Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Flensburg

Flensburg ist als nördlichste Stadt Deutschlands ein ganz besonderes Reiseziel. Nur wenige Kilometer von der dänischen Grenze entfernt erwarten Reisende Attraktionen wie eine außergewöhnlich gut erhaltene Altstadt. Auch Flensburgs Hafen gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten, neben interessanten Orten wie Museen zu Geschichte, Kunst oder Wissenschaft. Dank der Traumlage an der Flensburger Förde sind Ausflugsziele an der Ostsee oder in Dänemark schnell erreicht. Wir verraten unsere schönsten Reisetipps für Flensburg.

Top-Sehenswürdigkeiten in Flensburg im Überblick

Flensburg liegt im äußersten Norden Schleswig-Holsteins und gilt als die nördlichste Stadt Deutschlands. Sie zählt gut 90.000 Einwohner und liegt nicht einmal 15 km südlich der dänischen Grenze. Flensburg trägt den Beinamen „Rumstadt Deutschlands“, da sie im 18. und 19. Jhd. einer der größten Rumhandelsplätze Europas war – dank dem Hafen, wo das maritime Herz der Stadt schlägt und die Hafenspitze zum Spazierengehen einlädt.

Daneben ist der Museumshafen mit historischen Segelschiffen ein Muss für Schiff-Liebhaber. Ganz besonders ist in Flensburg, dass die Altstadt im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde und man noch heute durch die gemütlichen, historischen Gassen schlendern kann. Als besonders charakteristisch gilt der schmale Oluf-Samson-Gang, neben dem Nordertor, einem Wahrzeichen Flensburgs.
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1. Flensburger Hafen und Hafenspitze: Maritimes Herz der Stadt

©Frank

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Entstanden:vor mehr als 700 Jahren
Must-Do:Spaziergang
Must-See:Hafenspitze

Der Flensburger Hafen ist der perfekte Ort für einen ersten Eindruck von der Stadt. Seit mehr als 700 Jahren prägt er das Leben an der Förde und verbindet maritimes Flair mit einer lebendigen Atmosphäre. Entlang der Schiffbrücke könnt ihr am Wasser spazieren gehen, Segelboote beobachten und den Blick auf die historischen Kaufmannshäuser genießen.

Besonders schön ist die Hafenspitze, eine weitläufige Uferfläche, die sich für eine Pause mit Aussicht über Hafen und Förde eignet. Sie ist sowohl ein beliebter Treffpunkt für Einheimische als auch oftmals Veranstaltungsort.

2. Rote Straße: Schönste Gasse der Flensburger Altstadt

©embeki

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Namensgeber:Bezirk „Rude“
Must-Do:Bummel
Must-See:Rum-Museum

Die Rote Straße gehört zu den schönsten Gassen in Flensburgs Altstadt und verbindet Geschichte mit lebendigem Flair. Hinter den historischen Fassaden verbergen sich liebevoll restaurierte Kaufmannshöfe mit kleinen Boutiquen, Cafés und Werkstätten. Beim Bummel entdeckt ihr u.a. skandinavisches Design, regionales Handwerk und gemütliche Innenhöfe.

Besonders fotogen ist die Rote Straße im Sommer, wenn Rosen die Gasse schmücken und viele Cafés ihre Tische in die historischen Höfe stellen. Außerdem solltet ihr das Rum-Museum nicht verpassen, denn das ist der beste Ort, um in die Geschichte Flensburgs als Rumstadt einzutauchen.

3. Museumshafen Flensburg: Mehr als nur historische Segelschiffe

Event-Tipp:Rum-Regatta
Gegründet:1979
Must-See:historische Schiffe

Der Museumshafen ist ein Must-See für alle, die sich für Seefahrtsgeschichte und historische Schiffe interessieren. Entlang des hölzernen Bohlwerks liegen liebevoll restaurierte Segelschiffe und historische Arbeitsboote, die größtenteils noch fahrtüchtig sind.

Zwischen alten Steganlagen und dem Nachbau des Hafenkrans von 1726 könnt ihr auf den Spuren der maritimen Vergangenheit spazieren. Der Museumshafen entstand 1979 auf Initiative engagierter Schiffseigner und ist bis heute ein lebendiger Treffpunkt für Traditionssegler. Ein besonderes Erlebnis ist die Rum-Regatta jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende, wenn historische Schiffe aus dem gesamten Ostseeraum in Flensburg zusammenkommen.

4. Nordertor: Wahrzeichen Flensburgs

©eyewave

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Erbaut:1594-1596
Höhe:1320 m
Must-See:Treppengiebel

Das Nordertor zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Flensburgs und ist das letzte erhaltene Stadttor der Stadt. Es wurde zwischen 1594 und 1596 errichtet und markierte einst den nördlichen Zugang zur befestigten Altstadt. Dort diente es zur Kontrolle bzw. Überwachung der Stadt.

Besonders auffällig sind der markante Treppengiebel sowie die Wappentafeln mit dem dänischen Königswappen und dem Flensburger Stadtwappen. Heute führt das 13 m hohe und 11 m breite Tor direkt in die historische Norderstraße und zählt zu den beliebtesten Fotomotiven Flensburgs. Zu besteigen ist es nicht.

5. Museumsberg Flensburg: Kunst & Kultur mit Weitblick

Heinrich-Sauermann-Haus ©Elke Hötzel

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Hauptgebäude:Heinrich-Sauermann-Haus
Gegründet:1876
Must-See:hist. Möbelsammlung

Der 1876 gegründete Museumsberg liegt westlich der Altstadt und zählt mit seinen zwei Museen zu den größten Museen Schleswig-Holsteins. In zwei historischen Gebäuden entdeckt ihr Ausstellungen zur Geschichte des ehemaligen Herzogtums Schleswig sowie schleswig-holsteinische Kunst vom 19. Jahrhundert bis heute.

Zu den Höhepunkten gehören original eingerichtete Bauernstuben, eine der größten historischen Möbelsammlungen Deutschlands und bedeutende Werke des Jugendstils und Expressionismus. Außerdem gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen. Auf dem Museumsberg seht ihr jedoch nicht nur Kunst und Kulturgeschichte, sondern auch einen traumhaften Blick über Flensburg und die Förde.

6. Oluf-Samson-Gang: Top-Altstadtmotiv Flensburg

©helmutvogler

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Must-See:Galerien, Cafés
Must-Do:Fotografieren
Früher:Rotlichtviertel

Der Oluf-Samson-Gang ist eines der bekanntesten Postkarten-Motive von Flensburg. Die schmale, kopfsteingepflasterte Gasse führt zwischen Norderstraße und Hafen vorbei an liebevoll restaurierten Fischer- und Kapitänshäusern mit bunten Türen und blumengeschmückten Fassaden.

Heute laden kleine Galerien und Cafés zum Verweilen ein. Dabei kann man sich kaum noch vorstellen, dass der Gang über viele Jahrzehnte als Rotlichtviertel bekannt war. Nach aufwendigen Sanierungen hat sich die historische Gasse jedoch zu einem der Top-Fotomotive der Stadt entwickelt. Zum Fotografieren eignen sich besonders die frühen Morgen- oder Abendstunden, wenn weniger Leute unterwegs sind.

7. St. Nikolai am Südermarkt: Eines der markantesten Gebäude der Stadt

Erbaut:ab 1390
Must-Do:geführte Turmbesteigung
Wochenmarkt:Mi./Sa.

Mit ihrem 90 m hohen Turm ist die Kirche St. Nikolai eines der markantesten Gebäude Flensburgs und weithin sichtbar. Die Kirche im Backsteingotik-Stil entstand ab dem Jahr 1390 und beeindruckt u.a. mit einer einzigartigen Renaissanceorgel und kunstvollen Ausstattungsstücken.

Der Turm lässt sich zu festen Zeiten im Rahmen einer Turmführung besteigen, wobei ihr mit dem schönsten Panoramablick über die Dächer der Stadt, den Hafen und die Flensburger Förde belohnt werdet. Direkt vor der Kirche liegt der Südermarkt, wo mittwochs und samstags der Wochenmarkt mit vielen regionalen Spezialitäten stattfindet.

8. Phänomenta Flensburg: Interaktiver Science Center

©Phänomenta Flensburg, Anja Menzel
Besuchsdauer: 2-3 Stunden
Must-Do:Experimentieren
Eröffnet:1995

Die Phänomenta Flensburg ist eines von mehreren Science Centern in Deutschland, das Naturwissenschaft zum Erlebnis für jedes Alter machen soll. Statt Vitrinen erwarten euch zahlreiche Mitmachstationen, an denen ihr physikalische Phänomene selbst ausprobiert und spielerisch versteht.

Ob optische Täuschungen, knifflige Experimente oder Stationen rund um Bewegung, Licht und Klang – Anfassen und Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht. Das Science Center befindet sich seit 1995 direkt am Nordertor und ist besonders für Familien mit Kindern ein spannendes Ausflugsziel. Am besten plant ihr für den Besuch mindestens 2-3 Stunden ein.

9. Norderstraße: Straße mit den hängenden Schuhen

©venemama
Must-See:Schuhe auf Leinen
Must-Do:entspannter Bummel
Tipp:versteckte Kaufmannshöfe

Die Norderstraße ist eine besonders ungewöhnliche Straße in Flensburg: Ihr Markenzeichen sind seit etwa 2005 zahlreiche Schuhe, die an Seilen über der Straße hängen und längst zu einem beliebten Fotomotiv geworden sind.

Daneben erwarten euch historische Häuser mit teils kleinen Boutiquen, gemütlichen Cafés, Galerien und Street Art, die der Straße ihren kreativen Charakter verleihen. Lasst euch am besten Zeit, um in den individuellen Geschäften zu stöbern und um das besondere Flair der Straße auf euch wirken zu lassen. Zusätzlich gibt es in den versteckten Kaufmannshöfen viel zu entdecken.

10. Strand Solitüde: Flensburgs Stadtstrand

©Jens

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Lage:7 km nordöstl. v. Zentrum
Must-Do:Baden im Sommer
Besonders geeignet:Familien m. Kindern

Der Strand Solitüde liegt rund 7 km nordöstlich des Zentrums an der Flensburger Förde und zählt vor allem im Sommer zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt. Der breite Sandstrand mit flach abfallendem Wasser eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern.

Neben einem Spielplatz gibt es einen Kiosk, ein Restaurant, einen Minigolfplatz sowie einen separaten Hundestrand. Wer nicht baden möchte, kann am Ufer spazieren gehen. Der Name „Solitüde“ bedeutet übrigens „Einsamkeit“ – davon ist an warmen Sommertagen allerdings meist nicht mehr viel zu spüren.

Weitere Reisetipps in Schleswig-Holstein

Schon gewusst? Flensburg erreicht ihr bequem mit der Bahn – von Hamburg fahren z.B. regelmäßig Direktzüge in rund 2 Stunden. Mit dem Auto gelangt ihr über die A7 in die nördlichste Stadt Deutschlands.

Wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringt, lohnt sich ein Abstecher ins nur 10 km entfernte Schloss Glücksburg, eines der bedeutendsten Renaissance-Schlösser Nordeuropas. Das märchenhaft anmutende Wasserschloss wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut und ist bis heute Stammsitz des Hauses Glücksburg, aus dem die heutigen Königshäuser von Dänemark und Norwegen hervorgegangen sind. Von Flensburg aus erreicht ihr das Schloss bequem mit dem Auto, mit Bus 23 (alle 30 Min. ab Flensburg, Fahrtdauer ca. 35 Min.) oder sogar per Fahrrad entlang der Flensburger Förde.

Lage

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