Kolumbien, ein kleines Fleckchen Paradies. Der exotische Garten Eden vereint landschaftliche Highlights, Kultur, Nachtleben, karibisches Lebensgefühl und Kulinarik mit sehenswerten Traumstränden und Action. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Kolumbien.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Kolumbien im Überblick

Kolumbien liegt im Nordwesten Südamerikas und grenzt an Atlantik sowie Pazifik. 50,3 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, die dreimal so groß ist wie Deutschland. Kennzeichnend für Kolumbien sind die vielfältigen Naturräume und Mikrolandschaften: Die Anden, Regenwälder, die Sierra Nevada de Santa Marta, die Küstenstreifen und Metropolen haben ihre jeweils ureigenen Reize.

Das koloniale Erbe ist tief in der DNA der Kolumbianer verwurzelt. Das Klima ist tropisch und teilt mit hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit das Jahr in Regen- und Trockenzeit, welche unterschiedliche Bedingungen für eine Reise bergen. Bogotá und Medellín sind perfekte Destinationen für einen Städtetrip. Wunder wie der Fünf-Farben-Fluss verblüffen Naturliebhaber auf ganzer Linie, während Abenteuerlustige mit einer aufregenden Expedition auf dem Amazonas oder zur verlorenen Stadt gut beraten sind.

#kolumbien

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1. Cartagena: Bunte Kolonialgebäude

© Torval Mork
Einwohner:Ca. 1,04 Millionen
Must-See:Stadtviertel Getsemani
Beste Reisezeit:Januar bis März

Cartagena an der Karibikküste wurde im Zuge der spanischen Kolonialisierung als eine der ersten Städte in Südamerika 1533 gegründet. Historisch war Cartagena eine wichtige Station der spanischen Silberflotte. Auch afrikanische Sklaven wurden von hier aus in andere Regionen weiterverkauft. Mit der Centro Kathedrale, bunten Kolonialgebäuden und unzähligen Palästen im andalusischen Stil gilt Cartagena als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas.

Getsemani, ursprünglich das Viertel der kleinen Leute, ist seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe und zieht inzwischen viele Studenten sowie Künstler an.

2. Valle del Cocora: Malerisches Tal der Wachspalmen

© doleesi
Höhe:1.800 bis 2.400 Meter
Must-Do:Wandern
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Im Naturpark Los Nevados wachsen im Valle del Cocora gigantische Wachspalmen. Der Nationalbaum wurde 1801 von Humboldt entdeckt und erreicht eine Höhe von bis zu 60 Metern. Die Sorte Cera findet in der Kaffeezone optimale Bedingungen vor. Seltene Kolibris, Tukane oder Andenkondore finden in der reichhaltigen Natur ein Habitat. Auch Tapire, Faultiere, Pumas und Bären leben hier.

Die Wanderung durch das Tal ist morgens am schönsten, wenn die aufgehende Sonne tief hängende Nebelschwaden verdrängt.

3. Tatacoa-Wüste: Rötliche Gesteinsformationen

© LindaPhotography
Fläche:330 km²
Must-See:Riesenkakteen
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Die einzigartige Landschaft der Tatacoa-Wüste verdankt ihre Entstehung der geografischen Lage zwischen den Gebirgen der Zentral- und der Ostkordilleren. Wind und Trockenheit haben über die Zeit außergewöhnliche Felsformationen hervorgebracht. Wenige Arten haben sich an die lebensfeindliche Umgebung angepasst, zum Beispiel Riesenkakteen, welche zu beeindruckender Größe heranwachsen.

Die beste Tageszeit ist der Abend, wenn die untergehende Sonne von allen Blautönen bis hin zu einem tiefen Rot variiert.

4. Guatapé: Farbenreiche Seenstadt bei Medellín

© Edwin
Einwohner:Ca. 8.400
Must-See:Fels
Beste Reisezeit:Januar bis September

Medellín wird auch die Stadt des ewigen Frühlings genannt, da das Klima ganzjährig nur geringen Schwankungen unterliegt. Omnipräsent ist der einstige Drogenbaron Pablo Escobar, über dessen Wirken Touren informieren. Vom Sorgenkind ist Medellín inzwischen zum Flaggschiff Kolumbiens avanciert.

Etwa zwei Stunden außerhalb von Medellín liegt Guatapé. Erklimmt ihr die rund 700 Stufen des Fels in der farbenreichen Seenstadt habt ihr einen fantastischen Ausblick, der bis zu 500 km weit reichen kann.

5. Parque Nacional Natural Tayrona: Naturbelassener Urwald

© camaralucida1
Fläche:194 km²
Must-See:Pueblito Chairama
Beste Reisezeit:März bis Juni

Zwischen Karibikküste und Sierra Nevada, erstreckt sich auf ein Schutzgebiet, welches neben endemischen Arten wie den Santa-Marta-Kapuzineraffen 30.000 Indigene beheimatet. Karge Vegetationsabschnitte, Kokospalmen an Stränden und tropischer Regenwald formen ein abwechslungsreiches Naturreservat, das nach dem Stamm der ausgestorbenen Tairona benannt ist.

Auf mystischen Waldrouten lässt sich die raue Schönheit der Natur mit Muli als Weggefährten erkunden. Wandert doch mal zur Stadt, Pueblito Chairama. Der idyllische Ort liegt tief im Dschungel und wird nur von wenigen Touristen besucht.

6. Nevado del Ruiz: Schneebedeckter Vulkan

© Bryan
Höhe:5.321 Meter
Must-See:Lavalandschaft
Beste Reisezeit:Dezember bis April

Der Nevado del Ruiz in Armero ist der zweithöchste aktive Vulkan der nördlichen Hemisphäre. Da der Gipfel von einer Eiskappe bedeckt ist, gehen mit Ausbrüchen meist große Schlammlawinen einher, Lahare genannt. Moose, Flechten, Gräser und Kräuter sind die ersten, welche das Territorium nach einem Ausbruch zurückerobern. 1985 forderte ein verheerender Ausbruch trotz Evakuierungsmaßnahmen 22.000 Menschenleben und zerstörte 5.000 Gebäude: das moderne Pompeji.

Seit 2012 ist der Vulkan wieder aktiv. Neben den zerklüfteten Lavalandschaften und Felsformationen ist die Besichtigung der seismografischen Station ein Muss.

7. Bogotá: Bunte Hauptstadt Kolumbiens

© jkraft5
Höhe:2640 m
Must-See:Altstadt La Candelaria
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Umgeben von Bergwäldern leben rund 7,4 Millionen Einwohner auf dem höchsten Plateau der Anden. Die bewegte Historie in Bogotá durch wechselnde Kolonialmächte ist bis heute erkennbar. In der historischen Altstadt La Candelaria findet sich ein bunter Mix aus typisch kolumbianischen Restaurants, Street-Art, Kirchen und Museen. Das pulsierende Leben in der Metropole mit modernen Wolkenkratzern bildet dazu einen reizvollen, bunten Kontrast.

Verpasst nicht den Plaza de Bolivar, der nach dem gleichnamigen Freiheitskämpfer benannt ist. Hier formen Justizpalast, Kapitol und Kathedrale ein beeindruckendes urbanes Panorama.

8. Caño Cristates: Der Fünf-Farben-Fluss

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Einwohner:Ca. 100 Kilometer
Must-Do:Baden
Beste Reisezeit:Juli bis November

Der Caño Cristates entspringt der Bergkette Nacional Serranía de la Macarena und ähnelt während der Regenzeit einem flüssigen Regenbogen. Ursache sind Süßwasseralgen in Gelb, Blau, Grün, Rot und Schwarz, welche je nach Lichteinfall und Blickwinkel prächtige Farbenspiele offenbaren. Zwischen Anden, Llanos und amazonischem Regenwald gelegen, besitzt der Fünf-Farben-Fluss glasklares Wasser, in dem keine Fische leben.

An mehreren Badestellen können Besucher die wunderschönen Farbpaletten bestaunen und sich Abkühlung verschaffen.

9. Ciudad Perdida: Die verlorene Stadt

© James
Entstehung:Ca. 11. Jahrhundert
Must-Do:Trekking-Tour
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Eine Trekking-Tour nach Ciudad Perdida, der verlorenen Stadt auf 1.200 Höhenmetern, führt quer durch eine atemberaubende Landschaft. Einst die Heimat eines ganzen Volkes, befinden sich heute nur noch Ruinen an diesem Ort, 46 km von Santa Marta, der in den Sechzigerjahren wiederentdeckt wurde. Steinwege verbinden 200 Steinterrassen mit einer Höhe von bis zu 12 Metern.

Seit Bausubstanzschäden durch die Landung von Hubschraubern ist Ciudad Perdida für Touristen nur noch durch mehrtägige Wanderungen erreichbar. Während der Regenzeit sind die Wege rutschig und schlammig.

10. Casa Terracotta: Einzigartiges Keramikkunstwerk

© snaptitude
Größe:Ca. 500 m2
Must-Do:Metall-Skulpturen
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Die ungewöhnliche Casa Terracotta gilt als größtes Keramikkunstwerk der Welt. Ziel des Künstlers Octavio Mendoza war es, Erde in bewohnbare Architektur zu verwandeln. Der Innenbereich ist mit detailverliebten Mini-Kunstwerken und aufwändigen Mosaiken verziert. Moderne Metall-Skulpturen setzen originelle Akzente. Auffallend sind die unkonventionellen Proportionen sowie die Tatsache, dass es im gesamten Gebäude keine Ecken gibt.

Die Raumanordnung führt zu perspektivistischen Illusionen, die Ähnlichkeiten zu Werken von Gaudi, Hundertwasser und Niki de Saint Phalle aufweisen.

11. Leticia: Bootstour auf dem Amazonas

Auch interessant: Bootfahren auf dem Amazonas: Expidition im Regenwald

Besonderheit:Boote aus Baumstämmen
Must-See:Faultiere
Beste Reisezeit:Januar bis Februar

In Leticia lässt sich bei einer Bootstour auf dem Amazonas einmal tief in den Dschungel eintauchen und die Wildnis mit allen Sinnen erfahren. Highlight sind die niedlichen Faultiere, welche man hervorragend vom Fluss aus beobachten kann. Agenturen bieten die rund viertägige Expedition von Punto Narino an. Empfehlenswert ist ein wasserdichter Schutz für elektronische Geräte. Helle Kleidung hält Moskitos auf Abstand, während Gepäck kompakt und rucksackgroß sein sollte.

Nach dem Transfer zum Startpunkt geht es in traditionellen Booten der Einheimischen aus ausgehöhlten Baumstämmen los. Alternativ existieren auch Flusskreuzfahrten zwischen Manaus und Tabatinga.

12. Santuario Las Lajas: Spektakuläre Basilika auf einer Brücke

© HECTOR
Entstehung:18. Jahrhundert
Must-See:Abendliche Beleuchtung
Beste Reisezeit:Januar bis Februar

Die Wallfahrtskirche Santuario de Nuestra Señora Las Lajas in Ipiales ist ein Bau aus grauem und weißem Stein im neogotischen Stil. Die Besonderheit ist ihre einzigartige Architektur. Drei Schiffe basieren auf einer zweibogigen Brücke, welche zugleich als Bindeglied zwischen Kirchenvorplatz und gegenüberliegender Talseite fungiert. Der Innenraum ist opulent geschmückt mit Gold und prunkvollen Kreuzgewölben des deutschen Künstlers Walter Wasserhoven.

Den Abschluss der Apsis bildet die Felswand des Canyons. Besonders eindrucksvoll ist die abendliche Beleuchtung der Basilika, die als spektakulärste in Kolumbien gilt.

13. San Andrés: Karibische Insel als Taucherparadies

Auch interessant: Schnorcheln auf San Andrés: Wunderschönes Korallenriff

Größe:26 km²
Must-Do:Schnorcheln/Tauchen
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Die Karibik wie im Bilderbuch: Das ist San Andrés. Badewannenwarmes Wasser und ausgedehnte Korallenriffe machen die Insel zum Hotspot fürs Tauchen und Schnorcheln. Prospekte werden glasklarem Wasser und ellenlangen Sandstränden nur ansatzweise gerecht. Papageifische, Kaiserfische und Kofferfische tummeln sich zwischen bunten Korallen. Eine Unterwasserkamera und ausreichender Sonnenschutz sind Pflicht-Accessoires.

Bei einem Ausflug zur Mini-Insel Córdoba hat man die Unterwasserwelt völlig für sich alleine. Neben Wassersport lockt San Andrés mit einer lebhaften Nachtclub-Szene.

Weitere Reiseziele in der Nähe

Schon gewusst? Von München oder Frankfurt am Main fliegt ihr in unter 14 Stunden nach Bogotá. Die Amtssprache in Kolumbien ist Spanisch. Englisch beherrschen meist nur die Jüngeren in den größeren Städten. Seid ihr mit einem eigenen Auto unterwegs, denkt daran, dass Haupt- und oftmals auch Nebenstrecken mautpflichtig sind. Die Währung ist der kolumbianische Peso (COP). Der Kurs beträgt etwa 1 Euro = 3600 COP.

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