Schon vor hundert Jahren war Bali ein Traumziel westlicher Reisender. Sehenswert sind die faszinierenden Tempel, die majestätische Natur und die herrlichen Sandstrände, umgeben von zerklüfteten Felsen. Diese indonesische Insel ist so reich an Attraktionen wie kaum ein anderes Reiseziel in Südostasien. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten auf Bali.

Die besten Sehenswürdigkeiten auf Bali im Überblick

Umgeben von muslimisch geprägten Inseln liegt das 5.780 Quadratkilometer große Bali im Indischen Ozean. Die meisten der 4,3 Millionen Einwohner sind Hindus. Ihre einzigartige Kultur aus farbenfrohen Opferzeremonien, malerischen Prozessionen und atemberaubenden Tempeltänzen lohnt allein schon die Reise. Die tropische Insel ist vulkanischen Ursprungs. Ihr könnt unvergleichliche Wanderungen auf den Gunung Batur oder entlang des Bratan-Sees unternehmen, die Reisterrassen von Tegallalang erkunden oder auf den bombastischen Wellen von Canggu Beach reiten. Vergesst nicht „Klein-Bali“ Nusa Penida mit seinen wenig besuchten Stränden! Das ganze Jahr über herrscht feuchtwarmes Klima.

#bali

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1. Kelingking Beach: T-Rex auf Nusa Penida

© praphab144
Höhe:Ca. 200 m
Must-See:Kelingking Viewpoint
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

War der „Kelingking Beach Secret Point“ anfangs ein Geheimtipp, der unter den Backpackern herumgereicht wurde, ist der Weg dorthin mittlerweile ausgeschildert. Der Strand ist immer noch traumhaft schön und keineswegs überlaufen, denn er liegt auf Balis kleiner Schwesterinsel im Süden, Nusa Penida. Wenn ihr zum herrlich feinen Sandstrand wollt, müsst ihr einen etwas riskanten Weg durch die Felsen hinunter kraxeln. Wem der halbstündige Abstieg zu gefährlich ist, hat von oben rechts eh den besten Ausblick. Die Felsen sehen aus wie der Kopf eines T-Rex! In Kombination mit dem türkis-leuchtenden Wasser ist es wirklich einzigartig und ein klasse Foto-Hotspot.

2. Pura Ulun Danu Bratan: Märchenhafter Wassertempel

© nuttawutnuy
Entstehung:1633
Must-Do:Bootsfahrt
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Bezahlt ihr mit dem 50.000 Rupiah-Schein, seht ihr darauf einen schlanken Tempelturm. Der soll den zauberhaften Pura Ulun Danu Bratan Tempel auf dem heiligen Berg Meru darstellen. Malerisch liegt er auf einer kleinen Insel im Bratan-See und zählt nicht nur bei Reisenden zu einer der beliebtesten Ausflugsziele auf Bali. Zahlreiche einheimische Gläubige halten hier täglich hinduistische Zeremonien ab. In 1.200 Metern Höhe habt ihr zudem einen tollen Ausblick auf die umliegenden Gipfel. Macht ihr eine Bootstour auf dem See, seid ihr komplett alleine.

3. Tegallalang: Schaukelspaß vor grün leuchtenden Reisterrassen

© Akarat Phasura
Besonderheit:Bewässerungssystem
Must-Do:Bali Swing
Beste Reisezeit:November bis Mai

Reis ist auf Bali tägliches Grundnahrungsmittel. Dieses Getreide braucht viel Wasser, damit es wächst und gedeiht. An vielen Stellen auf der Insel könnt ihr kunstvoll angelegte Reisterrassen bewundern, die teils schon Jahrhunderte alt sind. Durch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem bekommt noch jedes Reispflänzchen sein Wasser ab. Besonders schön sind die Reisterrassen von Tegallalang bei Ubud. Hier könnt ihr durch bezaubernde Reisfelder und idyllische Dörfer wandern. Ein bisschen abgelegener, aber weniger überlaufen sind übrigens die Reisterrassen von Jatiluwih. Habt ihr Lust auf Schaukelspaß vor diesem märchenhaften Urwald- oder Reisterrassenhintergrund? Dann solltet ihr euch den Bali Swing nicht entgehen lassen!

4. Pura Lempuyang Tempel: Himmelstor mit Aussicht

© yos
Höhe:1.050 m
Must-See:Gunung Agung
Beste Reisezeit:April bis November

Der Pura Lempuyang steht auf einem sattgrünen Berg. Von oben habt ihr einen traumhaften Ausblick auf den Gunung Agung, den höchsten Vulkangipfel Balis mit 3.142 Metern. Das Himmelstor ist ein absoluter Instagram-Hotspot. Wer nicht ganz früh aufsteht, muss für das Foto schonmal länger anstehen. Eigentlich befinden sich sieben Tempel am Hang: Wandert ihr zwei Stunden, kommt ihr ganz nach oben hinauf. Beachtet, dass ihr die Tempelanlage nur betreten dürft, wenn ihr einen Sarong (langer Rock für Männer und Frauen) sowie schulterbedeckte Kleidung tragt. Übernachtet doch zuvor im niedlichen Küstenort Amed. Die Anreise zum Tempel ist dann nicht weit und ihr könnt vorher tolle Tauch- und Schnorchel-Spots erkunden.

5. Batur: Faszinierendes Vulkanmassiv mit Kratersee

© saiko3p

Auch interessant: Wandern zum Vulkan Agung auf Bali: Adrenalin pur

Höhe:1.717 m
Must-Do:Sonnenaufgangstour
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Der Gunung Batur mit seinen 1.717 Metern ist zwar nicht der höchste Vulkan auf Bali, dafür aber gut erreichbar. Eigentlich gibt es mehrere Krater. Im Jahre 1999 hat der Batur das letzte Mal Asche gespuckt. Der Gipfel ist nicht schwer zu erklimmen, aber ihr solltet einen ortskundigen Guide in Anspruch nehmen. Noch in der kühlen Nacht geht es los, damit ihr pünktlich zum Sonnenaufgang oben seid. Achtet darauf, dass klare Sicht gemeldet ist! Von oben seht ihr ein grandioses Panorama aus Caldera, Meer und Kratersee. Das Seeufer kann auf wunderschönen Wanderungen und Radtouren erkundet werden.

6. Ubud: Balis kulturelles Herz

© sytilin
Einwohner:Ca. 74.000
Must-Do:Yoga
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Im kulturellen und spirituellen Ubud könnt ihr traditionelle Tänze und uralte Rituale erleben. Der Pura Taman Saraswathi ist einer der heiligsten Hindutempel, der Göttin der Weisheit geweiht. Frühmorgens schenken die Gläubigen den Göttern Opferspeisen und schmücken den Tempel mit Blumen. Im Monkey Forest entstehen lustige Fotos, die die Affen knipsen. Passt aber auf eure Kekse auf! In der Nähe liegt der Höhlentempel Goa Gajah, die „Elefantengrotte“, ein 1000 Jahre altes Heiligtum. Und wer sich auf Yoga und gesunde Ernährung konzentrieren will, ist in Ubud ebenso richtig. Von Yoga Schulen und Retreats über Ausbildungen könnt ihr sogar große Yoga Festivals besuchen.

7. Canggu Beach: Hipper Strand für Surfer und Yogis

© F8studio
Einwohner:Ca. 8.000
Must-Do:Surfen
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Nicht weit von Denpasar lockt der Canggu-Beach mit seinem einzigartigen Vibe. Er ist eigentlich der ideale Ort, um „anzukommen“. Hier könnt ihr am Strand relaxen, Yoga praktizieren oder die Surf-Hotspots ausgiebig ausprobieren. Für Anfänger wie Cracks gibt es die passenden Wellen und Surflehrer ermöglichen es euch, den Traum vom Surfen wahr werden zu lassen. Danach in Flip-Flops Party machen? Hier ist das möglich. So entspannt ist es in Kuta oder Seminyak schon längst nicht mehr. Einer der schönsten Tempel Balis wartet wenige Kilometer westlich: Tanah Lot steht auf einem Felsen im Meer und bietet einen göttlichen Anblick.

8. Sekumpul-Wasserfall: Tropisches Naturerlebnis

© Daria
Fallhöhe:80 m
Must-Do:Baden
Beste Reisezeit:März bis November

Viel Wasser fließt die tropischen Berge Balis hinab. Klar, dass es hier imposante Wasserfälle zu bestaunen gibt. Am berühmten Git Git werdet ihr vor allem von Touristenmassen umströmt. Wie wäre es mit einer Alternative? Der Sekumpul-Wasserfall ist von Singaraja aus gut zu erreichen. Allerdings müsst ihr schmale Pfade und viele Treppenstufen überwinden, bevor ihr den Fluss auf glitschigen Steinen durchwatet. Das will nicht jeder, und deshalb werdet ihr hier noch ein echtes Naturerlebnis haben. Der Wasserfall ist etwa 80 Meter hoch und fällt über sieben bis acht Kaskaden über steile Klippen hinab. Der Aufwand lohnt also absolut.

9. Diamond Beach auf Nusa Penida: Grandioser Sandstrand

© J.-K. Ellermeier

Auch interessant: Diamond Beach: Traumstrand auf Nusa Penida

Aussichtspunkt:Atuh Cliff
Must-See:Tree House
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Der südöstlichen Küste Balis vorgelagert ist die kleine Insel Nusa Penida. Auf einer knapp einstündigen Überfahrt kommt ihr hierher. Im Osten liegt der Diamond Beach, und hier stimmt der Name noch: ein echtes Juwel aus feinem Sand, das umgeben ist von senkrechten Kalksteinfelsen. Ein paar Palmen spenden etwas Schatten. Hinunter führt eine steile Treppe. Die Brandung ist berauschend, aber nicht ungefährlich zum Schwimmen. Vom Tree House, ein klasse Foto-Spot, etwas weiter westlich habt ihr eine wundervolle Aussicht auf den Küstenstreifen.

10. Pura Luhur Uluwatu: Meerestempel auf spektakulärer Steilküste

© R.M. Nunes
Höhe:Ca. 70 m
Must-See:Kecak-Tanzvorführung
Beste Reisezeit:Mai bis November

Auf der Halbinsel Bukit ganz in Süden Balis liegt dieser sehenswerte Tempel spektakulär auf einer Steilküste in Uluwatu. Das bedeutet soviel wie „über den Felsen“ und tatsächlich ragt die Felswand bis zu 100 Meter aus dem Meer hervor. Der Meerestempel Pura Luhur Uluwatu wurde im 11. Jahrhundert erbaut und soll die Einwohner Balis vor bösen Geistern und Dämonen schützen. Schaut euch diese tolle Kulisse aus Felsen und Meer am besten nachmittags an. So könnt ihr abends den atemberaubenden Sonnenuntergang genießen! Verpasst nicht die traditionelle Kecak-Tanzvorführung mit aufwändig gestalteten Kostümen und Masken. Eine wirklich tolle Möglichkeit, um mehr über die balinesische Lebensphilosophie zu erfahren!

Weitere Reiseziele in Südostasien

Schon gewusst? Die stolzen Balinesen sind herzlich, auch wenn viele Touristen ins Land kommen. Am besten kommt ihr mit einem Roller voran, was auf den kaputten Straßen und der rasanten Fahrweise der Einheimischen aber sehr gefährlich werden kann. Wer nicht selbst fahren will, sollte Gojek ausprobieren (funktioniert wie Uber). Kauft euch dafür einfach eine Sim-Karte mit mobilen Daten.

Durch Interkontinentalflüge kann Bali erreicht werden. Für die Einreise benötigt ihr ein Visum. Die Menschen sprechen Balinesisch, Indonesisch sowie sehr häufig Englisch und freuen sich über ein „Terima Kasih“ (Danke). Ein bisschen komplizierter wird’s bei der Währung. Gezahlt wird mit Indonesischen Rupiah (IDR). Merkt euch am besten, dass 1,75 Mio. IDR ungefähr 100€ entspricht. Corona-Sonderregeln im Blick behalten!

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