Der Winter ist eine magische Jahreszeit. Dicke Schneeflocken tanzen durch die Luft. Die Natur wird von einer fluffig weichen Schicht bedeckt. Alles wirkt friedlich und ruhig. Und spätestens wenn die Sonne die Schneekristalle zum Glitzern bringt, kommt auch der letzte Wintermuffel nach Draußen. Es gibt so viel zu tun und zu entdecken. Sei es beim Skifahren, Langlaufen oder Winterwandern: Wir zeigen die schönsten Reiseziele für einen Winterurlaub in Deutschland, Österreich, Südtirol und weiteren Ländern in Europa.

Die schönsten Reiseziele im Winter im Überblick

Skifahren, Winterwandern, Schneeschuhtouren, Eislaufen, Skitouren … es gibt so viele Sportarten, die in der kalten Jahreszeit Wintersportler vor die Tür locken. Einiges könnt ihr direkt vor der Haustür machen. Manchmal ist ein Tapetenwechsel allerdings auch ganz schön. Zum Beispiel dann, wenn es in besonders winterliche Regionen geht. So gibt es in Deutschland interessante Ausflugsziele, die wir besonders empfehlen können. Dazu gehören die Sächsische Schweiz oder der Eibsee am Fuße der Zugspitze.

Außerdem lohnt sich ein Winterurlaub in den Alpen. Die Skigebiete in Österreich, Italien und der Schweiz eignen sich nicht nur zum Skifahren, sondern auch neben der Piste gibt es viel zu erleben. Wart ihr zum Beispiel schon mal am Weissensee in Kärnten zum Eislaufen oder an der Seiser Alm in den Dolomiten und habt dort die Schneeschuhe angeschnallt?

#skiurlaub

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1. Seiser Alm in Südtirol: Schneeschuhwandern in den Dolomiten

© Seiser Alm / Harald Wisthaler
Streckennetz:ca. 110 km
Höhenlage:1.680 m – 2.350 m
Hüttentipp:Berghaus Zallinger

Die Seiser Alm ist ein Eldorado für Schneeschuhwanderer. Knapp 60 km Winterwanderwege und 50 km ausgewiesene Strecken für Schneeschuhwanderungen gibt es auf dem bekannten Hochplateau in Südtirol. Dabei seid ihr den schroffen Dolomitenwänden ganz nah und schreitet unter den imposanten Wänden des Rosengartens entlang.

Wir empfehlen die etwa 11 km lange Tour bis zum 2.249 m hohen Goldknopf. Dafür solltet ihr ausreichend Zeit einplanen, denn durch den Schnee zu stapfen ist mühsamer als Wandern im Sommer. Somit ist die Tour auch perfekt zum Abschalten. Denn die weiten unberührten Flächen wirken beinahe meditativ.

#südtirol

2. Reit im Winkl in Bayern: Langlauf-Paradies in den Alpen

© Chiemgau Tourismus e.V.
Höhenlage:ca. 1.200 m
Streckennetz:ca. 200 km
Einkehrtipp:Hindenburghütte

Rund 200 Kilometer gespurte Loipen findet ihr rund um Reit im Winkl im Chiemgau. Besonders schneesicher sind die Loipen an der Hemmersuppenalm. Dort auf knapp 1.200 Meter Höhe wartet eine eigene Welt auf euch. Eine ruhige Welt. Autos fahren hier oben nämlich keine. Einzig ein Shuttle verkehrt bis zur Hindenburghütte. Gegen einen geringen Preis bringt euch der Bus samt Ausrüstung hinauf auf die Loipen mit Aussichten bis zum Chiemsee.

Auf dem Rückweg könnt ihr euch an der Hindenburghütte einen Schlitten ausleihen. Die Fahrbahn wird nämlich nicht gestreut und ist mit einer Strecke von 4 km die längste Naturrodelbahn in Reit im Winkl.

#chiemgau

3. Kühtai in Tirol: Der höchstgelegene Skiort in Österreich

© Andre Schönherr
Pistenkilometer:47 km
Höchster Punkt:2.520 m
Hotel-Tipp:Mooshaus mit Sky Pool

Kühtai liegt in der Nähe von Innsbruck in Tirol auf 2.020 Meter Höhe und ist damit der höchstgelegene Wintersportort Österreichs. Es ist einer dieser Orte, an denen ihr mit ausgesprochen hoher Wahrscheinlichkeit weiße Weihnachten erlebt. Meist türmen sich Schneeberge am Straßenrand und die Dächer der umliegenden Hotels und Hütten sind mit einer weißen Haube versehen.

Und rundherum gehen Skipisten ab. Die Unterkünfte liegen also quasi mitten im Skigebiet, so dass ihr direkt vor der Haustür die Bretter anschnallen und zum nächsten Lift rutschen könnt. Im Verbund mit Hochoetz gibt es insgesamt 88 km Pisten zu erkunden.

#tirol

4. Saas-Fee in der Schweiz: Skiurlaub zwischen 18 Viertausendern

Auch interessant: Erfahrungsbericht über Skifahren in Saas-Fee

Pistenkilometer:150 km
Höchster Punkt:3.600 m
Must-Do:Schneeschuhtour

Es ist ein überragendes Gefühl, die Bretter umgeben von 4.000ern anzuschnallen. Rechts und links am Pistenrand blitzen teilweise riesige Eismassen aus dem Schnee hervor. In der Sonne leuchtet das Gletschereis leicht bläulich. Obwohl die Pisten präpariert und sicher sind, fühlt es sich so an, als sei man mitten in der hochalpinen Wildnis unterwegs. Ist man ja auch irgendwie. Schließlich reichen die Seilbahnen bis auf 3.600 m hinauf.

Die Umgebung wirkt zu allen Tages- und Nachtzeiten spektakulär. Um die Zeit in Saas-Fee voll auszuschöpfen, solltet ihr beim Sunrise-Skiing teilnehmen und abends zum Sonnenuntergang mit Schneeschuhen zum Lagginjoch aufsteigen oder bei Vollmond über die präparierten Abfahrten sausen.

#schweiz

5. Sächsische Schweiz: Winterwunderland in Deutschland

Wanderwege:33 Routen
Einkehrtipp:Winterdorf Schmilka
Tourentipp:Drei-Steine-Route

Die Sächsische Schweiz ist bereits ohne Schnee mega imposant. Wenn es im Winter allerdings kalt wird und die schroffen Felsnadeln von einer zarten Schneeschicht bedeckt sind, erstrahlt die Landschaft in einem völlig neuen Glanz. Im Gegensatz zum Sommer ist es in der kalten Jahreszeit außerdem deutlich ruhiger. So könnt ihr in aller Seelenruhe durch die Wälder wandern und den Aufstieg zum einen oder anderen Tafelberg unternehmen.

Wir finden, dass sich im Winter die Drei-Steine-Route besonders lohnt. Dazu solltet ihr bereits früh aufbrechen. Der erste Stein ist der Gohrisch – ein toller Platz, um der Sonne beim Aufgehen zuzuschauen. Daneben liegen der Papststein und der Kleinhennersdorfer Stein auf der rund 12 km langen Winterwanderstrecke.

#sächsischeschweiz

6. Heiligenblut am Großglockner: Freeride-Hotspot in Kärnten

Pistenkilometer:55 km
Höchster Punkt:2.902 m
Einkehrtipp:Schistadl Tauernblick

Heiligenblut ist ein wahrer Geheimtipp unter den Skigebieten in Österreich. Das Kärntner Skigebiet liegt in unmittelbarer Nähe zum Großglockner und ist mit seinen 55 Pistenkilometern gar nicht so klein. Doch durch die recht lange Anreise im Winter ist das Gebiet selbst in der Hochsaison nicht überlaufen. Außerdem verteilen sich die Skifahrer nicht nur auf den Pisten, sondern auch im umliegenden Gelände. Es gibt zahlreiche geniale Tiefschneeabfahrten zu entdecken.

In Heiligenblut könnt ihr den ganzen Tag durch fluffigen Powder sausen und eine First-Line nach der anderen ziehen. Und wenn dann irgendwann die Müdigkeit kommt, ruft der Einkehrschwung. Unser Tipp ist ein Besuch bei Hans im Schistadl Tauernblick. Dort gibt’s den besten Heidelbeerschmarrn.

#hohetauern

7. Villgratental in Osttirol: Das Tal der Skitourengeher/-innen

Auch interessant: Traumhafte Skitour zu den Drei Zinnen in Südtirol

Tourentipp:Rotes Kinkele
Höhenmeter:1.000 m
Strecke:11,3 km

Das urige Villgratental in Osttirol wirkt fast schon ein bisschen verschlafen. Aber genau das macht seinen Charme aus. Denn hier könnt ihr die Hektik des Alltags hinter euch lassen und durch die naturbelassene, einsame Winterlandschaft zu schönen Skitouren oder Schneeschuhwanderungen aufbrechen. Die meisten Touren starten direkt in einer der Ortschaften unten im Tal. Doch sobald ihr die letzten Häuser passiert, seid ihr nicht selten ganz alleine unterwegs.

Unser Tourentipp im Villgratental ist der Aufstieg zum Roten Kinkele. Dabei werden rund 1.000 Höhenmeter überwunden und ihr kommt an der idyllischen Kamelisenalm vorbei.

#osttirol

8. Engadin-St. Moritz in Graubünden: Winterurlaub at its best

© Filip Zuan
Pistenkilometer:350 km
Max. Höhe:3.303 m
Must-Do:Snowsafari

St. Moritz gilt als Skiort der Reichen und Schönen. Hier soll man wohl zwischendurch dem einen oder anderen Promi begegnen können. Aber keine Sorge, in Engadin-St. Moritz fahren vorwiegend ganz normale Skifahrer über die Pisten zwischen Diavolezza/Lagalb, Corviglia und Corvatsch. Im Hochwinter warten dann bis zu 350 Kilometer präparierte Abfahrten auf euch – mit herrlichen Panoramen auf die umliegenden Bergseen und die höchsten Gipfel der Ostalpen.

Das Engadin ist auch ein wahres Langlauf-Paradies. Bis zu 220 km Skating- und klassische Loipen werden im Winter gespurt. Und auch nicht ganz unwichtig für Feinschmecker: Jedes zehnte Restaurant auf und neben der Piste kann ein Feinschmecker-Label vorweisen.

#graubünden

9. Weissensee in Kärnten: Der größte Natur-Eisplatz der Alpen

© Stefan Valthe
Fläche:6,5 km²
Eislaufrundbahn:25 km
Beste Reisezeit:Spiegeleis-Zeit

Im Winter präsentiert sich der Weissensee in Kärnten mit einer spiegelglatten Oberfläche. Dann ist es an der Zeit, die Schlittschuhe zu schnüren. Der gefrorene See bietet eine der größten Natureisflächen in den Alpen. Neben der 400 m langen Eisschnell-Laufbahn gibt es eine 25 km lange Rundstrecke auf dem See. Die Bedingungen sind sogar so gut, dass selbst Profis zum Trainieren anreisen.

Besonders schön ist die Zeit, wenn der See erstmals zufriert. Wenn es über einen längeren Zeitraum kalt genug ist, könnt ihr über das Spiegeleis-Phänomen staunen. Das Eis ist glasklar und es wirkt, als sei eine Glasscheibe auf das Wasser gelegt. Darunter könnt ihr sogar den Fischen zuschauen.

#kärnten

10. Eibsee an der Zugspitze: Die bayerische Karibik im Winter

Auch interessant: Skifahren an der Zugspitze und in Garmisch Classic

Strecke:7,2 km
Dauer:2 Stunden
Höhenmeter:239 m

Der Eibsee wird auch als „Bayerische Karibik“ bezeichnet. Für diesen Titel sind das türkisblaue Wasser und die kleinen Inseln verantwortlich. Im Winter verwandelt sich der See in Grainau in ein Winterwunderland. Dann wird aus dem knapp 7 km langen Rundweg eine idyllische Winterwanderung. Die Tour lohnt sich vor allem nach Schneefällen. Wenn dann die Sonne herauskommt, leuchtet das blaue Wasser mit unzähligen Eiskristallen um die Wette.

Ihr könnt den winterlichen Ausflug zum Eibsee auch mit einem Besuch der Zugspitze kombinieren. Vom Parkplatz am Eibsee geht es mit der Seilbahn in wenigen Minuten hinauf in Richtung Gipfel. Dort genießt ihr die geniale Aussicht oder schnallt sogar die Ski an.

#bayern

11. Spindlermühle in Tschechien: Skifahren im Riesengebirge

© Resort Sv. František – Erlebachova a Josefova bouda
Pistenkilometer:25 km
Höchster Punkt:1.603 m
Übernachtungstipp:Erlebachbaude

Nicht nur in den Alpen könnt ihr gut Skifahren. Auch in Tschechien sind Wintersportarten wie Ski Alpin, Langlaufen und Winterwandern super beliebt. Der wichtigste Urlaubsort im Winter ist Špindlerův Mlýn (dt. Spindlermühle). Hier könnt ihr euch auf insgesamt 25 Pistenkilometer freuen. Dabei reichen die Liftstationen „nur“ bis auf über 1.200 Meter hinauf. Allerdings können bis zu 95 Prozent aller Abfahrten technisch beschneit werden. So sind selbst die Talabfahrten meist vom ersten bis zum letzten Skitag geöffnet.

Die Region ist außerdem perfekt zum Winterwandern und Langlaufen. Ein Übernachtungstipp ist die Erlebachbaude. Das Hotel, das architektonisch an eine typische Baude angelehnt ist, lockt mit einem großen Wellnessbereich und traditioneller Küche.

#tschechien

12. Lappland in Finnland: Die Heimat der Nordlichter

© helivideo
Hoteltipp:Kakslauttanen
Beste Zeit:Oktober-Februar
Preis:ab 277 Euro/Nacht

Wer würde nicht gerne zumindest einmal im Leben Nordlichter mit eigenen Augen sehen wollen? Die grünen Schleier, die sich am arktischen Himmel abzeichnen, sind ein ganz besonderes Naturphänomen. Um die Lichter mit eigenen Augen zu sehen, braucht ihr ein bisschen Glück. Und natürlich den richtigen Ort. Da ist eine Reise ins skandinavische Lappland ein guter Anfang.

Nördlich vom Polarkreis nahe Ivavo gibt es eigens dafür sogar ein Glasiglu-Dorf. So könnt ihr die Nacht im Warmen verbringen und vom Bett aus die Magie erleben. Tagsüber wird es hier allerdings auch nicht langweilig. So könnt ihr dem Weihnachtsmann einen Besuch abstatten, in einem Rentierschlitten fahren oder Eisangeln gehen.

#finnland

13. Titisee im Hochschwarzwald: Tief verschneite Winterwälder

© Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Strecke:6 km
Höhenmeter:42 m
Dauer:2 Stunden

Der Hochschwarzwald verwandelt sich im Winter in ein wahres Winterwunderland. Durch die Höhenlage ist das Mittelgebirge recht schneesicher. Wer die Region zu Fuß entdecken möchte, kann sich auf insgesamt 300 km Winterwanderwege freuen. Einige Strecken werden regelmäßig geräumt. Auf anderen Routen stapft ihr durch tiefen Schnee. Eine besonders idyllische Runde ist der Weg einmal rund um den bekannten Titisee. Nach einer langen Kälteperiode, könnt ihr im Anschluss auf der gefrorenen Eisfläche die Schlittschuhe anschnallen.

Auch die Ski solltet ihr mit in den Schwarzwald bringen. Denn am Feldberg könnt ihr die Kanten zum Glühen bringen. Insgesamt 68 Pistenkilometer gibt es im Liftverbund zu befahren.

#badenwürttemberg

14. Drei Zinnen in Südtirol: Tourenparadies in den Dolomiten

Ziel:Sextner Stein
Höhenmeter:1.100 m
Strecke:14 km

Schritt für Schritt geht es durch eine tief verschneite Winterlandschaft und unmittelbar an riesigen Felswänden entlang. Mit jedem Schritt kommt ihr höher hinauf. Und irgendwann tauchen unverkennbar die markanten Drei Zinnen vor euch auf. Die Tour aus dem Fischleintal, die ihr sowohl mit Schneeschuhen als auch mit Skitourenski machen könnt, gehört zu den Klassikern in den Dolomiten und ist mit Bergführer auch für Einsteiger gut machbar.

In naher Umgebung gibt es noch zahlreiche weitere Tourenmöglichkeiten. Und wenn ihr an einem Tag doch zu bequem seid und den Muskelkater vom vergangenen Aufstieg noch auskurieren müsst, könnt ihr genauso auch ins gleichnamige Skigebiet 3 Zinnen ausweichen und euch mit dem Lift nach oben gondeln lassen.

#dolomiten

15. Oberstdorf-Kleinwalsertal: Wintersport-Region im Allgäu

© nemo1963
Pistenkilometer:130 km
Must-See:Breitachklamm
Hotel-Tipp:Hotel Oberstdorf

Die Region rund um Oberstdorf gehört zu den schneereichsten Gebieten in Deutschland. Kein Wunder also, dass das Angebot an Wintersport-Aktivitäten sehr vielseitig ist. Rund 130 Pistenkilometer bietet der Skiverbund, der sich über zwei Länder bis ins benachbarte Kleinwalsertal erstreckt. Unser Tipp ist eine Winterwanderung durch die Breitachklamm.

Wenn die Nächte lang und kalt werden, verwandelt sich Deutschlands tiefste Schlucht zu einer eisigen Galerie. Das Wasser, das sonst mit ohrenbetäubendem Getöse durch die enge Felsenschlucht stürzt, ist teilweise zu einer eisigen Momentaufnahme erstarrt. Besonders cool ist ein nächtlicher Fackelspaziergang durch die Eiswelt.

#allgäu

16. Oberhof in Thüringen: Wintersporthochburg in der Mitte Deutschlands

© SZ-Designs
Must-Do:Rennsteig-Tour
Strecke:142 km
empfohlene Dauer:4-6 Tage

Oberhof gilt als Wintersportmekka nördlich der Alpen. Bekannt ist die Region vor allem aus dem Profisport. Denn dort finden Bewerbe an den Großschanzen, auf Bobbahnen und auch auf den Loipen statt. Mit einer Höhenlage von über 800 m ist der Skiort im Thüringer Wald auch ausgesprochen schneesicher. Das Winterwunderland könnt ihr entweder zu Fuß erkunden, oder ihr bringt die Langlaufski mit. Insgesamt warten über 650 km präparierte Loipen im Thüringer Wald auf klassische Läufer und Skater.

Da könnt ihr sogar auf mehrtägige Langlauftouren starten. So geht es zum Beispiel in mehreren Etappen über den bekannten Rennsteig. Insgesamt 142 Kilometer liegen auf der Rennsteig-Tour zwischen Ascherbrück und Brennersgrün vor euch. Sehr sportliche Läufer schaffen die Strecke in zwei Tagen. Wir empfehlen eher 4-6 Tage. So könnt ihr die verschneite Winterlandschaft auch wirklich genießen.

#thüringen

17. Jungfrau Region in der Schweiz: Zwischen Eiger, Mönch & Jungfrau

© Schweiz Tourismus /Lorenz Richard
Höchster Punkt:3.454 m
Pistenkilometer:211 km
Tipp:Winter-Kajak

Eiger, Mönch und Jungfrau zählen zu den bekanntesten Bergen der Alpen. Alleine, um diesen Bergen einmal ganz nah zu kommen, lohnt sich ein Besuch an der Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis. Im Winter solltet ihr die Ski mitbringen. Dann könnt ihr vor der berüchtigten Eiger-Nordwand die Piste hinabsausen. Ein absolutes Must-Do ist außerdem die Auffahrt zum Jungfraujoch. Dort oben auf 3.454 m seid ihr umgeben von 4.000ern und habt einen sensationellen Blick auf den Aletschgletscher.

Im Tal lohnt sich ein Ausflug nach Interlaken. Denn dort am Brienzer See könnt ihr euch bei winterlichen Bedingungen ein Kajak ausleihen. Wenn die Welt außen rum von einer malerischen Schneeschicht bedeckt ist und das Wasser tief blau wirkt, ist das ein ganz besonderes Erlebnis.

#schweiz

18. Schwedisch Lappland: Skandinavische Wildnis erleben

Skigebiet:Riksgränsen
Pistenkilometer:22 km
Übernachtungstipp:Aurora Safari Camp 

Der Norden Schwedens ist für seine ausgesprochen lange Skisaison bekannt. Durch die langen, harten Winter können Wintersportler oftmals bis in deutschen Hochsommer hinein über die Pisten gleiten. Besonders lohnenswert ist das Skigebiet Riksgränsen. Zwischen idyllisch wirkenden, roten Holzhütten gehen 6 Lifte nach oben. Das hört sich wenig an, allerdings gibt es insgesamt 17 Pisten und 14 Off-Piste-Abfahrten zu erkunden.

Doch wer die Reise in den Norden Europas auf sich nimmt, kommt meist nicht nur zum Skifahren. Die weitläufige Wildnis will schließlich auch entdeckt werden. Das geht am besten mit einem Gespann aus Huskys. In Begleitung eines Hundeschlittenführers dürft ihr die Hunde durch das Winterwunderland sogar selbst lenken. Vielleicht begegnet euch zwischendurch sogar ein Rentier.

#schweden

19. Rhön: Eisige Moorlandschaften

Höchster Punkt:950 m
Übernachtungstipp:Feriendorf Wasserkuppe
Beste Reisezeit:Dezember-Februar

Die Rhön im Dreiländereck zwischen Hessen, Bayern und Thüringen lädt Winterfreunde in der kalten Jahreszeit auf Schneeschuhtouren und zum Langlaufen ein. Das Mittelgebirge im Herzen Deutschlands reicht auf fast 1.000 Meter hinauf und ist somit verhältnismäßig schneesicher. Das wissen auch Wintersportathleten, die zum Beispiel auf den Loipen rund ums Langlaufzentrum am Roten Moor zum Trainieren auflaufen.

Direkt ins Moor führen die Loipen allerdings nicht. Wer das Rote und das Schwarze Moor erkunden möchte, kann zu Fuß den Holzstegen folgen. Gerade bei Sonnenuntergang ist die Landschaft auf der Höhe magisch. Und danach könnt ihr noch die Ski anschnallen. Die Pisten an der Wasserkuppe und am Zuckerfeld werden abends durch Flutlicht beleuchtet.

#deutschland

20. Stubaital in Tirol: Skifahren in der Nähe von Innsbruck

Auch interessant: Winterwanderung am Patscherkofel

Fahrzeit ab Innsbruck:ca. 20 min
Höchster Punkt: 3.210 m
Beste Reisezeit:November-März

Gleich vier Skigebiete warten im Stubaital. Darunter ist das größte Gletscherskigebiet Österreichs, der Stubaier Gletscher. Dort geht die Skisaison je nach Schneelage von Oktober bis Juni. Die drei weiteren sind Schlick 2000, Serlesbahnen und Elferbahnen. Letzteres ist gleichzeitig als Rodelberg bekannt. Die Rodelbahn vom Elfer führt über 800 Höhenmeter und 8 Kilometer bis nach Neustift hinab. Das wird im Laufe der Abfahrt ganz schön anstrengend. Denn selbst beim Rodeln werden die Muskeln beansprucht.

Das Stubaital punktet neben den zahlreichen Aktivitäten auch durch die Nähe zu Innsbruck. So könnt ihr in der Hauptstadt der Alpen nach dem Skitag über den Weihnachtsmarkt schlendern oder euch ein kulturelles Abendprogramm aussuchen.

#tirol

21. Bayerischer Wald: Einstiges Weltcup-Skigebiet nahe Tschechien

© Pixabay/Sturrax
Höchster Punkt:1.456 m
Pistenkilometer:10 km
Flutlicht:Mittwoch & Freitag

Bis auf 1.456 Meter ragt der Große Arber im Bayerischen Wald in die Höhe. Dort, unweit der Tschechischen Grenze, liegt das gleichnamige Skigebiet mit etwa 10 Pistenkilometern. Der böhmische Winter gilt an sich schon als besonders kalt und schneereich. Für noch mehr Schneesicherheit sorgen Schneekanonen am Pistenrand. Einst wurde auf den Pisten sogar der FIS Ski Weltcup ausgetragen.

Doch auch ohne Ski lohnt sich ein Urlaub im Winterwunderland Bayerischer Wald. Dann geht es entweder zu Fuß durch die verschneite Landschaft, zum Beispiel zum Gipfel des Großen Arbers und dann mit dem Schlitten zurück gen Tal. Oder aber ihr packt die Langlaufski ein. Insgesamt 90 Kilometer Loipen gibt es in der Region.

#bayern

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Denkt an eine entsprechende Vorbereitung vor allen Winter-Aktivitäten. Denkt daran, dass es früher dunkel werden kann und Wege nicht so leicht zu finden sind. Also solltet ihr ausreichend Zeit einplanen. Die Vorbereitung betrifft genauso auch die Ausrüstung. Falls unterwegs doch etwas passiert, brauchen Rettungskräfte durch den Schnee länger als üblich. Da ist es wichtig, ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben, sich mit den Maßnahmen auszukennen und vor allem den Wärmeerhalt sicherstellen zu können.

Bei Ski- oder Schneeschuhtouren im freien Gelände kommt die Lawinengefahr hinzu. Checkt also vorher den Lawinenlagebericht und wählt eine entsprechende Tour aus. Zudem gehören LVS-Gerät, Schaufel und Sonde zwingend ins Gepäck. Wenn ihr euch nicht sicher seid, solltet ihr im Zweifel lieber einen ortskundigen Bergführer hinzuziehen, der euch bei der Unternehmung begleitet.

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