Madeira ist bekannt als Insel des ewigen Frühlings. Wunderschöne Blumen, hohe Berge und ein angenehmes Klima bilden das perfekte Reiseziel. Strände sind allerdings etwas rar auf der portugiesischen Insel. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht existieren. Reisende brauchen eben nur ein bisschen Insiderwissen. Wir verraten euch, welcher Strand sich als Ausflugsziel auf Madeira eignet.

Die schönsten Strände auf Madeira im Überblick

Es ist die Abwechslung, die besondere Strände ausmacht. Und auf der portugiesischen Insel Madeira werdet ihr davon reichlich finden. Neben schönen hellen Sandstränden mit strahlend blauem Wasser gibt es nämlich auch Strände mit schwarzem Sand, die berühmt sind für ihre Brandung und entsprechend von Surfern frequentiert werden. Aber auch die Naturpools der Insel sind etwas ganz Besonderes, denn hier können Gäste im Meer schwimmen, ohne im Meer zu schwimmen.

Die Strände auf Madeira erreicht ihr am besten mit dem Auto bzw. Mietwagen. Zum Teil sind kostenlose Parkplätze in der näheren Umgebung vorhanden. Beachtet in jedem Fall, dass die Meeresströmung des Atlantischen Ozeans sehr stark ist und ihr nur an ausgewiesenen Stellen ins Wasser gehen solltet.

#madeira

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1. Praia de Machico: Kleines Sandparadies an der Ostküste

Länge:500 m
Sanitär:offene Dusche
Zugang zum Meer:sehr leicht

Hier wartet das Sonnenanbeter-Paradies per Definition. Ein schöner Sandstrand, der sanft ins seichte Wasser abfällt, das je nach Tageszeit und Wetter in verschiedenen Farben leuchtet. Von blau bis gelb bis dunkelgrün ist fast alles dabei. Der Sand wurde für den Tourismus extra aus Marokko importiert.

Gelegen ist der Strand von Praia de Machico in einer kleinen Bucht, die von Bergen gesäumt wird. Da die Bucht von einer Steinmole eingefasst ist, ist auch der Wellengang überschaubar. Da es sich aber nur um eine kleine Bucht handelt, solltet ihr nicht davon ausgehen, einen kilometerlangen Sandstrand vorzufinden, denn die Dimensionen sind eher überschaubar.

Der Strand befindet sich in der Nähe des Ortes Machico, einem der ältesten und östlichsten der Insel. An der zugehörigen Promenade befinden sich mehrere Bars und Restaurants.

2. Prainha Beach: Feiner Sandstrand auf der Halbinsel São Lourenço

© pkazmierczak

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Länge:100 m
Sanitär:WC & Dusche
Zugang zum Meer:leicht

Dieser Strand ist so versteckt, dass er ohne Zweifel als Geheimtipp gilt. Hier senkt sich die raue Küste im Osten der Insel nur ganz kurz ab, um Platz zu machen für eine kleine Bucht mit schmalem Strand. Unweit von der Ponta de São Lourenço finden Reisende hier feinen, dunklen Sand und ideale Bedingungen zum Schwimmen. Der Einstieg ins Wasser ist herrlich flach und damit perfekt für Familien mit Kindern.

Wer ein Stückchen hinausschwimmt und sich dann umdreht, bekommt einen spektakulären Anblick geboten, denn hier zeigt sich unverkennbar der vulkanische Ursprung von Madeira. Die schroffen Felsen ragen direkt hinter der Bucht auf. Pflanzen gibt es kaum. Die vorherrschenden Farben sind Schwarz, Grau, Braun und Orange, was einen schönen Kontrast zu dem blauen Wasser bildet.

Auch, wenn der Strand etwas abgelegen und wenig touristisch ist, Umkleidekabinen und Möglichkeiten, vor Ort zu essen, sind vorhanden.

3. Naturpools von Porto Moniz: Spektakulärer Ort zum Baden

Fläche:3800 m²
Sanitär:WC & Dusche
Tipp:Weiter östlich sind noch
alte Naturpools, die kostenfrei
sind.

Manchmal ist der schönste Strand dort, wo eigentlich gar kein Strand vorhanden ist. Was damit gemeint ist, beweisen die Naturpools von Porto Moniz. Im Norden der Insel haben sich nämlich durch vulkanische Aktivität und das Abkühlen von Lava im Wasser in der Vergangenheit natürliche Schwimmbecken entwickelt, die vom Meer gespeist werden. Gleichzeitig bilden sie aber eine natürliche Grenze zum offenen Meer. An stürmischen Tagen können Reisende hören, wie die Wellen gegen die Felsen schlagen.

Das gesamte Gebiet umfasst mehrere Pools mit glasklarem Wasser, auf einer Fläche von 3800 m². Für Familien mit Kindern gibt es auch spezielle, flache Pools. Außerdem gibt es einen Kinderspielplatz und direkt an der Promenade verschiedene Restaurants mit leckerem, fangfrischem Fisch. Aber auch für all diejenigen, die nicht schwimmen möchten, sind die Pools eine Reise wert, denn sie bilden fantastische Fotomotive, besonders bei Sonnenuntergang.

4. Ponta do Sol: Pefekter Strand für den Sonnenuntergang

©CCat82
Länge:300 m
Sanitär:WC & Dusche
Must-Do:Sonnenuntergang

Eigentlich wirkt Ponta del Sol im Südwesten von Madeira, etwa 40 km von Funchal entfernt, wie ein verschlafener Fischerort, in dem nicht viel passiert. Aber es gibt dort eine spannende, lebhafte Subkultur, nämlich die digitalen Nomaden. Mit Co-Working-Spaces ist der Ort mittlerweile gut auf die arbeitenden Reisenden eingestellt.

Nach getaner Arbeit geht es dann über die Promenade mit den schönen Häuserfassaden direkt zum Strand und über die dunklen, feinen Steine hinein ins flache, ruhige Wasser. Da es einen Wellenbrecher gibt, ist hier meistens keine starke Strömung zu erwarten.

Die Kulisse der grünen Hügel, die sich direkt hinter dem Ort, mit den weißen Häusern, dem prominenten Kirchturm und der von Palmen gesäumten Promenade befindet, ist wunderschön. Einfach der perfekte Ort, um Inspiration zu finden und ein paar Tage Kraft zu tanken.

5. Praia do Porto do Seixal: Das Hawaii Europas an der Nordküste

© Leonid
Länge:200 m
Sanitär:WC & Dusche
Must-Do:Dusche unter
Mini-Wasserfällen

Bei dem ersten Blick auf Fotos von Seixal Beach könnte man denken, in der Karibik gelandet zu sein. Nicht umsonst wird dieser Ort auch Jamaica Beach oder das Hawaii Europas genannt. Dichtes Grün zieht sich an der Küste hinauf und der schwarze Sand bildet eine natürliche Barriere zum dunkelblauen Wasser. Der Foto-Hotspot auf Madeira schlechthin!

Der Strand ist aber auch beliebt bei allen, die sich gerne bewegen und Neues ausprobieren. Denn die Strömung in Seixal ist nicht sehr stark, die Brandung aber trotzdem redlich, sodass dies der ideale Ort für Leute ist, die Surfen lernen wollen. Außerdem werden vor Ort auch Kurse für Yogastunden in der Natur angeboten. Es können auch Kayaks und Schnorchelausrüstung ausgeliehen werden. Die Bar des Naval Club do Seixal ist ideal, um die Atmosphäre dieses besonderen Ortes bei Sonnenuntergang bei einem Drink zu erleben.

Extra-Tipp: Sandstrand pur auf der Nachbarinsel Porto Santo

© Armando Frazão
Top-Strand:Golden Beach
Länge9 km
Anreise:Fähre ab Funchal
2,5 Std. pro Fahrt

Wer trotz aller Abwechslung auf Madeira gerne einmal einen typischen hellen Sandstrand (oder gleich mehrere möchte), der kann von Funchal eine Bootstour nach Porto Santo buchen, die ebenfalls zur Inselgruppe Madeira gehört. Dort gibt es helle Sandstrände en masse.

Der Strand von Porto Santo, mit einer Länge von neun Kilometern, wurde sogar zu einem der sieben besten Strände Portugals gekürt. Als Tagesausflug ist die Insel aber nur bedingt geeignet. Ihr müsst mit 2,5 Stunden pro Fahrt rechnen. Hin- und Rückfahrt kosten rund 74 Euro pro Person.

Lage

Schon gewusst? Madeira ist auch ein großartiger Spot für Taucher. Das ganze Jahr über habt ihr auf Madeira im Atlantik die Möglichkeit zu tauchen. Die Wassertemperaturen liegen im Winter bei 18 Grad, im Sommer bei 24. Ihr findet die Tauchgebiete entlang der Ost- und Südküste. Unter Wasser könnt ihr auf eine tolle Artenvielfalt stoßen. Um Madeira könnt ihr Wale, Delfine, Barrakudas, Drückerfische, Rochen und sogar Mönchsrobben und Mantas beobachten.  Im Süden findet ihr eine deutschsprachige Tauchschule, die direkt im UW-Naturschutzpark Madeiras liegt.

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