Nicht nur für Romantiker und Fans von Drei Haselnüsse für Aschenbrödel ist Tschechien ein beliebtes Reiseziel. Malerische Altstädte, Burgen und Schlösser, scheinbar endlose Wälder, Berge und eine starke Bierkultur machen eine Reise in unser Nachbarland besonders attraktiv. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten erstellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Tschechien.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Tschechien im Überblick

Mit einer Fläche von knapp 80.000 km² und 10 Millionen Einwohnern gehört die Tschechische Republik zu den kleineren Ländern Europas. Das bedeutet aber vor allem eines: eine hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten. Neben den Klassikern der Karlsbrücke in Prag und weiteren malerischen Altstädten, ist es vor allem der Wandertourismus, der Tschechien zu einem beliebten Reiseziel macht. Über 2.000 Wandertouren, 115 Fernwanderwege und 116 Pilgerwege durchziehen das Land. Bei jedem Besuch sollte auch ein Einkehrschwung auf der To-Do-List stehen. Böhmische Knödel mit Gulasch, dazu ein kühles Pilsner und als Digestif einen Becherovka. Der leckere Kräuterlikör gilt als Nationalgetränk.

#tschechien

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1. Karlsbrücke: Das berühmte Meisterwerk in Prag

© Guenther Fuchs

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Länge:516 m
Must-Visit:Club Karlovy Lazne
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Sie ist eines der am häufigsten fotografierten Motive der Welt. Die berühmte Karlsbrücke, die sich in der traumhaften Altstadt der tschechischen Hauptstadt Prag über den Fluss Moldau spannt. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und wird links und rechts von zahlreichen Statuen gesäumt. Angeblich soll es Glück bringen, die Figuren anzufassen. Wo das meiste Glück vermutet wird, lässt sich schnell daran erkennen, dass manche Figuren mehr abgerieben sind als andere. Für Nachteulen übrigens noch ein Typ: Direkt neben der Brücke gibt es den mehrstöckigen Club Karlovy Lazne, der in der Dunkelheit einen fantastischen Blick auf die Karlsbrücke bietet.

2. Prebischtor: Sandsteinbogen in der Böhmischen Schweiz

© Václav Sojka

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Höhe:16 m
Must-Do:Kahnfahrt auf der Kamnitz
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Lust auf einen spontanen Ausflug? Gerade für Wanderer, die in Sachsen wohnen, ist die tschechische Grenze nie weit weg. Dadurch wird das Prebischtor in der Böhmischen Schweiz, nur 5 km von Schmilka entfernt, zum idealen Tages- oder Wochenendziel. Der massive Felsenbogen hat eine gigantische Höhe von 16 Metern, 27 Meter Spannweite und eine Bogenbreite von maximal 8 Metern und ist damit das größte Sandstein-Felsentor in ganz Europa. Wenn ihr euch für die Rundwanderung entscheidet, erwartet euch noch ein weiterer Höhepunkt: die spektakuläre Kahnfahrt durch die Kamnitzklamm.

3. Hluboká: Märchenhaftes Schloss Frauenberg

© gallas
Enstehung:13. Jahrhundert
Must-See:Mikoláš-Aleš-Galerie
Beste Reisezeit:Ganzjährig

In Tschechien sind über 2.000 Burgen und Schlösser erhalten geblieben. Eines der beliebtesten ist dabei das Schloss Frauenberg, unweit der Stadt Budweis. Das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert sieht aus, als wäre es einem Märchen entsprungen. Im Repräsentationszimmer, in den Privatapartments, in den reich geschmückten Sälen der Schlossküche, dem Schlossturm oder dem weitläufigen Garten können sich Besucher in die Vergangenheit zurückversetzen lassen. Wer möchte, kann auch die angrenzende Südböhmische Mikoláš-Aleš-Galerie mit kostbaren Kunstsammlungen besuchen.  

4. Riesengebirge: Das höchste Gebirge Tschechiens

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Höchster Punkt:1.603 m
Must-Do:Schneekoppe
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Durch die Vielzahl an Gebirgen in Tschechien, zum Beispiel das Adlergebirge, das Altvatergebirge oder eben das Riesengebirge sind Wandererträumen keine Grenzen gesetzt. Dort befindet sich auch der höchste Berg des Landes, die Schneekoppe mit einer Höhe von 1.603 Metern. Ausgangsort für die meisten Touren ist die malerische Bergstadt Pec pod Sněžkou. Am Berg stehen Wanderwege mit einer Länge von bis zu 17 Kilometern zur Verfügung. Wer nicht laufen will, nimmt die Seilbahn auf den Gipfel. Die Fahrtzeit beträgt knapp 15 Minuten.

5. Budweis: Gutes Bier trifft auf verzierte Fassaden

© České Budějovice
Enstehung:Ca. 94.000
Must-See:Marktplatz
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Das Budweiser Bier machte die gleichnamige Stadt im 19. Jahrhundert international bekannt. Das gute Bier trifft hier auf wunderschöne Gebäude und ist damit ein perfektes Ausflugsziel. In Budweis finden Reisende den in vielen tschechischen Städten typischen rechteckigen Marktplatz, umgeben von bemerkenswerten historischen Gebäuden, oftmals mit verzierter Fassade. Der Přemysl-Otakar II.-Platz ist einer der größten viereckigen Stadtplätzen Tschechiens. Umgeben ist er von 48 im Barock- oder Renaissancestil erbauten Häusern mit Bogengängen der ehemals bedeutendsten Budweiser Bürger und Adelige.

6. Böhmisches Paradies: Geheimnisvolle Felsenlandschaft

© Petr
Fläche:18.100 Hektar
Must-See:Prachauer Felsen
Beste Reisezeit:Mai bis September

Der Name Paradies sorgt natürlich für hohe Erwartungen. Diese werden im Böhmischen Paradies aber auch erfüllt. Die Landschaft ist besonders markant durch Felsenstädte aus Sandstein. Da sich das Böhmische Paradies unweit der Hauptstadt Prag befindet, lohnt es sich auch als Tagesausflug im Rahmen einer Städtereise. Hier könnt ihr euch in der Schönheit der Prachover Felsen verlieren, um die Jinolicer-Teiche spazieren oder einige imposante Burgen besichtigen. In malerischen Dörfern warten in urtschechischen Kneipen köstliches Bier, Sauerkraut und Knödel.

7. Vyhlidka Maj: Spektakuläre Flussschleife an der Moldau

© Ondrej Bucek
Höhe:Ca. 440 m
Must-Do:Zur Aussicht wandern
Beste Reisezeit:April bis September

Tschechien hat zahlreiche Naturmonumente zu bieten, bei denen Reisenden der Mund vor Staunen offensteht. Aber bei der Flussschleife Vyhlidka Maj der Moldau ist das ganz besonders der Fall. Das Fotomotiv unweit des Ortes Krňany kann gut mit einer leichten Wanderung erreicht werden, die nicht länger als eine Stunde dauert. Vorsicht beim Fotomachen, es droht Absturzgefahr. Auch Menschen mit Höhenangst sollten wissen, dass hier die Felsen steil abfallen. Das nur einen Kilometer entfernte Dorf Teletín bietet sich anschließend für eine Stärkung an.

8. Teltsch: Bunte Filmkulisse im Bezirk Jihlava

© pyty
Einwohner:Ca. 5.300
Must-See:Historischer Marktplatz
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Hier war selbst UNESCO hin und weg. In der Innenstadt der kleinen Stadt Telč im tschechischen Bezirk Jihlava scheint die Zeit stehengeblieben sein. Massentourismus gibt es hier nicht und alles läuft etwas langsamer. Wer aber trotzdem das Gefühl hat, die Kulisse schon einmal gesehen zu haben, hat wahrscheinlich recht. Denn hier wurden bereits zahlreiche Filme gedreht. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der kleinen Stadt gehören die Bürgerhäuser am Marktplatz, das Rathaus, das Schloss Teltsch, diverse Kirchen und das Teltscher Haus.

9. Burg Karlstein: Aufbewahrung der königlichen Schätze

© TOMKATOO

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Enstehung:Um 1348
Must-See:Großer Turm
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Knapp eine Stunde mit dem Zug entfernt von Prag liegt die Burg Karlstein aus dem Jahr 1348. Erbaut wurde sie von dem böhmischen König und römischen Kaiser Karl IV. für die Aufbewahrung der königlichen Schätze. Heute können der Marienturm, der Große Turm und die Kreuzkapelle besichtigt werden. Die Innenräume des Kaiserlichen Palastes bewahren die Kopien von Kronjuwelen zusammen mit der Krone des Heiligen Wenzels. Unter der Burg befindet sich auch ein kleines Dorf mit typisch tschechischen Restaurants und köstlichen Knödeln.

10. Pilsen: Die kleine Schwester von Prag

© KiraHundeDog
Einwohner:172.000
Must-Do:Brauereiführung
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Im Vergleich mit der strahlenden Schönheit Prag mag Pilsen, die viertgrößte Stadt des Landes, auf den ersten Blick weniger attraktiv sein. Dabei braucht sich die Stadt nicht zu verstecken. Renaissance- und Barockbauten, Jugendstil und Gotik prägen die wunderschöne Altstadt. Außerdem ist es hier weniger überlaufen. Aus Pilsen kommt auch das berühmte Bier Pilsener Urquell. Das erste Bier vom neu gebauten Brauhaus im Jahr 1842 soll sogar von einem Braumeister aus Bayern ausgeschenkt worden sein. Er soll selbst über den ausgezeichneten Geschmack überrascht gewesen sein.

11. Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt: Riesige Felstürme

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Fläche:1.770 Hektar
Must-See:Adersbacher Wasserfall
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Selbst Goethe war schon an diesem Ort, um die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt zu besichtigen. Versteckt im Wald liegt die gigantische Formation, mit dem höchsten Felsen Althausberg mit 681 Metern Höhe. Ebenso beeindruckend ist der Großen Adersbacher Wasserfall, der 16 Meter tief in eine Klamm stürzt. Adrenalinjunkies können hier Klettern, Gemütliche unternehmen eine Bootsfahrt ganz dicht an den Felswänden vorbei. Besonders beeindruckend ist die Vorstellung, dass Wanderer, die durch die Felsformationen streifen, sich auf dem ehemaligen Meeresboden bewegen.

12. Goldenes Gässchen: Malerische Straße auf der Prager Burg

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Enstehung:16. Jahrhundert
Must-See:Prager Burg
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Prag trägt den Beinamen die goldene Stadt völlig zurecht. Das zeigt sich schon, wenn man in den Abendstunden vom Vorplatz der Burg über die Dächer der Stadt schaut, die rotgolden erstrahlen. Und wer zu so später Stunde ohnehin schon auf der Burg ist, kann das goldene Gässchen auf der Burg auch kostenlos besuchen. Kurz vor Schließung der Burg werden Touristen nämlich ohne Eintrittskarte eingelassen. Ein sehr wichtiger Geheimtipp, denn tagsüber wird es zwischen den winzigen Häuschen der engen Gasse recht voll.

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