Innsbruck liegt mitten in den Alpen. Die Hauptstadt Tirol grenzt direkt an die Nordkette an und wird umgeben von etlichen Skibergen. Deswegen wird sie von vielen Bergsportlern auch als Heimatstadt auserkoren. In der Vorweihnachtszeit, wenn der erste Schnee fällt, bietet die Alpen-Metropole einen besonderen Reiz. Denn dann gibt es in der heimlichen Hauptstadt der Alpen eine Vielzahl an Weihnachtsmärkten. Einige punkten sogar mit einer schönen Aussicht.

Lohnt sich ein Weihnachtsmarktbesuch in Innsbruck?

Innsbruck ist die Hauptstadt Tirols. Dadurch, dass die Stadt mitten in den Bergen liegt, kehrt in der Regel schon im Herbst Winterstimmung ein. Denn oftmals gibt es bereits im November die ersten Schneefälle bis ins Tal. Dann werden die Dächer der mittelalterlichen Häuser in der Altstadt „angezuckert“. Gleichzeitig findet ab Ende November in dieser Zeit die Lumagica statt. Dann leuchten im Hofgarten verschiedene Lichtinstallationen um die Wette und ziehen Besucher in ihren Bann. Und auch die Weihnachtsmärkte öffnen langsam ihre Tore. Von diesen sogenannten Christkindlmärkten gibt es in Innsbruck insgesamt 7. Die Buden verteilen sich nicht nur in der Altstadt, sondern thronen auch am Bergisel, oberhalb der Hungerburg und unmittelbar am Inn. Auch einen Geheimtipp haben wir für euch.

Fototipp: Um den Lichterglanz in seiner vollen Pracht wahrzunehmen, solltet ihr nicht nur tagsüber über die Christkindlmärkte schlendern, sondern auf Einbruch der Dunkelheit warten. Dann nämlich entfalten die Christkindlmärkte ihren besonderen Charme. Achtet auf lichtempfindliche Objektive, falls ihr mit einer System- oder Spiegelreflexkamera unterwegs seid.

1. Altstadt: Weihnachtszauber neben dem Goldenen Dachl

Zeitraum:15. November – 23. Dezember 2022
Öffnungszeiten:tägl. von 11:00 – 21:00 Uhr
Must-See:Aussichtsplattform vor Baum

Der Christkindlmarkt in der Altstadt erstreckt sich um einen riesigen Weihnachtsbaum. Der beleuchtete Tannenbaum steht unmittelbar neben dem Goldenen Dachl, einem der Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dahinter ist in der Dämmerung noch leicht die schneebedeckte Nordkette zu erahnen.

Nehmt euch Zeit, wenn ihr durch die mittelalterlichen Gassen schlendert. Denn hier gibt es allerhand zu entdecken. Bei unserem Aufenthalt gab es hier neben traditionellem Christbaumschmuck und obligatorischen Glühweinständen auch Besonderheiten wie eine „Nussschleuder“ zum Nüsse knacken, die ich so bisher noch nirgends anders gesehen habe.

2. Hungerburg: Schönster Ausblick auf die Stadt

© Innsbruck Tourismus / Christof Lackner
Zeitraum:25. November 2022 – 6. Januar 2023
Öffnungszeiten:Montag – Freitag: 13:00 – 19:00 Uhr
Samstag – Sonntag: 12:00 – 19:00 Uhr
24. Dezember: 12:00 – 15:00 Uhr
Must-Do:Auffahrt auf Nordkette

Klein aber fein. So kann man den Christkindlmarkt an der Hungerburg am besten beschreiben. Eine ausgewählte Anzahl an Buden steht direkt am Aussichtsbalkon an der Hungerburg. So habt ihr beim Glühwein oder Punsch einen tollen Blick über die Dächer der Stadt.

Es bieten sich tolle Aussichten auf Sehenswürdigkeiten wie die Hofburg, das Schloss Ambras und die berühmte Bergisel-Schanze. Auch einige der umliegenden Skiberge sind gut zu sehen. Für einen noch besseren Blick lohnt sich der Besuch des Weihnachtsmarktes in Kombination mit der Auffahrt auf die Nordkette. In nur 15 Minuten seid ihr mit der Seilbahn am höchsten Punkt, am Hafelekar, auf knapp 2.300 Metern Höhe.

3. Marktplatz: Advent am Inn

© Innsbruck Tourismus
Zeitraum:15. November – 23. Dezember 2022
Öffnungszeiten:tägl. 11:00 – 21:00 Uhr
Must-See:Swarovski-Pyramide

Der Marktplatz befindet sich direkt am Inn. Auf der anderen Flussseite sind die bunten Fassaden der Innhäuser zu sehen. Dahinter ragt die Nordkette auf. Im Advent verwandelt sich die gepflasterte Freifläche am Fluss in ein Adventsdorf. Sobald ihr den hölzernen Torbogen passiert, geht es durch einen Lichtertunnel hindurch. Über den Köpfen ist ein Netz aus Lichterketten gespannt. Der Tunnel weist geradewegs in Richtung der gläsernen Swarovski-Pyramide, die in den schönsten Farben leuchtet und 14 m hoch ist. Rundherum sind rund 60 Buden errichtet. Außerdem gibt es ein nostalgisches Karussell und ein Kasperletheater.

4. Wilten: Weihnachts-Vielfalt am Wiltener Platz

© Innsbruck Tourismus / Christof Lackner
Zeitraum:28. November – 23. Dezember 2022
Öffnungszeiten:tägl. 16:00 – 20:00 Uhr
Must-Do:Live-Musik anhören

Der Wiltener Platz ist sowohl Sommer als auch im Winter ein beliebter Treffpunkt der Innsbrucker. Er präsentiert sich mal einladend romantisch, mal schräg und mal exotisch. So lässt sich auch der Weihnachtsmarkt gut beschreiben. Neben Buden mit Bio-Glühwein und teilweise italienischen Spezialitäten gibt es ein tägliches Kultur-Programm. Fast jeden Abend könnt ihr euch auf Live-Musik verschiedener Künstler freuen und dazwischen gibt es gerade am Wochenende ein unterhaltsames Kinderprogramm mit Kasperletheater und Geschichtenerzählern.

5. Maria-Theresien-Straße: Lichtermeer in der Innenstadt

© Innsbruck Tourismus / Danijel Jovanovic
Zeitraum:25. November 2022 – 6. Januar 2023
Öffnungszeiten:tägl. 11:00 – 21:00 Uhr
24. Dezember: 11:00 – 15:00 Uhr
31. Dezember: 11:00 – 19:00 Uhr
Must-See:Lichterkugel

Leuchtende Bäumchen und eine Kugel aus Lichtern und Sternen prägen das Bild der Maria-Theresien-Straße. Die berühmte Einkaufsstraße, in der auch die Anna-Säule steht, verwandelt sich im Advent in ein wahres Lichtermeer.

Zwischen den kunstvollen Installationen befinden sich traditionelle Weihnachtsmarkt-Stände. Und wenn ihr das Souvenir zu Weihnachten oder das Mitbringsel aus Innsbruck dann doch nicht an einer der zahlreichen Buden findet, könnt ihr hier auch gemütlich einen Glühwein trinken und anschließenden durch die angrenzenden Shops und Lädchen schlendern.

6. Bergisel: Adventsmarkt unterhalb der Skisprungschanze

© Kaiserweihnacht
Zeitraum:18. November – 18. Dezember 2022
Öffnungszeiten:Freitag: 14:00 – 21:00 Uhr
Samstag: 11:00 – 21:00 Uhr
Sonntag: 11:00 – 20: 00 Uhr
Must-Eat:Raclette-Brot

Am Bergisel, unterhalb der berühmten Skisprungschanze, gibt es auch einen gemütlichen Adventsmarkt. Die Buden sind hier nur am Wochenende geöffnet. Dann aber verzaubern sie mit einer magischen Stimmung. Es ist etwas ursprünglicher und idyllischer als direkt in der Innenstadt.

Der Fokus liegt auf heimischer Handwerkskunst. So gibt es zum Beispiel einen Stand, der ganz im Zeichen der Zirbe steht. An anderer Ecke gibt es neben Glühwein, Apfelpunsch und Co. auch leckere Raclette-Brote. Garniert mit Röstzwiebeln und Käse ist das eine etwas andere Stärkung zwischendurch.

7. Sankt Nikolaus: Geheimtipp auf der anderen Seite des Inn

© Innsbruck Tourismus / Christof Lackner
Zeitraum:25. November – 23. Dezember 2022
Öffnungszeiten:16:00 – 21:00 Uhr
Must-Eat:Gebäck (Kekse)

Der älteste Innsbrucker Stadtteil Sankt Nikolaus hat seinen eigenen, ganz beschaulichen Weihnachtsmarkt. Es ist ein Geheimtipp, weil sich hier vorwiegend Anwohner und Einheimische versammeln. Das spiegelt auch die Anzahl der Buden wider. Die ist nämlich sehr überschaubar.

Hier steht nicht der Verkauf von Produkten im Vordergrund, sondern vielmehr das Zusammenkommen. Bei traditioneller Weihnachtsmusik und umgeben von schönen Lichtern, lässt sich die kalte Jahreszeit gut aushalten. Man munkelt sogar, dass der Christkindlmarkt in Sankt Nikolaus der schönste Weihnachtsmarkt der Stadt sein könnte.

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Weitere Winteraktivitäten rund um Innsbruck

Wenn ihr nach Innsbruck fahrt, solltet ihr unbedingt die (Winter-) Sport-Klamotten einpacken. Denn rund um die Stadt gibt es 13 Skigebiete. Dazu zählen die Skigebiete im Stubaital, die Axamer Lizum unterhalb der imposanten Kalkkögel und die schneesicheren Pisten im Kühtai. Wenn ihr nicht jeden Tag Skifahren möchtet, könnt ihr genauso auch auf Winterwanderung gehen. Es gibt beispielsweise etliche Winterwanderungen und Skitouren im Sellraintal. Oder ihr besucht Oberperfuss und begebt euch auf eine Wanderung in tierischer Begleitung. Hier könnt ihr mit einem Alpaka durch die verschneite Winterlandschaft spazieren. Abends geht’s dann zurück in die Stadt. Entweder auf einen der Weihnachtsmärkte, oder aber in ein leckeres Restaurant.

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