Inmitten von weiten Dünenlandschaften, feinen Sandstränden und steilen Kreidefelsen ist Dänemark wegen seiner einzigartigen Natur und der „hyggeligen“ Gemütlichkeit äußerst beliebt. Sehenswerte Attraktionen könnt ihr in den historischen und kulturellen Städten entdecken. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Dänemark.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Dänemark im Überblick

Das Königreich Dänemark bildet die Grenze zwischen dem europäischen Kontinent und Skandinavien. Seine einzige Landgrenze hat es zu Deutschland. Mit 5,8 Millionen Einwohnern ist Dänemark eher dünn besiedelt, wobei die meisten Menschen in den größten Städten des Landes leben. Neben der Hauptstadt Kopenhagen mit seinem historischen Hafen, wissen Reisende gerade die Ursprünglichkeit und Unberührtheit des Landes zu schätzen. In Den Gamle By könnt ihr euch in das Jahr vor 1900 zurückversetzen lassen. Oder wollt ihr lieber mehr über die spannende Geschichte der Wikinger in Jelling erfahren? In Skagen erwartet euch ein einzigartiges Naturschauspiel mit ganz besonderem Licht. Faszinierend sind auch das scheinbar unendliche Wattenmeer oder die imposante Wanderdüne Rubjerg Knude. Hier, zwischen Nord- und Ostsee, wird euch definitiv nicht langweilig!

#dänemark

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1. Kopenhagen: Die bunte Hauptstadt Dänemarks

© Nikolay N. Antonov
Einwohner:Ca. 633.000
Must-See:Schloss Amalienborg
Beste Reisezeit:Mai bis September

Kopenhagen gilt als eine der Städte mit der größten Lebensqualität weltweit und lockt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Im Viertel Nyhavn sorgt ein historischer Hafen mit bunten Häusern und historischen Segelschiffen für das richtige Skandinavien-Gefühl und in der Freistadt Christiana wird es alternativ. Im Freizeitpark Tivoli gibt es reichlich Action und Spaß für Familien mit Kindern mitten in der Stadt. Wer sich für die Monarchie des Landes interessiert, sollte unbedingt das Schloss Amalienborg besuchen. Ansonsten ist auch ein Tagesausflug mit dem Zug über die beeindruckende Öresundbrücke ins schwedische Malmö sehr zu empfehlen.

2. Rubjerg Knude: Wanderdüne in rauer Natur

© OliverFoerstner
Höhe:Bis zu 100 m
Must-See:Leuchtturm
Beste Reisezeit:Juni bis September

Auch wenn Reisende sicher schon an so manchem Ort Dünen gesehen haben, so lohnt es sich trotzdem, sich diese eine dänische Düne anzusehen. Denn die Wanderdüne Rubjerg Knude ist mit einer Höhe von knapp 100 Metern eine der größten Wanderdünen in Europa. Sie befindet sich ganz im Norden des Landes in der Region Jütland und ist über eine zweistündige Wanderung ab dem dazugehörigen Infozentrum gut zu erreichen. Wanderer sollten allerdings bedenken, dass der Rückweg über den steilen, rutschigen Sand sehr anstrengend werden kann. Aber auch von Weitem lohnt der Blick auf die Steilküste, denn seitlich der imposanten Wanderdüne seht ihr das Meer und inmitten steht der Leuchtturm. Ein tolles Fotomotiv!

3. Nationalpark Wattenmeer: Weite Küstenlandschaften

© PeterWalter
Fläche:146.600 Hektar
Must-Do:Wattwanderung
Beste Reisezeit:Mai bis September

Wo die Nordsee und die Ostsee sind, da ist natürlich auch das Wattenmeer nicht weit und Dänemark hat diesem Naturwunder sogar einen ganzen Nationalpark gewidmet. Damit ist er einer der fünf Nationalparks in Dänemark und wurde 2014 auf die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen. Auf einer Gesamtfläche von rund 146.600 Hektar finden Naturfreunde alles, was sie sich nur wünschen können. Hier gibt’s unendlich scheinende Wattgebiete, Sandbänke, Dünen, Marschgebiete und Strandwiesen. Wer etwas genauer hinschaut, kann zahlreiche Arten von Würmern, Schnecken, Muscheln und Krebstieren entdecken. Verschiedene Vögel und Seehunde sind hier ebenfalls zuhause.

4. Dom zu Roskilde: Eine königliche Zeitreise

© rpbmedia
Einwohner:13. Jahrhundert
Must-See:Dreikönigskapelle
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Wer jetzt denkt: Na, eine Kirche habe ich schon mal gesehen, sollte lieber noch weiterlesen. Denn in dieser Kirche sind 40 dänische Könige und Königinnen begraben. Darunter auch der berühmte König Harald Blauzahn. Das macht den Dom in Roskilde zur wichtigsten Kirche Dänemarks. Mit ihrer 1.000 Jahre alten Geschichte gehört diese bedeutende Sehenswürdigkeit natürlich auch zum UNESCO-Welterbe. Die Geschichte kann übrigens bei einer Führung innerhalb von nur einer Stunde im Eiltempo bereist werden. Die Tour wird sogar auf Deutsch angeboten. Und das Beste: Diese beeindruckende Domkirche ist nur eine knapp halbstündige Zugfahrt von Kopenhagen entfernt.

5. Møns Klint: Die höchste Steilküste Dänemarks

© Camilla Hylleberg
Höhe:143 m
Must-See:Dark Sky auf Møn
Beste Reisezeit:April bis November

Die Klippen auf der dänischen Insel Møn lassen sich am besten mit einem Wort beschreiben: beeindruckend. Denn deren massive Steilküste ragt mit fast 150 Metern aus dem Meer in den Himmel. Da können die Kreidefelsen auf Rügen gleich einpacken. Die strahlend weiße Farbe der dänischen Riesen ist bei jedem Wetter ein großartiges Fotomotiv. Selbst bei grauem Himmel kommt sie besonders gut zur Geltung. Von den sechs Kilometer langen Klippen führen mehrere Treppen hinunter zum Wasser, sodass Besucher vom Strand aus das Ausmaß der Steilküste noch besser in Augenschein nehmen können. Ein wenig körperliche Fitness sollte aber schon mitgebracht werden, denn die Treppe vom dortigen GeoZentrum hinunter umfasst 497 Stufen.

6. Hammershus: Größte Burgruine Nordeuropas

© Mariusz Świtulski
Entstehung:13. Jahrhundert
Must-See:Ringmauer
Beste Reisezeit:Mai bis September

Was wäre Dänemark ohne seine reiche Geschichte und seine Wikinger-Kultur? Und die Mittelalterfestung Hammershus auf der dänischen Insel Bornholm ist wirklich ein Anblick, wie sie da auf der Klippe 75 Metern hoch über dem Meer thront. Die Anlage ist eine der größten zusammenhängenden Burgruinen-Komplexe Nordeuropas und kann besichtigt werden. Reisende mögen aber bitte davon absehen, auf die 750 Meter lange Festungsmauer zu klettern. 2018 wurde außerdem ein Besucherzentrum mit thematischer Ausstellung ergänzt, das kostenlos besucht werden kann. Probiert hier unbedingt das traditionelle dänische Smørrebrød im zugehörigen Brohusets Café.

7. Den Gamle By: Historisches Freilichtmuseum in Aarhus

© Jan
Eröffnung:1914
Must-Do:Stelzengang
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Es war einmal vor 1900: Erlebt Geschichte hautnah und erhaltet durch alte Werkzeuge und Schausteller in Kostümen ein absolut authentisches Gefühl. Bei Den Gamle By, was übersetzt die alte Stadt bedeutet, handelt es sich um ein Freilichtmuseum in Aarhus. Besucher unternehmen hier eine Zeitreise in eine Stadt, wie sie in der Vergangenheit ausgesehen haben könnte. Zu sehen gibt es das Leben vor 1900, den Alltag um 1920 und eine Hommage an die 1970er Jahre. Ebenso sehenswert ist auch das moderne Aarhus, welches 2017 sogar zur europäischen Kulturhauptstadt gewählt wurde.

8. Samsø: Einzigartiges Naturerlebnis auf Ostseeinsel

© Arne Bramsen
Fläche:11.206 Hektar
Must-See:Kolby Mølle
Beste Reisezeit:Juni bis August

Wer ein bisschen in der Natur entspannen, Meerblick, skandinavische Häuschen und den typischen Charme von kleinen dänischen Dörfern möchte, der ist auf der Insel Samsø genau richtig. Den Leuchtturm gibt es als Bonus noch obendrauf. Das Angebot reicht von einem umfassenden Wanderwegenetz durch die ursprüngliche Natur über Ferienparks, den Besuch eines Labyrinths bis hin zu einem Familientag auf dem historischen Bauernhof Fredensdal. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Insel ist die holländische Mühle Kolby Mølle. Da die Mühle noch benutzt wird, können Besucher sie auch im echten Betrieb erleben. Wer sich dann genug erholt hat und ein bisschen Unterhaltung möchte, der macht mit beim Samsø Festival, dem nach eigenen Angaben gemütlichsten Festival Dänemarks.

9. Skagen: Naturschauspiel der Nord- und Ostsee

© 221anika
Einwohner:Ca. 7.900
Must-See:Grenen
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Es gibt zahlreiche Gründe, warum bestimmte Orte bei Touristen so berühmt sind. Aber dass das Licht ein Grund ist, das kommt dann doch nicht so häufig vor. Das Licht in der Hafenstadt Skagen im Norden von Jütland ist nämlich ganz besonders, da es durch fehlende Landmasse so stark reflektiert wird, dass es selbst bei bedecktem Himmel strahlt. Auch die langen Sandstrände haben ihren ganz besonderen Reiz. Hier könnt ihr baden, Sonne tanken oder lange Spaziergänge machen. Wer ein besonderes Wassererlebnis möchte, der besucht Grenen. An diesem nördlichsten Punkt von Dänemark fließen die Nord- und Ostsee zusammen, sodass Besucher mit einem Bein in jedem Meer stehen können.

10. Jelling: Dänische Geschichte in der Wikingerstadt

© sasha64f
Einwohner:Ca. 3.500
Must-See:Grabhügel
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Da sind sie, die dänischen Wikinger. Vielleicht nicht mehr die Echten, die vor mehreren Jahrhunderten Europa in Angst und Schrecken versetzt haben, aber zumindest ihre Stadt ist noch da. Denn im beschaulichen Örtchen Jelling in Jütland befinden sich die bedeutendsten wikingerzeitlichen Monumente Europas. Dazu gehören zwei riesige Grabhügel und Runensteine, die bis ins 10. Jahrhundert zurückdatiert werden können. Einer der beiden Errichter dieser Denkmäler war übrigens König Harald Blauzahn – ja, genau, der Namensgeber der heutigen Bluetooth-Technik. Im zugehörigen Informationszentrum gibt es zahlreiche interaktive Ausstellung über das Leben der Wikinger und die Geschichte Dänemarks.

Weitere Reiseziele in der Nähe

Schon gewusst? In nur knapp 1,5 Stunden fliegt ihr von München nach Kopenhagen. Ansonsten ist Dänemark das ideale Land für Camper- und Wohnwagen-Fans. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass Wildcampen außerhalb von dafür vorgesehenen (Stell-) Plätzen verboten ist. Bezüglich der Sprache kommen Reisende im Grenzbereich mit Deutsch recht weit. Ansonsten wird neben der Landessprache Dänisch auch Englisch oder Schwedisch gesprochen. Bezahlt wird hier mit der Dänischen Krone, in manchen touristischen Orten wird aber auch der Euro akzeptiert. Während der Corona-Pandemie gelten besondere Bestimmungen.

Lage

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