Suchst du ein ursprüngliches Reiseziel mit herzlichen Menschen und faszinierender Kultur? Georgien bietet genau das: Weite Berglandschaften, Höhlenkloster und sogar eine Halbwüste. Sehenswerte Attraktionen könnt ihr in modernen oder historischen Metropolen entdecken. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Georgien.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Georgien im Überblick

Gelegen am Schwarzen Meer zwischen Europa und Asien, hat Georgien eine große landschaftliche und kulturelle Vielfältigkeit. Zwar hat das Land mit seinen 3,7 Millionen Einwohnern eine Fläche, die etwas kleiner ist als Bayern, dafür bietet es zahlreiche Gründe es zu besuchen. Einer davon sind die vielen beeindruckenden Naturschönheiten. Bergriesen in der Region des Kaukasus mit dem gigantischen Kasbek eröffnen einzigartige Panoramen und tolle Wanderungen. Und in idyllisch gelegenen Bergdörfern wie Ushguli lässt sich die georgische Gastfreundschaftlichkeit erfahren. Der beeindruckende Okatse Canyon und Halbwüsten im Süden des Landes spiegeln den Reichtum der Landschaft wider. Aber auch für Wellness- und Strandfans hat Georgien etwas zu bieten, sowohl in der Hauptstadt Tblisi als auch am Schwarzen Meer in Batumi.

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1. Tiflis: Georgiens Hauptstadt mit reicher Historie

© monticellllo

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Einwohner:Ca. 1,1 Mio.
Must-Do:Schwefelbad
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Geprägt von Zerstörung und Wiederaufbau erlebt ihr in der georgischen Hauptstadt Tbilisi (oder Tiflis) ein multikulturelles und multireligiöses Miteinander. Am besten ihr schlendert zu Fuß durch die Gassen, um die bröckelnden Fassaden oder moderne Glastpaläste anzusehen. Auch futuristische Architektur wie die Friedensbrücke, die nachts von über tausend LED-Leuchten angestrahlt wird, setzen einen ganz besonderen Akzent im Stadtbild. Daneben ist Tiflis der ideale Ort, um sich nach einer ereignisreichen Reise durch Georgien auszuruhen. Es gibt zahlreiche Bäder, die schon seit mehreren Jahrhunderten für ihr Schwefelwasser berühmt sind. Typisch sind dabei die domartigen Kuppeln, die für eine grandiose Akustik sorgen (manchmal kann man die Georgier von außen singen hören).

2. Ushguli: Uraltes Bergdorf im Kaukasus

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Einwohner:Ca. 200
Must-Do:Gletschertour
Beste Reisezeit:Juni bis September

In diesem Bergdorf ist die Zeit stehengeblieben. In Ushguli, auf einer Höhe von 2.150 Metern in der Region Swanetien im Großen Kaukasus, leben gerade noch eine Handvoll Menschen. Entsprechend mühsam ist das Dorf zu erreichen, entweder mit einer mehrtägigen Wanderung oder mit einem Marshrutka (einem öffentlich Bus-Transporter) über holprige Straße. Aber der Weg lohnt sich, denn es ist wie eine Reise in eine andere Zeit. Luxus sollten Reisende hier allerdings nicht erwarten. Häufig fällt der Strom aus und die Duschen sind kalt, aber das ist auch gleichzeitig Teil der Erfahrung.   

3. Wardsia: Mächtige Höhlenstadt im Süden Georgiens

© Kisa_Markiza
Entstehung:12. Jahrhundert
Must-See:Klosterkirche
Beste Reisezeit:Mai bis September

An der Grenze zur Türkei, weit abseits der praktischen Verbindungsstraße E60 liegt die mächtige Felsenstadt Wardsia oder Vardzia. Die Anfahrt ist etwas beschwerlich, aber mit einer Übernachtung in der Stadt Achalkalaki lohnt es sich allemal. Das historische Kulturdenkmal, das ursprünglich mehr als 3.000 Wohnhöhlen umfasste, wurde im 12. Jahrhundert in eine Wand des Bergs Eruscheti gehauen und gilt seit 1993 als UNESCO-Weltkulturerbe. Da der Komplex auch eine Klosterkirche umfasst, leben noch mehrere Mönche dort, die Touren für Touristen anbieten.

4. Okatse Canyon: Schwebende Wanderwege

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Tiefe:100 m
Must-See:Hängebrücke
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Dieses Naturwunder ist sicher nichts für Menschen mit Höhenangst oder schwachen Nerven. Die mächtige Schlucht unweit des Dorfes Zeda Gordi in der Region Imereti ist zwischen 20 und 100 Metern tief und kann über einen Weg am Rand der Schlucht besichtigt werden. Nervenkitzel ist garantiert, denn die Bodenplatten bestehen aus Gittern und sind damit durchsichtig. Am Ende dieses Weges ragt eine Plattform weit in die Schlucht hinein und bildet einen spektakulären Insta-Hotspot denn unter der Plattform befindet sich nichts mehr, nur noch der Abgrund.

5. Wehrkirche Ananuri: Festung mit grandiosem Ausblick

© Kadmy
Einwohner:18. Jahrhundert
Must-See:Freskomalerei
Beste Reisezeit:April bis September

Hier empfiehlt es sich, den Fuß schon sehr dicht über der Bremse zu haben, denn die Festung versteckt sich hinter einer der vielen Kurven auf der Bergstraße entlang des Flusses Aragvi und kann deshalb leicht verpasst werden. Wer sowieso in Richtung der Stadt Kazbegi unterwegs ist, sollte hier unbedingt einen Stop einplanen. Die Wehrkirche ist beziehungsweise war Festung, Burg und Kloster in einem. Mehr als eine Stunde ist aber nicht unbedingt nötig, um die alten Gemäuer und Aussichtstürme der zwei Kirchen mit ihrem Reliefschmuck zu bestaunen. Sie ist sehr gut erhalten und bietet einen beeindruckenden Blick über das klare Wasser des Schinwali-Stausees und die bewaldeten Hügel an seinen Ufern.

6. Batumi: Botanischer Garten am Schwarzen Meer

© Goffkein
Fläche:114 Hektar
Must-See:Myrtengewächse
Beste Reisezeit:April bis September

Der Badeort Batumi am schwarzen Meer ist ohne Zweifel der Vergnügungsort (junger) Russen, denn hier gibt es Clubs, Strandbars, Beach Partys und Casinos. Aber auch für diejenigen, die es etwas ruhiger mögen, gibt es einiges zu tun. Ein Besuch des botanischen Gartens sollte dabei auf keinen Fall ausgelassen werden, auch wenn er mit 9 Kilometern Entfernung vom Stadtzentrum nicht unbedingt zu Fuß zu erreichen ist. Der 114 Hektar große Park aus dem Jahr 1912 beherbergt Blumen und Pflanzen aus neun geografischen Zonen. Der spektakuläre Blick auf das schwarze Meer ist ein zusätzliches Highlight.

7. Gergetier Dreifaltigkeitskirche: Einzigartige Bergkulisse

© IgorZh
Einwohner:14. Jahrhunder
Must-See:Bergwandern
Beste Reisezeit:Mai bis September

Spektakulärer kann ein Anblick kaum sein. Grüne Hügel, darauf eine kleine Kirche und dahinter die gewaltige Kulisse des Kaukasus-Gebirges. Die Gipfel ragen hier bis zu 5.000 Meter hoch. Die Dreifaltigkeitskirche von Kazbegi liegt auf knapp 1.700 Metern und kann über eine sportliche (also recht steile) Wanderung erreicht werden. Es sollte unbedingt genügend Zeit eingeplant werden, um das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert zu besichtigen und den spektakulären Ausblick zu genießen. Wanderer können von der Kirche auch noch weiter ins Gebirge hineingehen und sogar in einer Berghütte übernachten.

8. Martvili Canyon: Beeindruckende Schlucht

© Goinyk
Länge:2,4 km
Must-Do:Bootsfahrt
Beste Reisezeit:Juni bis September

Diese georgische Sehenswürdigkeit wird per Boot erkundet – und das Paddeln lohnt sich, denn die tiefgrüne Farbe des Wassers in der Martvili Schlucht ist einfach unvergleichlich. Aber natürlich kann der Nationalpark unweit des Dorfes Inchkhuri, das 45 Kilometer von Kutaisi entfernt liegt, auch zu Fuß erkundet werden. Dafür gibt es mehrere Wanderwege, zwei Brücken, drei Aussichtsplattformen und 30 Stufen einer historischen Sandstein-Treppe. Auch wer nicht zu den geübten Wanderern gehört wird die Tour problemlos schaffen, denn die Wanderwege haben eine überschaubare Länge von 700 Metern.

9. Mestia: Alpenpanoramen in Swanetien

© saiko3p

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Einwohner:Ca. 2.000
Must-See:Koruldi Seen
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Mestia ist eines der ursprünglichen Bergdörfer im Norden von Georgien, tief im Kaukasus, und ist daher für Wander- und Trekkingfans absolut ideal. Ein beliebtes Wanderziel ab Mestia sind die Koruldi Seen auf dem Ushba Plateau, die im Rahmen einer Tagestour gut zu erreichen sind. Für den Hinweg sollten vier Stunden eingeplant werden, für den Rückweg zwischen zwei und drei. Allerdings ist die Tour nur etwas für geübte Wanderer, denn auf der Distanz von 25 Kilometern geht es beinahe 1.300 Höhenmeter hinauf.  

10.  Dawit Garedscha: Ältestes Kloster Georgiens

© Liudmila Travina
Entstehung:10. Jahrhundert
Must-See:Weinberge
Beste Reisezeit:April bis September

Die Vielfalt der Landschaft ist, was Georgien so besonders macht. Neben hohen Bergen und dem Strand am schwarzen Meer gibt es auch eine Halbwüste. Mitten drin liegt das orthodoxe Kloster Dawit Karetscha. Der Weg dorthin ist eine Holperfahrt über Stock und Stein, doch die wunderschöne Anlage des Klosters entlohnt anschließend für das Geschaukel. Wer vom Kloster aus den Hügel noch weiter hinaufsteigt, steht auf dem Bergkamm, der Georgien von Aserbaidschan trennt. Hier eröffnet sich ein toller Blick über die beeindruckende karge Steppenlandschaft. Übrigens gilt Georgien auch als eines der Ursprungsländer des Weinbaus. Daher findet ihr in Kachetien an jeder Ecke kleine rustikale Weinkeller, die zur Verkostung einladen.

Weitere Reisetipps in der Nähe

Schon gewusst? Mit dem Flugzeug geht’s von München in knapp 4 Stunden nach Tiflis. Aber auch die Anreise per Zug oder Auto lohnen sich. Wer sich im Land bewegen will, sollte beim (Miet-) Auto unbedingt darauf achten, dass es auch für off-road geeignet ist. Bekannt für seine Gastfreundlichkeit und gute Küche, sollten Reisende in Georgien unbedingt Khinkali (gefüllte Teigtaschen, die ausgeschlürft werden) und das Brot Katchapuri probieren. Für die Verständigung reicht Englisch, zumindest in den Städten – auch wenn Russisch fast allgegenwärtig ist, zum Beispiel auf Schildern und Speisekarten.

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