.

Frappierend ist die Ähnlichkeit zum Zuckerhut von Rio de Janeiro. Umgeben von weiteren Felstürmen, könnt ihr eine der schönsten und anspruchsvollsten Wanderungen auf La Gomera erleben. Heutzutage dürft ihr den Roque de Agando nicht mehr besteigen, da er unter Naturschutz steht.

#wandern

7. El Chorro del Cedro: Höchster Wasserfall der Kanaren

Wasserfall:Chorro del Cedro
Höhe:200 m
Must-Do:Wanderung

Nördlich des Garajonay-Nationalparks befindet sich ein wildromantisches Tal: Inmitten eines Lorbeerwaldes liegt das winzige Dörfchen El Cedro. Ein Gebirgsbach hat die Schlucht Boca del Chorro in das Gestein gefräst. Spektakulär ergießt sich dieser in die Tiefe. Der 200 m hohe Wasserfall Chorro del Cedro ist von steilen Felsen und üppiger Vegetation umgeben.

Klar, dass die Wanderung hierher schweißtreibend ist. Von Hermigua nach El Cedro braucht ihr etwa 2 Stunden. Meist ist der Wasserfall einfach atemberaubend, in Trockenperioden kann er allerdings zu einem schmalen Rinnsal schrumpfen.

8. San Sebastián: Auf den Spuren von Christoph Kolumbus

Die Hauptstadt San Sebastian auf La Gomera ©Sergey Kelin
Lage:Ostküste
Must-Do:Playa San Sebastián
Besonderheit:Fähre Teneriffa

Als sich Kolumbus 1492 aufmachte, den Seeweg nach Indien zu suchen und Amerika fand, legte er einen Zwischenstopp in San Sebastian an ein. In der Iglesia de la Virgen de la Asunción hat er mit seinen Mannen gebetet.

Die Hauptstadt von La Gomera hat nur 9.000 Einwohner, hier geht es entspannt zu. Farbenfrohe Altstadthäuser und ein Stadtstrand aus Vulkansand, an dem sich sogar Kinder ins Wasser wagen können, machen den Aufenthalt in San Sebastián de la Gomera so angenehm. Hier werdet ihr wahrscheinlich mit der Fähre von Teneriffa ankommen.

9. Fortaleza de Chipude: Tafelberg mit atemberaubender Aussicht

Fortalezza de Chipude auf La Gomera, im Hintergrund El Hierro ©Friedemeier
Lage:Südwestküste
Ausgangspunkt:Pavon
Besonderheit:Geführte Wanderung

In 1.243 m Höhe liegt euch La Gomera zu Füßen. Die Fortaleza de Chipude ist keine Festung, sondern ein erhabener Tafelberg im Südwesten der Insel. Vor Jahrmillionen entstanden, bietet er einen faszinierenden Ausblick auf La Gomera und die benachbarten Kanaren-Inseln El Hierro und La Palma.

Über einen steilen Pfad kommt ihr von Pavon aus hinauf, eine geführte Wanderung lohnt sich hier besonders. Karge Natur umgibt euch. Steinkreise und Opferaltäre aus vorspanischer Zeit verteilen sich auf dem Hochplateau dieses Naturmonuments, das heute unter Schutz steht.

#wandern

10. Montaña El Cepo: Roter Fels wie auf dem Mars

Wie auf dem Mars: Montaña El Cepo auf La Gomera ©Curioso.Photography
Lage:Nordküste
Must-See:Aussicht auf Teneriffa
Wanderung:GPS-Daten

Wenige Kilometer westlich von Agulo erhebt sich aus der Landschaft ein Fels aus außergewöhnlich rotem Gestein. Auch wenn es von unten nicht so aussieht, dieser Berg gehört zu den schönsten Orten auf La Gomera.

Beim Parkplatz nahe Las Rosas beginnt der kurze Pfad hinauf. Steigt und klettert ihr auf diesen karg bewachsenen Felsen, fühlt ihr euch ein bisschen wie bei einer Expedition auf unseren Nachbarplaneten. Oben habt ihr eine grandiose Aussicht bis hinüber nach Teneriffa. Hüllt sich der Cepo in Wolken, wird es richtig mystisch.

Weitere Reisetipps auf den Kanarischen Inseln

Schon gewusst? Am einfachsten erreicht ihr La Gomera, wenn ihr einen knapp 5-stündigen Flug nach Teneriffa bucht und von dort aus eine Fähre nach San Sebastián nehmt. Sie braucht für die Überfahrt etwa eine Stunde. Es gibt auch einen innerkanarischen Flugverkehr. 

Im Frühling von März bis April blühen farbenfrohe Blumen und die Temperaturen sind angenehm, ideales Wanderwetter also! Wenn ihr es auf La Gomera pfeifen hört, dann kann das die faszinierende Pfeifsprache El Silbo sein. So können sich die Bewohner La Gomeras über große Distanzen zu pfeifen und verständigen.

Video-Tipp


La Gomera aus der Vogelperspektive
Erlebt die Insel aus der Luft.

Lage

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