Südafrika wird liebevoll das schönste „Ende der Welt“ genannt. Durch seine atemberaubende Vielfalt an Natur und Tieren steht das Land bei vielen Reisenden ganz oben auf der Bucket List. Um möglichst viel zu erkunden, eignet sich besonders ein Roadtrip entlang der Küste. Und zwar auf der berühmten Garden Route von Kapstadt nach Port Elizabeth. Ich wohne in Südafrika und bin die Strecke schon ein paar Mal gefahren. Hier verrate ich euch meine Highlights.

Lohnt sich ein Roadtrip auf der Garden Route?

Die Garden Route erstreckt sich über 1.000 Kilometer und deckt viele schöne Fleckchen in Südafrika in einer Tour ab. Eine beliebte Strecke führt von Kapstadt nach Port Elizabeth bzw. umgekehrt. Allerdings geht die offizielle Route entlang der Nationalstraße N2 und beginnt erst in Mossel Bay in der Provinz Westkap. Zu den Sehenswürdigkeiten auf der Gartenroute zählen der Nationalpark Addo Elephant, das Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt des Kontinents, sowie das Surferparadies Jeffreys Bay und Hermanus, wo es Wale zu sehen gibt. Zwischenstopps lohnen auch im Tsitsikamma Nationalpark mit seinen Wanderwegen zu den Big Trees und in der Kleinstadt Knysna (siehe Karte unten).

#südafrika #roadtrip

Instatipp: In Kap Agulhas könnt ihr euch zwischen zwei Ozeanen ablichten lassen, im Indischen und dem Atlantischen. Hier wurde extra eine Tafel aufgebaut, um Beweisfotos für Freunde zuhause zu machen.

Anreise zur Garden Route

Ich empfehle den Einstieg in Kapstadt. Flüge dahin werden immer günstiger. Frühbucher kommen schon ab 450 Euro hin und zurück. Ein Mietauto kann man prima bei AVIS oder Europcar, auch von zu Hause aus, buchen. Im Auto auf sich allein gestellt zu sein, besonders bei links Verkehr, bewirkt bei Einigen vielleicht ein mulmiges Gefühl, aber die Garden Route ist touristisch erschlossen und daher weitestgehend für Touristen sicher. Wenn man sich die Mühe macht, Preise zu vergleichen, kann man sich schon mit 1500 Euro eine individuelle Reise zusammenstellen.

Vorbereitung auf den Roadtrip

Macht euch mit der Route und den jeweiligen Aktivitäten vertraut und checkt die Distanzen. Einfach drauf los fahren, ist keine gute Idee. Südafrika ist ein aktives Land, alles ist möglich und erschwinglich. Deswegen muss auch euer Koffer oder Rucksack auf alles vorbereitet sein. Lockere, luftige Kleidung, Zipphose und Fleecejacke für abends. Unnötige Wertsachen lieber zu Hause lassen. Auf gar keinen Fall dürfen eine gute Kamera und ein Fernglas fehlen. Einige Gebiete sind Malaria frei, dennoch würde ich immer ein wirksames Moskito-Spray im Gepäck haben.

Das Gefühl der absoluten Freiheit

Und dann kann die Fahrt losgehen! Die Garden Route in Südafrika löst bei mir immer ein Gefühl der absoluten Freiheit aus. Es fängt dabei an, dass man sich bei warmen 23 Grad im September bis hin zu 35 Grad im Januar und Februar von allen dicken Kleidungsstücken befreien kann. Dazu weht bei offenem Fenster entlang der Küste eine kühle Brise entgegen. Man kann überall anhalten und wird freundlich empfangen. Es scheint die perfekte Mischung zu sein, aus Sonne, Natur, tollen Menschen und die aufkommende Abenteuerlust, soviel entdecken zu können.

Pinguine am Strand beobachten

Ein absolutes Highlight auf der Garden Route liegt bei Kapstadt. Als ich das erste Mal von Pinguinen am Strand hörte, wusste ich, da muss ich hin. Als ich dann tatsächlich am Boulders Beach in Simons Town meine Füße in den warmen Sand streckte und Pinguine vor mir her watschelten, musste ich einfach ein paar Tränchen verdrücken. Denn dieser Anblick war einfach zu süß und so skurril. Pinguine am Strand bei 40 Grad ist einfach das coolste was ihr sehen werdet. Für mich gehörten Pinguine immer in die Antarktis, aber anscheinend geht es ihnen dort, an der False Bay, 45 Minuten mit dem Auto von Kapstadt entfernt, prächtig.

Fazit

Die Garden Route wird euch verzaubern. Entlang dieser Route werdet ihr auf kleinstem Raum die ganze Landschaftsvielfalt entdecken. Zwischen Mossel Bay und Port Elizabeth folgen dichte tief blaue Buchten, idyllische Ferienstädtchen aufeinander, während im Hinterland Elefanten und Nashörner durch die Wälder streifen. Tierische Begegnungen sind garantiert und zwischen einem Straußenwettrennen oder einer Fahrradtour durch Kapstadt, wird in Hermanus bei einem herrlichen Wein den Walen beim Springen zugeschaut. Macht euch bereit für einen aktiven und inspirierenden Urlaub. Und wer sich dann noch von der bunten Kultur und Freundlichkeit mitreißen lässt, will am Ende nie wieder nach Hause.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Selbst wenn ihr euren Urlaub gut planen werdet, solltet ihr immer Zeit für nicht kalkulierbare Dinge einrechnen. Die Straßen sind durchschnittlich und mit einem einfachen Mietwagen zu befahren. Trotzdem könne Strecken länger dauern als angegeben, zum Beispiel bei einer Straßensperre oder einer Horde Kühe, denn das kommt öfter vor. Gegenstände sollten nicht im parkenden Auto liegen gelassen werden, um Einbruch zu vermeiden. Auch Fahrten bei Dunkelheit sollten vermieden werden. Lieber 2 bis 3 Nächte an einem Ort verbringen und es ruhiger angehen. Unterkünfte können übrigens einfach über einschlägige Online-Portale gebucht werden.

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