Rot und schwarz. Diese beiden Farben tauchen als Erstes vor dem inneren Auge auf, wenn Reisende an die spanische Vulkaninsel Lanzarote denken. Aber natürlich hat das beliebte Urlaubsziel noch viel mehr Highlights zu bieten als wunderschöne, lange Strände in besonderen Farben. Wir zeigen euch interessante Orte und die besten Sehenswürdigkeiten auf der kanarischen Insel Lanzarote.

Top Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote im Überblick

Von der Gruppe der kanarischen Inseln, die vor Afrikas Westküste liegen, hat Lanzarote die nordöstlichste Position und ist vor allem für seine vulkanisch geprägte Natur bekannt. So sind zum Beispiel die Berge sichtbar geformt durch Lavaströme in der Vergangenheit. Auch der Nationalpark Timanfaya, der ungefähr ein Fünftel der 845 Quadratkilometer großen Insel ausmacht, ist sichtlich dadurch geprägt. Die wichtigsten Touristenorte sind Puerto del Carmen, Playa Blanca und Costa Teguise, in denen Reisende auf den Spuren des berühmten Architekten und Künstlers César Manrique wandeln können. Wer sich allerdings nicht so sehr für das Stadtleben interessiert, sondern lieber in der Natur sein möchte, der wird auf Lanzarote reichlich Auswahl finden. Neben zahlreichen Wanderdestinationen wartet hier nämlich mit Famara ein echter Hotspot für Surfer.
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#kanarische-inseln

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1. Nationalpark Timanfaya: Wandern auf dem Mond

Der Timanfaya Nationalpark ©Florian Scholl

Lohnt es sich? Feuerberge auf Lanzarote -Mondlandschaften im Timanfaya

Fläche: 51,07 km²
Letzter Ausbruch:1824
Bus-Parkplatz:Besucherzentrum

Im Südwesten von Lanzarote liegt, mit dem Parque National de Timanfaya (auch bekannt als Feuerberge), der raueste Teil der Insel, an dem Reisende auch sehr gut erkennen können, wie vulkanische Aktivität eine Landschaft prägen kann. Private PKW können nur bis zu einem bestimmten Punkt in den Park, danach geht es mit Touristenbussen weiter, vorbei an unzähligen Kratern.

Unser Tipp: Da der Park zu den beliebtesten Attraktionen der Insel gehört, am besten schon früh da sein, um Warteschlangen an den Bussen zu vermeiden.

2. Playa de las Conchas auf La Graciosa: Strand der Muscheln

Playa de las Conchas ©Denis Feldmann
Einwohner:695
Fähre:Hafen in Órzola
Dauer:30 Min.

Dieser 500 Meter lange und 100 Meter breite helle Strand ist eine absolute Traumkulisse. Kleiner Haken: Er befindet sich nicht auf Lanzarote selbst, sondern auf der unbewohnten Insel La Graciosa. Reisende wissen hier oft nicht, wo sie zuerst hinschauen sollen. In die Ferne, mit Blick auf Montaña Clara und Alegranza oder lieber auf den Boden, um die besonderen Muscheln zu finden, die dem Strand ihren Namen geben.

Vom Schwimmen ist hier übrigens wegen starker Strömungen und Wellengang dringend abzuraten. Badetauglich sind dafür die Strände Playa de la Cocina und Playa Francesa.

#strände

3. Caldera Blanca: Vulkankrater mit perfektem Panorama-Blick

Caldera Blanca auf Lanzarote ©karlosxii
Aktivität:Rundwanderung
Ausgangspunkt:Wanderparkplatz
am Camio de Islote
Strecke:11,9 km

Manchmal können wir die Kraft der Natur nur begreifen, wenn wir schon mittendrin stehen. Dafür ist der weiße Krater auf Lanzarote mit seinen mehr als 450 Metern Höhe das perfekte Beispiel. Das bedeutet zwar auch, dass Besucher erst einmal sportlich tätig werden müssen, bis sie es nach oben schaffen, dann aber auch anschließend mit einem spektakulären Rundum-Panorama der Insel belohnt werden.

Zur Beruhigung: Es müssen auch nur knapp 250 Meter erstiegen werden. Allerdings beträgt die Strecke zum Krater hin auch noch einmal gut zehn Kilometer.

#wandern

4. Los Hervideros: Spektakuläre Felsformationen über den Wellen

Los Hervideros auf Lanzarote ©engel.ac
Lage:Südwestküste
Anreise PKW:Parkplatz aktuell
zum Teil gesperrt
Must-Do:Foto der imposanten Wellen

Hier können Reisende sehen, was passiert, wenn Lava und Wasser aufeinandertreffen. An der Südwestküste, zwischen dem Fischerdorf El Golfo und dem Salzgebiet Salinas de Janubio, wartet nämlich Los Hervideros, mit zerklüfteten Felsen, bizarren Formationen und Unterwasserhöhlen.

Zwischen den Felsen sind Wanderpfade und Aussichtsplattformen zu finden, Besucher sollten allerdings trittsicher und schwindelfrei sein, weil unter den Füßen das Meer ganz schön wild toben kann.

5. Cueva de los Verdes: Beeindruckendes Tunnelsystem

Lavaröhre in der Cueva de los Verdes ©Stephan Bartsch
Must-See:Lavaröhre
Dauer Rundgang:45 Minuten
Eintritt:Erwachsene: 10,00 €
Kind von 7 bis 12 Jahre: 5,00 €

Was von außen recht unspektakulär aussieht, führt zu einer wahren Farbexplosion im Inneren. Die Cueva de los Verdes im Nordosten der Insel ist eine Grotte mit einem knapp sechs Kilometer langen Tunnel, der vom Vulkan La Corona bis zur Küste verläuft. Hinzu kommen noch weitere Gänge und Abzweigungen, die ein umfassendes Netz bilden.

Das eigenständige Erkunden ist allerdings nicht gestattet, es werden nur geführte Touren angeboten. Die Spiegelungen der Decken und Wände im Wasser bieten übrigens ein fantastisches Fotomotiv.

6. Papagayo Strand: Der wohl schönste Strand auf Lanzarote

Papagayo Strand auf Lanzarote ©Mike Mareen

Auch interessant: Die schönsten Strände der Welt

Lage:Los Ajaches
Must-Do:Schnorcheln
Beste Reisezeit:Frühjahr bis Herbst

Unweit von Playa Blanca befindet sich dieser schöne Naturstrand mit hellem Sand und türkisfarbenen Wasser. Er ist übrigens Teil des Nationalparks Los Ajaches. Die kleine Bucht am südlichen Zipfel der Insel ist perfekt für Familien mit Kindern, da es durch die Lage wenig Wellengang gibt und das Wasser flach ist.

Achtung: In der Region gibt es insgesamt sieben Strände, die unter dem Namen Playas de Papagayo zusammengefasst werden und zwischen 100 und 400 Metern lang sind. Sie sind sowohl mit dem Auto und dem Fahrrad als auch mit dem Wasserbus zu erreichen.

#strände

7. Lago Verde: Landschaft voller Kontraste

Der Charco Verde auf Lanzarote ©Sybille
Parkplatz:Mirador del Charco
de los Clicos
Must-Do:Foto vom Hügel aus
Besonderheit:Mittlerweile Zaun
am Strand

Wenn Wasser grün ist, ist das normalerweise kein gutes Zeichen. Auf Lanzarote ist der Charco Verde hingegen ungefährlich, denn das leuchtende Grün kommt durch eine Pflanze im Wasser, deren Farbe durch den schwarzen Sand nochmal zusätzlich zum Strahlen gebracht wird.

Besonders von dem umliegenden Hügel bietet das Wasser eingebettet in die raue Umgebung ein ganz besonderes Fotomotiv. Allerdings sollten Reisende kein großes Gewässer erwarten, dass das spanische Wort Charco meint eher eine Pfütze.

8. Jameos del Agua: Kunst- und Kulturstätte von César Manrique

Jameos del Agua auf Lanzarote ©travelview
Lage:Nordostküste
Must-See:Albinokrebse
Must-Do:Restaurant in
Vulkanhöhle

Wer sich zwischen Schwimmen, Natur und Ausgehen nicht entscheiden kann, der macht eben einfach alles zusammen – in der berühmten Jameos del Agua von César Manrique. Hier befinden sich Bars und Restaurants in einem einzigartigen Höhlensystem.

In dieser einzigartigen Location finden auch regelmäßig Events statt. Wir empfehlen, den Besuch in den späten Nachmittag zu legen, um auch ein besonderes Abendessen an diesem unvergleichlichen Ort genießen zu können.

9. Famara: Lanzarotes Surfspot Nummer 1

Famara Strand auf Lanzarote ©NicoElNino
Länge:ca. 2 km
Surfschule:Surfland Lanzarote
Besonderheit:FKK im nördlichen Bereich

Eigentlich ist Famara ein kleines, traditionelles Fischerdorf, in dem nie wirklich Hektik aufkommt. Allerdings hat es sich wegen seiner besonderen Wellen zum international bekannten Surfer Hotspot gemausert.

Aber der kilometerlange Strand an der Nordwestküste der Insel hat noch viel mehr zu bieten, nämlich Bodyboarden, Windsurfen und Kitesurfen. Für Anfänger gibt es zahlreiche Schulen. Abends lassen Reisende den Tag dann mit frischem Fisch in einem der Restaurants ausklingen.

#surfen

10. Teguise: Die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes

Teguise auf Lanzarote ©javarman
Einwohner:ca. 1.600
Must-Do:Sonntagsmarkt
Öffnungszeiten:9 bis 14 Uhr

Einige Jahrhunderte lang war Teguise die Hauptstadt der Insel, weshalb Reisende dort auf den Spuren der Geschichte wandeln können. Trotzdem sollte niemand eine Großstadt erwarten, sondern eher einen etwas verschlafenen Ort mit schmalen Gassen und Sonntagsmarkt.

Besonders sehenswert sind die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de Guadalupe, der Palast Palacio Spínola und das Kastell Santa Barbara. In Tahiche, einem Ort in der Gemeinde Teguise, befindet sich das ehemalige Wohnhaus des Künstlers Cesar Manrique, das jetzt eine Stiftung beherbergt.

Weitere Reiseziele auf den Kanaren

Schon gewusst? Da Lanzarote in seiner Größe überschaubar ist, können sich Reisende auch mit dem Mietwagen fortbewegen, ohne dass dabei die Fahrzeiten allzu lang werden würden. Die Insel kann aber auch mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln gut erkundet werden. Allerdings kann es schon passieren, dass die Fahrpläne eher als Richtwerte gelten. Bevorzugtes Mittel für die echte lokale Experience sind die Guagua genannten Busse. Und noch ein Tipp für alle Fans von Cesar Manrique, der auf der Insel zweifellos seine Spuren hinterlassen hat. Wer mehrere seiner Bauwerke und Kunstwerke besichtigen möchte, kann bei der Stiftung ein Sammelticket dafür kaufen.

Lage

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