Geprägt von Wüsten, Gebirgszügen und Traumlagunen bietet Namibia eine Reise durch kontrastreiche und vor allem ursprüngliche Naturräume. Auf Safari könnt ihr hier eine unvergleichliche Tierwelt entdecken. Neben dem kolonialen Erbe und Kulinarik der Extraklasse lockt zudem die gemütliche Metropol-Atmosphöre der Hauptstadt Windhoek. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Namibia.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Namibia im Überblick

Namibia mit seinen ca. 2,5 Millionen Einwohnern liegt in Südwest-Afrika. Im Norden grenzt es an Angola, im Nordosten an Sambia, im Süden an Südafrika und im Osten an Botswana. Die Westküste liegt direkt am riesigen Atlantik. Hier befinden sich sehenswerten Orte wie die Skeleton Coast mit vielen gestrandeten Schiffen und der Flamingo Lagoon.

Während Windhoek für eine Hauptstadt überraschend ruhig ist, finden sich in Swakopmund, Walvis Bay und Lüderitz Sehenswürdigkeiten mit kulturellem Anspruch inmitten exotischer Kulisse. Bis auf den schmalen Küstenstreifen und einige alpine Gebirgszüge herrscht ein niederschlagsarmes Wüstenklima vor, dessen botanische und zoologische Vielfalt gerade deshalb umso verblüffender sind.

#namibia

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1. Namib-Naukluft-Nationalpark: Lagunen, Berge und Savanne

© Manok
Fläche:49,77 km2
Must-See:Namib-Wüste
Beste Reisezeit:September bis März

Der Naukluft Nationalpark im Westen umfasst einen Teil der Namib-Wüste zwischen Atlantik und Great Escarpment. Die traumhafte Lagune von Sandwich Harbour beherbergt eine verblüffend artenreiche Fauna und bietet einen lebhaften Kontrast zur Wüste und den Bergen. Die Welwitschia ist eine Pflanze, welche bis zu 2.000 Jahre alt wird und perfekt an das herrschende Klima angepasst ist.

Zu Fuß, mit dem Auto oder im Heißluftballon entdeckt ihr das atemberaubende Panorama der weltweit höchsten Dünen. Wem eine Safaritour nicht genügt, kann in einer Lounge oder auf einer Gästefarm übernachten.

2. Christuskirche in Windhoek: Koloniales Wahrzeichen

© Nate Hovee
Entstehung:1907 bis 1910 
Must-See:Bleiglasfenster
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Die Evangelisch Lutherische Kirche wurde 1910 von christlichen Siedlern errichtet. Sie steht erhöht im historischen Zentrum von Windhoek und ist ein beliebtes Fotomotiv. Noch heute findet ein Gemeindeleben mit deutschen Gottesdiensten statt. Neben den herrlichen Außenanlagen bestechen vor allem die kunstvollen Bleiglasfenster. Sie entstammen einer Schenkung Kaiser Wilhelms II und wurden falsch herum eingebaut. Die Kirchglocken stammen vom Glockengießer Franz Schilling aus Apolda.

Bis heute ist die Kirche eng verbunden mit deutschen Siedlern. In Katutura, dem größten Township Namibias, überrascht die offene Freundlichkeit der Menschen trotz einfacher Verhältnisse.

3. Epupafälle: Gigantische Wasserfälle

© ArtushFoto
Fallhöhe:Ca. 40 Meter
Must-Do:Rafting
Beste Reisezeit:April bis Mai

Die Epupafälle befinden sich im Norden, im Grenzgebiet zu Angola. In der Sprache der Herero bedeutet Epupa so viel wie „fallendes Wasser“. Bereits bei der Anreise über abenteuerlich steile Straßen fällt das üppige Grün ins Auge, dessen Quell der Kunene-Fluss ist. Ganzjährig Wasser führend, sorgt die Lebensader für paradiesische Bedingungen zum Raften. Wer sich lieber an Land bewegt, profitiert von grandiosen Perspektiven auf abwechslungsreichen Wanderwegen.

Nach anhaltenden Regenfällen schwillt der Fluss im Frühjahr zu einer beeindruckenden Naturgewalt an. Wenig frequentiert, sind die Wasserfälle noch fast ein Geheimtipp in Namibia.

4. Spitzkoppe: Das Matterhorn Namibias

© reisezielinfo
Höchster Punkt:1.728 Meter
Must-Do:Matterhorn Route
Beste Reisezeit:September bis März

Die Spitzkoppe mit ihren vielen Nebengipfeln steht im zentralen Westen Namibias und ragt völlig unvermittelt aus der sonst eher flachen Umgebung hervor. Der Name des Inselbergs weist bereits auf die zwei prominenten Spitzen hin, wobei die Große Spitzkoppe aufgrund ihrer Form auch als das Matterhorn Namibias bezeichnet wird. Ergänzend wurde auch eine beliebte Route mit diesem Namen getauft. Die bizarren Bergwände sind allerdings sehr anspruchsvoll und sollten nicht unterschätzt werden.

Von ganz oben eröffnen sich tolle Ausblicke auf ein nahezu unberührtes Felsgebiet. Historisch bedeutsam sind auch jahrtausendealte Malereien, die sich auf den schroffen Felsformationen befinden.

5. Flamingo Lagoon: Heimat der rosa Vögel

© Claude Huot
Anzahl:Ca. 50.000
Must-Do:Kayakfahren
Beste Reisezeit:September bis März

Die Flamingo Lagune hat ihren Namen nicht von ungefähr: Südlich von Swakopmund tummeln sich Zehntausende von Flamingos, Pelikane und Kormorane. Die Lagune liegt im südlichen Teil der Walfischbucht, der drittgrößten namibianischen Stadt mit bedeutendem Seehafen, an dem das Leben pulsiert. Mit einem Kayak könnt ihr sogar durch die Lagune paddeln. Ein einmaliges Schauspiel bietet sich, wenn die Flamingos von der Lagune aus zu Ihrem Brutgebiet aufbrechen.

Begünstigt durch den kühlen Benguela-Strom leben Delfine, Wale und seltene Mondfische in der Walfischbucht. -Habt ihr Lust auf Meeresfrüchte? Walvis Bay ist auch bekannt für bestes Seafood.

6. Fishriver Canyon: Größte Schlucht in Afrika

© Christopher
Länge:160 Kilometer
Must-Do:Jeep-Tour
Beste Reisezeit:Mai bis August

Der zweitgrößte Canyon der Welt bietet beeindruckende Ausblicke. Mit 160 Kilometern Länge, bis zu 27 Kilometern Breite und 550 Metern Tiefe liegt er im Süden des Landes. Die schroffe Felslandschaft lässt sich auf 80 Kilometern zu Fuß erkunden, wobei ausreichend Wasser bei Temperaturen über 50 °C empfehlenswert ist. Alternativ bietet eine Jeep-Tour mit Guide spannende Informationen. Fotos des ausgewaschenen Flussbetts des Fischflusses werden sowohl der Schönheit der Landschaft, als auch ihren Dimensionen nur im Ansatz gerecht.

Ein Highlight sind die heißen Thermalquellen im Talkessel bei Ai-Ais. Vom Eingang des Geländes bis zum Aussichtspunkt Hells Blend sind es rund 10 Kilometer.

7. Skeleton Coast: Schiffsfriedhof an der Westküste Namibias

© 5-Birds Photograpy
Länge:Ca. 500 Kilometer
Must-See:Schiffswracks
Beste Reisezeit:April bis Juli

Nahezu 500 km erstreckt sich die Skeleton Coast zwischen dem Kunene und dem Ugab Fluss. Der kalte Benguela-Strom ist verantwortlich für dichte Nebelschwaden, welche über Jahrhunderte hinweg Schiffbruch verursachten. Hier leben riesige Robbenkolonien und Wüstenelefanten. Dünen, tiefe Schluchten und Felsklippen prägen die schroffe Landschaft. Der größte Schiffsfriedhof der Welt beherbergt hunderte Wracks wie das der Atlantic Pride, welche man am besten bei einer Flugsafari entdecken kann.

Lediglich der Süden des Gebiets ist auch mit Allradfahrzeug erkundbar. Möchtet ihr abseits der touristischen Pfaden wandeln? Ein Geheimtipp ist der Besuch eines Hererodorfes im Hoanib Valley.

8. Deadvlei: Mondlandschaft mit Baumruinen

© Oleg Znamenskiy
Größe:60 Hektar
Must-Do:Sandboarden
Beste Reisezeit:September bis März

Das Deadvlei ist eine Tonpfanne, welche von Sanddünen umgeben in der Namib-Wüste liegt. Die Lehmsenke ist Teil des Naukluft-Nationalparks und erstreckt sich auf 60 Hektar. Am südöstlichen Ende erhebt sich eine der höchsten Dünen der Welt. 350 Meter erhebt sich „Big Daddy“, von der ihr Sandboarden könnt. Das Sossusvlei liegt im Nordwesten des Gebiets.

Inmitten zauberhafter Farbpaletten heben sich abgestorbene Kamelbäume gegen den azurblauen Himmel ab und zeichnen eine extraterrestrische Landschaft. Mittels Radiokarbondatierung wurde ihr Alter auf 850 Jahre geschätzt.

9. Etosha-Nationalpark: Safari in Namibias Wildnis

© Natascha
Fläche:22.935 km²
Must-Do:Safari
Beste Reisezeit:Mai bis September

Der Etosha-Nationalpark ist eines der wichtigsten Brutgebiete der Vogelwelt. Riesige Savannenflächen eignen sich perfekt, um auf Safari zu gehen. Um in den vollen Genuss der Tierwelt zu kommen, eignet sich ein Aufenthalt von mehreren Tagen. Elefanten, Löwen, Geparden, Giraffen, Nilpferden, Nashörnern, Antilopen, Gnus, Onyxen und Impalas kommt man dabei zum Greifen nah. Unglaublich surrealistisch anmutende Fotomotive bieten die in der Sonne schimmernden Salzpfannen auf einer Fläche größer als Hessen.

Da die Versorgungsmöglichkeiten im Park eingeschränkt sind, empfiehlt sich zuvor ein Lebensmitteleinkauf. Auch eine Karte zur Tierbestimmung leistet wertvolle Dienste.

10. Kolmanskop: Sandige Geisterstadt bei Lüderitz

© Lukas
Geisterstadt:Seit 1960
Must-See:Sandige Innenräume
Beste Reisezeit:Juli bis Oktober

Hier schlägt die Natur zurück! Meterhoch dringt in Kolmanskop der Wüstensand durch die Türen in verlassene Häuser. Die Geisterstadt entstand einst unter dem Diamantenboom im Jahr 1908 und galt sogar im Südwesten Namibias als reichste des Landes. Heute beherbergt die verwaiste Siedlung tolle Fotospots und unter anderem ein Museum. Ca. 10 km entfernt liegt die Küstenstadt Lüderitz. Mit deutschem Flair und ungewohnt buntem Fachwerk ist sie ein echter Eyecatcher.

Gespickt mit kolonialer Geschichte, wurde Lüderitz 1883 vom gleichnamigen Bremer Kaufmann gegründet. Vom Hafen aus starten Bootstouren nach Halifax und zu den Penguin Inseln.

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Schon gewusst? Nonstop fliegt ihr in zehneinhalb Stunden von Frankfurt nach Windhoek. Auf namibianischen Straßen gilt Linksverkehr. Die Währung ist der Namibianische Dollar (NAD), doch auch der südafrikanische Dollar (ZAD) wird überall akzeptiert.

Die Amtssprache ist Englisch, daneben werden Portugiesisch und 25 afrikanische Sprachen gesprochen. In ländlichen Gegenden sind Deutsch und Afrikaans verbreitet. Die Bevölkerung ist zu 82 % christlich, wobei sich traditionelle Bräuche mit der christlichen Kultur zu Synkretismen entwickelt haben.

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