Skitouren werden immer beliebter. Einerseits bewegt ihr euch sportlich an der frischen Bergluft, anderseits erlebt ihr herrliche Winterlandschaften. Ein besonderes Erlebnis genießt man, wenn die Skitour über unberührte, schneebedeckte Flächen verläuft und die Abfahrt anschließend durch herrlich jungfräulichen Pulverschnee erfolgt. Deshalb sollten Skitourengeher die nachfolgenden Bergtouren nicht verpassen. Sie gehören zu den schönsten Skitouren der Alpen.

Die schönsten Skitouren in den Alpen im Überblick

Es gibt verschiedene Arten von Skitouren, wobei die klassische Variante durch freies Gelände führt. Hier wird körperliches Kraft- und Ausdauertraining mit Abfahrtsspaß kombiniert. Manche Routen sind nur wenige Kilometer lang, während andere über mehrere Tage mit Übernachtungen ausgelegt sind. Für Skitouren jeglicher Art sollte man auf jeden Fall ein sicherer Skifahrer sein und sich gut orientieren können.

Für Skihochtouren, die oft bis auf einen Gletscher führen, ist noch mehr Erfahrung und Kondition nötig. Es empfiehlt sich, anfangs in einer Gruppe mit einem Bergführer zu gehen. Im freien Gelände benötigt ihr zudem immer eine Sicherheitsausrüstung bestehend aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde. Für Anfänger gibt es in einigen Skigebieten auch Skitouren-Parks im gesicherten Skiraum.

#alpen

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1. Umrundung der Drei Zinnen: Traumtour in den Dolomiten

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Länge:14 km
Höchster Punkt:2.539 m
Höhenmeter:1.100 hm
Dauer:4,5 Std.

Die markante Felsformation der 3 Zinnen ziert zahlreiche Postkarten und Fotokalender. Sie ist mit Sicherheit ein absolutes Highlight im Hochpustertal in Südtirol und Ziel vieler verschiedener Touren. Eine mittelschwere Strecke mit landschaftlich einzigartigen Ausblicken führt rund um die Drei Zinnen und startet im Fischleintal. Die Tour, die über den Patternsattel und zum Forcella dell`Arghena führt, besitzt den Charakter einer genussvollen Skiwanderung und beinhaltet nur einen etwas steileren Hang. Bei einer normalen Gehgeschwindigkeit sollte man rund viereinhalb Stunden für die Umrundung der Drei Zinnen einplanen.

#südtirol

2. Lampsenspitze: Beliebte Skitour im Sellrain nahe Innsbruck

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Länge:4,2 km
Höchster Punkt:2.875 m
Höhenmeter:1.190 hm
Dauer:ca. 4 Std.

Diese skitechnisch relativ leichte Strecke gilt als klassische Einsteigerroute und ist eine der meistgegangenen Touren im Sellrain nahe Innsbruck. Als Startpunkt fungiert der Parkplatz in Praxmar. Die Skitour führt abwechselnd über weite Wiesen und durch lichten Wald bis auf eine Höhe von 2.876 m. Das letzte Stück zum Gipfel wird in der Regel zu Fuß zurückgelegt. Dort wartet eine traumhafte 360-Grad-Aussicht bis nach Innsbruck. Für diese meist sonnenbeschienene Skitour sollten rund vier Stunden Zeit eingeplant werden. Für die Abfahrt stehen in diesem weitläufigen Gelände viele verschiedene Varianten zur Auswahl.

#innsbruck

3. Rotes Kinkele: Skitour im urigen Villgratental in Osttirol

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Länge:5,8 km
Höchster Punkt:2.763 m
Höhenmeter:1.060 m
Dauer:3,5 Std.

Diese Route auf den Gipfel des 2.763 m hohen Roten Kinkele hat für jeden Skitourengeher etwas zu bieten. Es werden schöne, lange Forstwege gegangen und man trifft auf Steilhänge und Mulden. An der Kamelisenalm, eine der schönsten Almen der Region, sollte unbedingt ein Stopp eingelegt werden. Das urige Almhüttendorf mit der beeindruckenden hölzernen Kapelle ist zwar im Winter unbewirtschaftet, wirkt aber wie das perfekte Postkartenmotiv. Die mittelschwere Strecke von knapp 6 km Länge, die an den höchstgelegenen Höfen Osttirols beginnt, kann in rund dreieinhalb Stunden bewältigt werden.

#osttirol

4. Venter Skirunde: Überquerung der höchsten Berge im Ötztal

© coastoak

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Länge:44,6 km
Höchster Punkt:3.774 m
Höhenmeter:5.940 hm
Dauer:5 Tage

Diese Skitour gehört zu den absoluten Klassikern in den Alpen und erfordert eine ausgezeichnete Kondition, da unterwegs einige der höchsten Gipfel Tirols bestiegen werden. Die Strecke führt durch die Ötztaler Alpen und verläuft unweit der Fundstelle der weltberühmten Eismumie „Ötzi“. Die auch unter dem Namen „Haute Tour der Ostalpen“ bekannte Route setzt zuverlässige Wetterverhältnisse und eine erstklassige Ausrüstung voraus, denn unterwegs gibt es mehrere kurze Kletterpassagen. Die Strecke wird in der Regel in vier oder fünf Tagesetappen unterteilt und startet im Bergsteigerdorf Vent. Höhepunkte sind die Besteigungen der über 3.700 m hohen Wildspitze und der Weißkugel. Übernachtet wird in Hütten.

#ötztal

5. Auerlingsköpfl: Skitour für Anfänger in den Lienzer Dolomiten

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Länge:4,8 km
Höchster Punkt:2.035 m
Höhenmeter:1.400 hm
Dauer:4 Std.

Der 2.026 m hohe Auerlingsköpfl ist ein äußerst beliebter Skitourenberg in Osttirol, denn er ist auch bei allgemeiner Lawinengefahr relativ sicher zu begehen. Die 16 km lange, mittelschwere Route wird in der Regel in etwas weniger als fünf Stunden gegangen. Eine gute Kondition ist schon alleine aufgrund der 1.400 Höhenmeter, die überwunden werden müssen, unerlässlich. Zwischendurch lohnt sich der Einkehrschwung in der wunderschön gelegenen Dolomitenhütte. Die Abfahrt vom Gipfel erfolgt zunächst auf dem gleichen Weg wie beim Aufstieg. Danach empfiehlt sich die präparierte Piste bis zum Kreithof, bevor dann die Rodelbahn hinuntergefahren werden kann.

#osttirol

6. Nockberge-Trail: Skidurchquerung der Wildnis in Kärnten

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Länge:ca. 48 km
Höchster Punkt:2.336 m
Höhenmeter:3.448 hm
Dauer:4 Tage

Diese Skitour im Biosphärenreservat Nockberge verteilt sich im Allgemeinen auf vier Tagesetappen und ist besonders für Skiwanderer geeignet, die mehr Wert auf Genuss und Wohlbefinden legen als auf eine sportliche Herausforderung. Der Trail verbindet die Skigebiete Katschberg, Innerkrems, Turracher Höhe, Falkert und Bad Kleinkirchheim auf täglichen Strecken zwischen 15 und 19,5 km miteinander. Das erste Stück der Etappe wird immer mit der Seilbahn zurückgelegt. Abendessen und Übernachtung erfolgen in komfortablen Hotels, die teilweise sogar über Wellness-Abteilungen verfügen.

#kärnten

7. Piz Lagrev: Aussichtsreiche Skitour in Graubünden

Länge:4 km
Höchster Punkt:3.165 m
Höhenmeter:915 hm
Dauer:3 Std.

Die 4 km lange Tour ist sehr abwechslungsreich und relativ anspruchsvoll. Gute Steig- und Abfahrtstechniken sind unerlässlich, denn die Hänge sind recht steil. Der Start befindet sich am Julierpass nahe Sankt Moritz auf einer Höhe von 2.161 m. Der 3.165 m hohe Piz Lagrev liegt südlich davon. Seine Spitze versteckt sich zwar ein wenig hinter einer massiven Felswand aber trotzdem ist die Orientierung aufgrund des breiten Hanges nicht allzu schwierig. Da die Strecke schattig und windgeschützt ist, werden hier auch im Frühling noch gern Skitouren unternommen. Für die meisten Skiwanderer endet die Route auf dem Vorgipfel, da der eigentliche Hauptgipfel nur über einen teilweise ziemlich abschüssigen Grat zu erreichen ist.

#graubünden

8. Hochkönig: Königliche Skitour im Salzburger Land

© JFL Photography

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Länge:9 km
Höchster Punkt:2.941 m
Höhenmeter:1.450 hm
Dauer:4,5 Std.

Die Tour vom Parkplatz am Arthurhaus in Mühlbach hinauf zum Hochkönig gehört zu den schönsten und eindrucksvollsten Skitouren in den Berchtesgadener Alpen. Nachdem die 1.450 Höhenmeter mit einigen Querungen und Gegenanstiegen überwunden sind und der Gipfel erreicht ist, wird man mit einem herrlichen 360° Panoramablick entschädigt. Die Aussicht von oben ist fantastisch und ermöglicht unter anderem einen Blick in das Steinerne Meer und in das steile Birgkar, der markanten Flanke auf der Ostseite. Die 9 km lange Skitour sollte nur bei sicheren Wetter- und Lawinenverhältnissen unternommen werden, da sie auch ein hohes Gefahrenpotenzial besitzt.

#salzburgerland

9. Zuckerhütl: Einfache Skihochtour im Stubaital

© Johannes
Länge:5,7 km
Höchster Punkt:3.505 m
Höhenmeter:750 hm
Dauer:3 Std.

Der reizende Name dieses höchsten Berges im Stubaital sollte nicht über die Schwierigkeiten und Gefahren einer Skihochtour auf seinen 3.507 m hohen Gipfels hinwegtäuschen. Er liegt auf der Grenze zwischen Nord- und Südtirol und bei schlechtem Wetter ist die Orientierung manchmal schwierig. Die Strecke erfordert eine gute Ausrüstung und Gletschererfahrung sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Besonders der Gipfelanstieg über den Firnrücken ist ziemlich steil. Hier werden häufig auch Steigeisen und Pickel benötigt. Entlohnt wird man mit einer sensationellen Aussicht. Immerhin kann das erste Stück mit der Seilbahn zurückgelegt werden, da die Tour im Skigebiet des Stubaier Gletschers startet.

#tirol

10. Alpspitze: Geniale Tiefschneeabfahrt in Garmisch Classic

© SusaZoom
Länge:5 km
Höchster Punkt:2.628 m
Höhenmeter:1.200 hm
Dauer:4 Std.

Die 2.628 m hohe Alpspitze zählt zu den Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Besonders erfahrene Skitourengänger schwärmen von der Route, die im Skigebiet Garmisch Classic startet und durch ein abwechslungsreiches Gelände führt. Schon allein der Anblick der winterlich verschneiten Pyramide ist atemberaubend. Den Gipfel mit seinem überwältigenden Weitblick erreicht man dann nach der Überwindung von rund 1.100 Höhenmetern über einen exponierten Grat. Die anschließende Abfahrt über den bis zu 45 Grad steilen Osthang stellt den Höhepunkt der Tour dar.

#garmischpartenkirchen

11. Hoher Ifen: Panoramareiche Skitour im Kleinwalsertal

© Fotolla
Länge:7 km
Höchster Punkt:2.229 m
Höhenmeter:1.026 hm
Dauer:3,5 Std.

Diese 7 km lange Tour auf den Hohen Ifen (2.229 m) zählt zur Kategorie „mittelschwer“ und beginnt an der Bergstation der Ifen-Bahn im Kleinwalsertal. Schon unterwegs hat man eine grandiose Aussicht auf das Gottesackerplateau und die bekanntesten Gipfel der Allgäuer Alpen. Der Aufstieg erfordert etwas Erfahrung, denn einige Stellen sind recht steil, wie zum Beispiel der Durchstieg der Nordwand. Die Skitour wurde vom Deutschen Alpenverein im Rahmen der Initiative „Skibergsteigen umweltfreundlich“ markiert. So befindet sich ein Waldschutzgebiet auf der Ifen-Südseite. Dort ist lediglich eine Abfahrtsroute erlaubt.

#allgäu

12. Sonntagshorn: Der Klassiker in den Chiemgauer Alpen

© Corri Seizinger
Länge:5 km
Höchster Punkt:1.961 m
Höhenmeter:1.000 hm
Dauer:5 Std.

Diese relativ einfache Tour ist ein beliebter Klassiker, denn die 5 km lange Strecke bis zum Sonntagshorn bietet alles, was man sich von einem gelungenen Tag in verschneiter Landschaft erwartet: Schneesicherheit, eine schöne Almhütte zur Einkehr und eine traumhafte Sicht über die Chiemgauer Alpen. Der Aufstieg beginnt im Heutal in Österreich und führt bis auf eine Höhe von 1.961 m. Nachdem der herrliche Blick genossen wurde, fährt man zunächst die Gipfelhänge hinunter, welche an normale Skipisten erinnern. Vor einer Jause in der Hochalm lohnt sich der Abstecher auf das Peitingköpfl. Nach der Einkehr geht es über die Rodelbahn und durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt.

#chiemgau

13. Umrundung von Ross- und Buchstein am Tegernsee

© Gerhard
Länge:14,3 km
Höchster Punkt:1.576 m
Höhenmeter:751 hm
Dauer:4,5 Std.

Diese reizvolle Skitour am Ross- und Buchstein in den Tegernseer Bergen mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad startet am Parkplatz Winterstube auf einer Höhe von 830 m. Man wandert zunächst über den Forstweg, der auch als Rodelbahn genutzt wird, bis zum höchsten Punkt des Sonnbergs (1.576 m). Zwar gibt’s hier kein Gipfelkreuz, dafür aber einen riesigen Felsen. Er dient als Windschutz und ist eine angenehme Rückenlehne für eine Brotzeit mit Aussicht. Die Abfahrten sind im Allgemeinen eher kurz, dafür trumpft die Skitour mit einer idyllischen Landschaft.

#tegernsee

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Schon gewusst? Vor jeder Skitour ist es erforderlich, dass Material und Notfall-Ausrüstung sorgfältig überprüft und Informationen über die Wetterverhältnisse und die Lawinengefahr eingeholt werden. Da es im Hochgebirge viele Stellen ohne Handyempfang gibt, sollte man nie alleine im freien Gelände unterwegs sein, da selbst kleinere Stürze oder Verletzungen zu einer lebensbedrohlichen Situation führen können. Ihr sollte unbedingt über skifahrerisches Können und einen guten Orientierungssinn verfügen. Nehmt im Zweifel immer einen ortskundigen Bergführer mit.

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